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Nachricht vom 25.10.2017    

DEMOS verurteilt den anti-muslimischen Schweinekopf-Angriff

Unbekannte warfen am 23. Oktober einen abgetrennten Schweinekopf auf das Grundstück im Hachenburger Stadtteil Altstadt, auf dem zurzeit eine Moschee errichtet wird. Mitglieder der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde entdeckten den Kopf dort. Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht.

Symbolfoto

Hachenburg. Die Diskussion um den Bau der Moschee geriet erneut in Fahrt, als der muslimische Ortsverein dem Stadtrat und dem Stadtbürgermeister schriftlich mitteilte, dass er seine Mitarbeit am Runden Tisch bis auf Weiteres ruhen lässt.

DEMOS e.V. verurteilt den anti-muslimischen Angriff scharf mit den Worten: „ Die Deponierung des Schweinekopfs auf dem Baugelände der Moschee in Hachenburg hat nur vordergründig die türkisch-islamische Gemeinde zu Hachenburg zum Ziel; gemeint sind alle Muslime. Getroffen wird jedoch die gesamte Gesellschaft.

Die Freiheit der Religion ist Teil unseres Grundgesetzes. Wer eine Religion angreift, trifft damit den Kern unserer verfassungsmäßigen Ordnung und unserer Gesellschaft.

Die Existenz einer religiösen Stätte ist das sichtbare Zeichen von Integration. Nicht verdruckst und verschämt im Hinterhof, sondern offen und frei. Alle Christen, deren Kirche mehr ist als Kunsthistorie, werden dieses Gefühl verstehen. Alle Juden, die an den Ruinen einer Synagoge vorbei gehen, wissen, wie es sich anfühlt, als Bürger wegen der Religion aus dem Herzen einer Gesellschaft gerissen zu werden.

Der Angriff zeigt allzu deutlich, in welchem Klima unsere muslimischen Mitbürger leben müssen. Er zeigt auch, wie schlecht der/die Angreifer in unsere moderne Welt integriert sind.“
(PM DEMOS e.V. Hachenburg)


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Kommentare zu: DEMOS verurteilt den anti-muslimischen Schweinekopf-Angriff

3 Kommentare

In der Tat hat unser Land, Angesichts der Stolpersteine, andere Probleme als ein Schweinekopf vor einer mehrheitlich ungewollten Mosche. Die Art der Probleme ist der fragwürdige Umgang mit Minderheiten, die in der abendländischen „Kultur“ keinen Platz haben sollen. Die „Mehrheitlichen“ sind einfach zu feige, das Anderssein ertragen zu wollen und verstecken sich bequem hinter altbackener Weltanschauung. Für frisches Gemüse und den Döner rennen alle „Mehrheitlichen“ zum Türken, zum Essen zum Chinesen und im Urlaub ins muslimische Morgenland. Früher rannte man in unserem Land zum Schneider, zum Uhrmacher, zum Schmied, zum Schuster…, viele davon waren andersgläubig.
Und heute sollen in unserem Land die Stolpersteine nur an Andersgläubige erinnern, während man (sie) zur Tagesordnung übergeht?
Was wird morgen sein? Werden sich die „Mehrheitlichen“ wieder für Stolpersteine entscheiden müssen falls die „anderen Probleme“ gelöst werden?

#3 von Jörgen Christmann, am 27.10.2017 um 23:32 Uhr
Liebe Leser,

Haben wir nicht ganz andere Probleme in unserem Land, als ein Schweinekopf vor einer von der Mehrheit der HBG Bürger nichtgewollten Moschee.


#2 von Steve Gerhard , am 27.10.2017 um 10:58 Uhr
Selbst in einem abgetrennten Schweinekopf steckt mehr IQ als in allen Strohköpfen der Intoleranz zusammen. Es ist zum Fremdschämen, wie sich unsere Gesellschaft, einst „Dichter und Denker“, zur geistigen Windstille entwickelt.
#1 von Jörgen Christmann, am 26.10.2017 um 13:32 Uhr

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