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Nachricht vom 28.05.2017    

Bürgerinitiative 7-Wege-Gegenwind will Windräder verhindern

In der Haiderbachhalle in Wittgert stellte sich die Bürgerinitiative „7-Wege-Gegenwind“ (BI) der Bevölkerung vor. Ihr Ziel war es, den interessierten Bürgern der Haiderbach, und aus der Region zu zeigen, für was die Initiative steht sowie nach Meinung der BI bis dato vorenthaltene Informationen zu präsentieren.

Informationsveranstaltung in der Haiderbachhalle in Wittgert. Foto: BI 7-Wege-Gegenwind

Wittgert. Zu diesem Zweck wurden Planunterlagen gezeigt, aus denen zu erfahren ist, was seitens der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach und Landesforsten geplant ist. Anhand von aktuellem Bildmaterial konnte den Bürgern und Besuchern das gigantische Ausmaß der geplanten Baumaßnahmen aufgezeigt werden. In den meisten Gesichtern war großes Entsetzen erkennbar. Mit Harry Neumann, Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V., konnte die BI einen qualifizierten und über die Grenzen hinaus anerkannten und gefragten Referenten für ihre Veranstaltung gewinnen. Der Westerwälder zog die Besucher mit seinem detaillierten Vortrag, der durch beeindruckende Bilder hinterlegt war, in seinen Bann. Harry Neumann redet Klartext, er kennt die Szene wie kaum ein anderer und er machte Mut, dass der Kampf sich lohnt.

Dem Bürger gegenüber muss die örtliche, lokale und regionale Politik sowie Verwaltung ihrer Informations- und Fürsorgepflicht nachkommen. Enttäuschend musste von Seiten der BI jedoch festgestellt werden, dass die eingeladenen Vertreter der Haiderbachgemeinden sich nicht aktiv an der Veranstaltung beteiligten. Im Gegensatz hierzu bezog Nicole Hampel, Bürgermeisterin von Mogendorf, Stellung und nahm an der abschließenden Diskussion teil. Für die Verbandsgemeinde und die Stadt Ransbach-Baumbach äußerte sich Bürgermeister Michael Merz zu den Planungen. Michael Merz betonte, dass er als Privatperson die Windenergieanlagen ablehnt. Auch als Stadtbürgermeister sei er - gestützt von der Mehrheit im Rat - gegen die Windenergieanlagen. Die BI bemängelt: „Leider glaubt er (wie auch die Mehrheit im Verbandsgemeinderat), dass die trotzdem erfolgte Ausweisung von Windenergieflächen notwendig sei, weil ansonsten in Folge des Paragraphen 35 überall ein Baurecht für Windenergieanlagen bestünde und somit ein Wildwuchs die Folge sei. Wir sind der Meinung, dass dies nicht so ist! Andere Gemeinden haben auch Wege gefunden, keine Windenergieflächen auszuweisen und trotzdem ist es ihnen gelungen, den Bau von Windenergieanlagen abzuwehren. Der tatsächliche Beweis, ob es der Person Michael Merz, dem Bürgermeister Michael Merz, wie auch dem Stadt- und dem Verbandsgemeinderat wirklich ernst ist, dass keine Windenergieanlagen gebaut werden, steht somit noch aus.“



Die BI fordert: „Es gibt aber Möglichkeiten, genau diesen Beweis auch gegenüber der Bevölkerung anzutreten, indem die Stadt • ihr Klagerecht gegen eine konkrete Bauanfrage in Anspruch nimmt, sobald dieser stattgegeben wurde • eigene Gutachten zum Naturschutz in Auftrag gibt - zusätzlich zu denen des Betreibers, deren Objektivität stark zu hinterfragen ist. • die BI mit aktuellen Informationen zum Sachstand aktiv und nach Kräften unterstützt. Gerne sind wir als BI dann bereit, darüber zu berichten und dieses Vorgehen der Stadt zu unterstützen. Nur mit einer Bündelung aller Kräfte kann es gelingen, den Bau von Windenergieanlagen in unseren Wäldern zu stoppen.“

Seitens des Westerwaldkreises nahm Dr. Helmut Stadtfeld, Dezernent für Umwelt- und Naturschutz, an der Diskussion teil. Er verwies auf den laufenden Prozess. In der gegenwärtigen Situation sei es schwierig, klare und verbindliche Aussagen zu treffen. Er versicherte, dass alle vorgetragenen Bedenken genauestens geprüft werden.


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