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Nachricht vom 03.09.2017    

Erlebnisreiches 7. Hillscheider Limesfest

Die Götter waren den Hillscheider Aktiven wohlgesonnen, denn bestes Wetter lockte Kohorten von Besuchern zum Limesturm. Das erfreute sowohl die Lokal- und Bundespolitiker als auch die Touristikfachleute. Und die Hillscheider sind auch stolz darauf, zur Zeit des Römischen Weltreichs auf der kultivierten Seite gelebt zu haben, jenseits des Limes hausten die Barbaren.

Fotos: Helmi Tischler-Venter und Wolfgang Tischler

Hillscheid. Die von den Römern gefürchteten Gallier waren zur Freude des Publikums in Gestalt von Asterix und Obelix samt Hinkelstein zur Eröffnung gekommen. Ortsbürgermeister Andreas Rath wurde von Obelix feucht ausgetrickst.

Die Militärkunst der Römer wurde durch die Prätarianerkohorte und die Rheinbrohler Kohorte XXVI in Marsch- und Kampfübungen eindrucksvoll verkörpert. Ein kleines römisches Zeltdorf war um den Limesturm gruppiert, der einen guten Blick auf das Lager bot. Im Inneren waren die Unterkünfte der Wachen zu sehen und eine Ausstellung „Von Rom zum Rhein“. Beim Eröffnungsfest gab es auch Hillscheider Wein und Brot mit Kräuterkäse zu kosten. Die leckeren Zutaten kamen aus dem lagereigenen Garten. Im Zeltdorf hatten nicht nur die Legionäre ihre Unterkünfte, etliche Handwerker zeigten ihre Künste und verkauften ihre Waren, in Rom hatte man dafür Sesterzen geprägt. Mathematik war eine Wissenschaft, die allgemein beherrscht und gelehrt wurde wie lesen und schreiben.



Die Lebensweisheiten von Marc Aurel sind überliefert und wurden in Hillscheid durch einen Limes-Cicerone weitergegeben. Es gab viele Informationen über den obergermanischen Limes und die mit dem „Welterbe Limes“ verbundenen Institutionen. Nicht nur Weisheiten, auch Klatsch und Tratsch erzählte man sich damals wie heute. Spiele für Erwachsene und Kinder, eine römische Küche, töpfern wie die Römer, Reitübungen auf einem Pony und geführte Wanderungen zum nahe gelegenen Römerkastell, wo man sich im Bogenschießen erproben konnte, rundeten das umfangreiche Unterhaltungs- und Mitmachangebot ab.

Die Barbaren mussten derweil außerhalb des Lagers in ihrem Zelt dem kultivierten Treiben zusehen, dafür wurden sie wegen ihrer aufsehenerregenden Gewandung allgemein bewundert und fotografiert. htv


Lokales: Höhr-Grenzhausen & Umgebung
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