Werbung

Nachricht vom 26.10.2017    

Weniger Kranke in Montabaur und im Westerwald

DAK-Gesundheitsreport 2017: Geringerer Krankenstand durch Ausbleiben der Erkältungswelle – Hauptursache für Arbeitsausfall waren erneut Muskel-Skelett-Erkrankungen Sonderanalyse belegt starke Zunahme von Schlafstörungen - Risiken Erreichbarkeit und Schichtarbeit und zu viel abendliche TV- und Computer-Nutzung.

Jeder zehnte Rheinland-Pfälzer hat Schlafprobleme. Foto: DAK Gesundheit

Montabaur. Der Krankenstand in der Stadt Montabaur und im Landkreis Westerwald ist 2016 gesunken. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte ab. Mit 4,2 Prozent gab es in der Region jedoch einen etwas höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,1 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1.000 Arbeitnehmern 42 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Rheinland-Pfalz wurde mit je 4,7 Prozent im Landkreis Frankenthal sowie in der Stadt Pirmasens und dem Landkreis Südwestpfalz verzeichnet, der niedrigste mit 3,6 Prozent in der Stadt Neustadt.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für Montabaur und den Landkreis Westerwald zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Hauptursache für Arbeitsausfall waren erneut Muskel-Skelett-Erkrankungen. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten gingen zwar um fünf Prozent zurück. Rückenschmerzen und Co. verursachten aber weiterhin beinahe jeden vierten Ausfalltag in der Region. Es folgten an zweiter Stelle psychische Erkrankungen wie Angstzustände und Depressionen. Die Krankschreibungen nahmen um 14 Prozent ab. Mit einem Anteil von 13,8 Prozent am gesamten Krankenstand belegten Atemwegserkrankungen wie Bronchitis den dritten Rang. Insgesamt wurde bei dieser Diagnose zwölf Prozent weniger Arbeitsausfall verzeichnet.

„Wir informieren nicht nur regelmäßig über den Krankenstand in der Stadt Montabaur und im Landkreis Westerwald, sondern schauen darüber hinaus auf wichtige Einflussfaktoren für Erkrankungen“, sagt Alexander Greco von der DAK-Gesundheit. „Diese Analysen helfen uns, noch gezielter beim betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ansetzen zu können und Arbeitgebern konkret Hilfe anzubieten. So wird beispielsweise längeren Ausfallzeiten durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorgebeugt.“

Jeder zehnte Rheinland-Pfälzer hat schwere Schlaf-Probleme
Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunktthema „Schlafstörungen“ auch, wie es um die nächtliche Erholung der Arbeitnehmer steht. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. Für das Schwerpunkthema wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Rheinland-Pfalz aus. Es wurden zudem bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt und zahlreiche Experten eingebunden. Die Ergebnisse wurden mit einer DAK-Untersuchung aus dem Jahr 2010 verglichen. Ein Fazit: 76 Prozent der Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz berichten von Schlafproblemen. Seit 2010 stieg der Anteil der von Ein- und Durchschlafproblemen betroffenen 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer um 18 Prozent an. Schwere Schlafstörungen haben sich seit 2010 sogar mehr als verdoppelt. Knapp jeder zehnte Arbeitnehmer (9,3 Prozent) in Rheinland-Pfalz leidet unter schweren Schlafstörungen (Insomnien) mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung.

Die DAK-Analyse für Rheinland-Pfalz zeigt, dass sich dieser Trend auch bei den Krankmeldungen auswirkt. Die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen stiegen um 110 Prozent auf jetzt fast fünf Tage je 100 Versicherte. Die große Mehrheit der Rheinland-Pfälzer versucht allein mit den Schlafproblemen zurechtzukommen und geht nicht zum Arzt. Lediglich 6,9 Prozent der Erwerbstätigen waren im vergangenen Jahr deswegen in den Praxen. Im Bundesdurchschnitt sind es 4,8 Prozent. Selbst Erwerbstätige mit der schweren Schlafstörung Insomnie gehen meist nicht zum Arzt: 70 Prozent von ihnen lassen sich nicht behandeln.

Ursache für Schlafprobleme sind laut DAK-Report Rheinland-Pfalz unter anderem Arbeitsbedingungen. Wer zum Beispiel häufig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit arbeitet, steigert sein Risiko, schwere Schlafstörungen zu entwickeln. Auch starker Termin- und Leistungsdruck, Überstunden sowie Nachtschichten und ständige Erreichbarkeit nach Feierabend gelten in diesem Zusammenhang als wichtige Risikofaktoren.

Viele Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz sorgen aber auch selbst für einen schlechten Schlaf. Nach der Studie der DAK-Gesundheit schauen 81 Prozent der Erwerbstätigen vor dem Einschlafen Filme und Serien, 74 Prozent erledigen abends private Angelegenheiten an Laptop oder Smartphone. Etwa jeder siebte Rheinland-Pfälzer kümmert sich noch
um dienstliche Dinge wie E-Mails oder die Planung des nächsten Arbeitstages. „Viele Menschen haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen“, so Greco. „Die Beschwerden müssen ernst genommen werden, da chronisch schlechter Schlaf der Gesundheit ernsthaft schaden kann.“

Als Reaktion auf die aktuelle Studie und die zunehmenden Schlafstörungen bietet die DAK-Gesundheit ihren Versicherten ab sofort eine spezielle Schlaf-Beratung an: Die neue Hotline ist rund um die Uhr erreichbar. Unter der Rufnummer 040 325 325 805 geben Mediziner individuelle Hinweise und Tipps rund um die Themen Schlafen und Schlafstörungen. Im Internet bietet die DAK-Gesundheit auch ein umfangreiches Schlaf-Special an: Auf www.dak.de/schlaf gibt es viel Wissenswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands. Sie hat 300.000 Versicherte in Rheinland-Pfalz, davon rund 34.000 in der Stadt Montabaur und im Landkreis Westerwald. (PM)




Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Kommentare zu: Weniger Kranke in Montabaur und im Westerwald

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Region, Artikel vom 30.06.2020

Wissenschaft entdeckt Oasen im Westerwald

Wissenschaft entdeckt Oasen im Westerwald

GASTBEITRAG | Im Herzen der Kroppacher Schweiz interessieren sich Universitäten für die Bedeutung naturbelassener Gewässer und erforschen mit modernstem Aufwand das Verhalten der Fische im Fließgewässer und Fischzug sowie Insekten an der Großen Nister.


