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Nachricht vom 19.10.2017    

50 Jahre Examen Tiefbau

50 Jahre sind vergangen, seitdem die Ingenieure 1967 ihr Studium des
Bauingenieurwesens abgeschlossen haben. Dieses Jubiläum war Grund genug für die
Alumni, an die Uni Siegen zurückzukehren.

Einige planten die HTS, einer arbeitete auf Sumatra – die Alumni haben mit ihren insgesamt 400 Jahren Berufserfahrung einiges zu erzählen. Foto: Universität Siegen

Siegen. Acht Bauingenieure machten sich im Oktober auf den Weg zu ihrer ehemaligen Bildungsstätte – sogar mit einer Anreise aus Berlin. An der Uni Siegen feierten sie das 50. Jubiläum ihres Studienabschlusses. Die Jubilare studierten damals noch an der aus der bereits 1853 gegründeten Wiesenbauschule hervorgegangenen „Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen“ am Häusling. Ihre Studienfachrichtung war der Verkehrsingenieurbau. Gemeinsam mit Prof. Dr.Ing. Mathias Wirths, 1. Vorsitzender des Alumni Bauwesen Siegen, und Rüdiger Graf, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Stadt- und Verkehrsplanung, sowie der Leiterin des Alumniverbunds der Universität, Dr. Susanne Padberg, begrüßte Profʻ in Dr.-Ing. Monika Jarosch, stellvertretende Vorsitzende des Alumni Bauwesen Siegen, die Alumni im Sitzungszimmer der Departments Architektur und Bauingenieurwesen am Paul Bonatz-Campus.

Dass sich ihre Ingenieurschule einmal zu der heutigen Universität entwickeln würde, konnten die Alumni damals nur erahnen. Doch auch in ihrer Studienzeit gab es bereits Umstrukturierungen: Während die Alumni ihre ersten drei Semester am Häusling studierten, absolvierten sie den Rest ihres Studiums am Campus in der Paul-Bonatz-Straße, wie einer der Alumni erzählte. Monika Jarosch, Inhaberin des Lehrstuhls für Praktische Geodäsie und Geoinformation, nahm dies zum Anlass, um den Herren die neuesten Entwicklungen der Universität Siegen sowie das Studienmodell nach dem Bolognaprozess vorzustellen.

400 Jahre Berufserfahrung

Zum runden Jubiläum überreichten die Gastgeber den ehemaligen Tiefbau-Studierenden eine persönliche Urkunde. Ihr Abschluss vor 50 Jahren eröffnete den Herren trotz der damaligen Rezession eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Da die acht Bauingenieure insgesamt heute auf 400 Jahre Berufserfahrung zurückblicken, konnten sie von einigen interessanten Tätigkeiten und Erfahrungen berichten.

Während einige von ihnen langjährige Erfahrungen in Siegerländer Behörden sammelten und dort einige Jahre in die Planung von Anschlussstellen der Hüttentalstraße (HTS) investierten, verschlug es zwei andere Alumni ins Ausland. Als Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn nannte einer der beiden Alumni seinen Aufenthalt auf Sumatra - „dort, wo andere Urlaub machen“, so der Alumnus. Die Baufirma, bei der er angestellt war, hatte ihn beauftragt, dort ein Bauprojekt zu organisieren. Der zweite Alumnus hat in seiner mittlerweile fünfzigjährigen Karriere gleich auf mehreren Kontinenten und Ländern Bauprojekte umgesetzt. Alles begann bei der Eisenbahn in Siegen. Nach der Wiedervereinigung zog es ihn nach Berlin, wo er ein eigenes Büro für Verkehrsingenieurbau gründete, das er bis heute leitet. Aktuell arbeitet sein Unternehmen an der Erweiterung der Metrotrasse von Baku in Aserbaidschan. Die Alumni haben außerdem in ihrer Laufbahn in andere Branchen gewechselt. Einer der Alumni entschloss sich zum Beispiel während seiner Tätigkeit beim Straßenamt dazu, noch ein Lehramt-Studium im Bereich Bauingenieurwesen aufzunehmen. Später lehrte er am Berufskolleg Technik in Siegen, an dem er als Oberstudiendirektor und Leiter aktiv war.

Rundgang mit Erinnerungen und neuen Eindrücken

Mit zum Programm gehörte auch eine Besichtigung der Labore des Departments. An erster Stelle stand das Straßenbaulabor von Prof. Dr.-Ing. Michael M. Baier, mit Empfang durch Micha Buch. Dieser präsentierte den Herren neueste Entwicklungen in puncto Straßenbelag. Rüdiger Graf, der die Besichtigung begleitete, bot den Gästen interessante Einblicke in die Lehre sowie Siegerländer Projekte der Stadt- und Verkehrsplanung. Graf veranschaulichte die Beschreibung seiner Lehrpraxis anhand von Verkehrsplänen, wodurch sich die Alumni noch einmal in die Rolle der Studierenden zurückversetzen konnten. So ergab sich reichlich Gesprächs- und Diskussionsstoff zwischen ihm und den Jubilaren. Zudem hatten die Alumni die Gelegenheit, Einblicke in das Geotechniklabor von Prof. Dr.-Ing. Richard A. Herrmann mit Dipl.-Ing. Olaf Bublitz sowie das Baustofflabor von Prof. Dr.-Ing. Torsten Leutbecher zu erhalten, das Joachim Panthel vorstellte.

Beim Rundgang wurden bei den Alumni viele Erinnerungen an die Studienzeit geweckt. So dachten sie unter anderem zurück an „schweißtreibende Prüfungen im Labor“. Selbstverständlich hatten sie auch witzige Anekdoten von früher nicht vergessen. Was die Alumni an ihrer Siegener Studienzeit ganz besonders schätzten, sei vor allem der Zusammenhalt untereinander gewesen.

Alumni-Treffen mit Perspektive

Abgerundet wurde das Jubiläumstreffen durch ein gemeinsames Mittagessen in der „BauCafeteria“ am Campus Paul-Bonatz-Straße. Neben dem offiziellen Treffen in der Universität trafen die Jubilare bereits am Tag zuvor zusammen, um gemeinsam mit ihrem ehemaligen Professor Dr. Hans-Dieter Gruhle aus dem Bereich Stadtentwicklung einen geselligen Abend im Gasthaus Peun zu verbringen.

Ein weiteres Treffen in fünf Jahren wünschen sich nicht nur die Jubilare, sondern auch die Siegener Lehrenden. Dem Zustandekommen steht nichts im Weg, zumal die Herren nach wie vor engen Kontakt untereinander haben und der Alumnus Dieter Reinschmidt sich gerne dazu bereit erklärt, zu ihrem 55. Jubiläum zum wiederholten Male ein solches Zusammenkommen eines so besonderen Anlasses zu organisieren.

Von Bettina Stephan, Redaktion Alumni-Team.

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PM Uni Siegen



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