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Nachricht vom 18.05.2017    

Bauboom in Hachenburg ist ungebrochen

Investoren haben den „Run auf Betongold“ für die schönste Kleinstadt im Westerwald entdeckt. Die Nachfrage nach Wohnraum scheint grenzenlos zu sein. Rege Bautätigkeit in fast allen Bereichen des Stadtgebietes ist unübersehbar. Ein Hotelneubau und der „Genschow-Park“ wachsen zusehends, das Neubaugebiet „Rothenberg II - Schlossblick“ wirkt unstrukturiert.

Überall im Stadtbereich sind Zeichen von Bautätigkeit im Stadtbereich von Hachenburg zu entdecken. Fotos: Reinhard Panthel

Hachenburg. „In Hachenburg wird gebaut was das Zeug hält!“, wundern sich nicht nur Einheimische. Während man in den angrenzenden Nachbargemeinden einen Bauplatz schon für die Hälfte des üblichen Baulandpreises erwerben kann, investieren gewerbliche und private Bauwillige doch bevorzugt im Stadtgebiet Hachenburg.

Im Neubaugebiet zwischen Dehlinger und Ziegelhütter Weg schließen sich allmählich die Baulücken. Das ehemals als „Siedlung“ bezeichnete Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zum Judenfriedhof gehört mittlerweile zum interessantesten Wohngebiet. Das bisher überwiegend als Bereich für private Wohnhäuser bevorzugte Gelände haben inzwischen aber auch gewerbliche Investoren als Baugebiet für die Errichtung von Mehrfamilienhäusern für sich entdeckt.

Mit Spannung erwartet, erkennt man schon jetzt den Stil für das so lange erwartete und von der Stadtverwaltung sehnlichst herbeigewünschte Hotel in Hachenburg. Aus Sicht des Betreibers und Bauherrn bereitet sich das Hotel in Stadtnähe auf „gute Geschäfte“ vor. Teile der Bevölkerung hätten sich einen anderen Standort gewünscht, denn das Gelände im Bereich der „grünen Lunge Burggarten“ galt bisher als heilig. Hat es sich auch stets als ideales Gelände für kulturelle Veranstaltungen und als geschonte Grünfläche im Stadtkern bewährt. Andererseits musste die Stadt dem Investor entgegen kommen. Endlich wird es auch in der Fremdenverkehrsgemeinde Hachenburg ein Hotel geben, das in seiner Kapazität in der Lage ist, auch Busreisende in einem Gebäude unter zu bringen. Ob sich der angebotene Wohnmobilstellplatz am Rand des Parkplatzes unterhalb des Schlosses Hachenburg in dieser Ausstattung auf Dauer erhalten lässt, das bleibt abzuwarten. In der Nachbarschaft Bad Marienberg kann man sich anschauen, wie ein heutiger Stellplatz für „das fahrende Volk“ mit gewachsenen Ansprüchen auszusehen hat. Eine ansprechende moderne Anlage für Wohnmobilfahrer würde dem attraktiven Fremdenverkehrsort Hachenburg dienlich sein und sich bestimmt lohnen.



Der „Genschow-Park“ im Stadtteil Altstadt wächst zusehends. Aus dem ehemaligen Bereich eines vom Verfall bedrohten Firmengeländes ist ein gigantisches Wohnimperium entstanden. In unmittelbarer Nachbarschaft ist vom Bau der immer noch umstrittenen Ditib-Moschee noch nichts zu sehen, obwohl die Baugenehmigung schon vor Monaten von der zuständigen Behörde erteilt wurde.

Die Begeisterung für private Investoren, denen das Neubaugebiet „Rothenberg II - Schlossblick“ von der Stadt angeboten wird, hält sich mittlerweile in Grenzen. Die Filetstücke sind „ungeordnet“ bebaut und die vorhandenen Restparzellen werden nur schwer zu verkaufen sein. Repa


Lokales: Hachenburg & Umgebung
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