Nach Verfehlungen: Lehrer klagt gegen Eintrag in Liste "Beschäftigungshindernisse"

Ein ehemaliger Lehrer hat kein Rechtsschutzbedürfnis für die von ihm erhobene Klage, mit der er die Löschung seines Eintrags in einer von der Schulverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz geführten Liste über „Beschäftigungshindernisse“ begehrt. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.


Feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse in Hachenburg

Trotz, oder auch gerade wegen den Einschränkungen während der Coronakrise, sollten die Schüler/innen der Realschule plus, sowie der Fachoberschule ( FOS ) in Hachenburg, in einem feierlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse erhalten, und feierlich verabschiedet werden.


Frauen geben Gas – Teilzeitausbildung zur Busfahrerin

Busfahrer werden händeringend gesucht – und so wird es Zeit, moderne Perspektiven zu schaffen, um mehr Menschen für den Beruf zu begeistern. Die Arbeitsagenturen Neuwied und Montabaur haben in Kooperation mit der BKF Neuwied eine Maßnahme ins Leben gerufen, mit der Frauen in Teilzeit die Ausbildung zur Busfahrerin absolvieren können.


Vier Bauvorhaben für Feuerwehrhäuser auf den Weg gebracht

Gleich vier Bauvorhaben für oder an Feuerwehrgerätehäusern hat der Ausschuss für Brandschutz und technische Hilfen (ABH) der Verbandsgemeinde Montabaur auf den Weg gebracht. In Nomborn und Görgeshausen werden die Gerätehäuser umgebaut und erweitert. Hier geht die Verbandsgemeinde bei Bauvorhaben der Ortsgemeinden mit, in deren Gemeindehäusern die Feuerwehr untergebracht ist. Für Niederelbert verabschiedete der ABH die konkreten Pläne für den Neubau des Gerätehauses und in Montabaur-Horressen wurden das Planungsverfahren für das neue Gerätehaus der vereinten Löschgruppe Horressen-Elgendorf an der Buchenstraße angeschoben.




Aktuelle Artikel aus der Region


Auf Safari im Zoo Neuwied

Neuwied. Passend zum lang ersehnten Ferienbeginn dürfen vor allem junge Zoobesucher nun ihre detektivischen Fähigkeiten als ...

Nach Verfehlungen: Lehrer klagt gegen Eintrag in Liste "Beschäftigungshindernisse"

Region. Der Kläger stand als Lehrer im Dienst des Landes. Wegen mehrfacher Kontakte zu Schülerinnen, mit denen er über WhatsApp ...

Frauen geben Gas – Teilzeitausbildung zur Busfahrerin

Region. Jetzt fiel der Startschuss für die rund sieben Monate dauernde Ausbildung, die einen Theorie – und einen Praxisteil ...

Westerwälder Rezepte: Roulade mit Erdbeer-Sahne-Füllung

Vollreifes Obst ist immer ein Garant für einen schmackhaften Kuchen, besonders in Kombination mit Schlagsahne und einem fluffig-leichten ...

Ferienzeit, Reisezeit - Die Polizei will, dass Sie SICHER ankommen

Region. Damit aber der geplante Ausflug oder die Urlaubsfahrt auch wunschgemäß verlaufen, sollten Sie sich vorbereiten:

Prüfen ...

Erneuerung der K 90 zwischen Guckheim und Sainscheid kurz vor Abschluss

Guckheim. In den sechs Wochen Bauzeit wurden die Asphaltschichten verstärkt und die Entwässerungseinrichtungen neu hergestellt. ...

Weitere Artikel


Neue Tagesförderstätte in Höhn gestartet

Höhn. In der TAF sind nun verschiedene Fachkräfte aus dem pädagogischen sowie pflegerischen Bereich tätig, die den Rehabilitanden ...

SPD-Kreistagsfraktion besuchte Mann Unternehmensgruppe

Langenbach. Firmenchef Markus Mann erläuterte den SPD-Kommunalpolitikern, dass in der neu in Betrieb genommenen Anlage – ...

VG-Rat Ransbach-Baumbach vergab Aufträge für Kita-Erweiterung

Ransbach-Baumbach. Weiterhin vergab der Verbandsgemeinderat im Zuge der Erweiterung der Erich-Kästner-Realschule plus die ...

Westerwald Bank und R+V informieren rund um private Vorsorge

Hachenburg. Die Westerwald Bank hat aus diesem Grund in der Geschäftsstelle Hachenburg gemeinsam mit dem Verbundpartner R+V ...

Nachtmusik von zwei bis zwei

Altenkirchen. Diesmal mit nächtlichen Tönen aus Finnland, einem Schlaflied aus Norwegen, ein Lullaby, süß, wie man sich ein ...

Westerwaldverein Bad Marienberg presste Apfelmost

Bad Marienberg. Dank zahlreicher Helferinnen und Helfern waren die Säcke und Kisten schnell gefüllt und schon zwei Tage später ...

Werbung