Werbung

Nachricht vom 04.05.2017    

Tollwutverdächtiger Fuchs hatte Staupe

Ein Fuchs, der vor einigen Tagen im Ortsbereich von Elsoff von einem Jäger erlegt wurde, war an Staupe erkrankt. Das Tier war am hellichten Tag im Ortsteil Mittelhofen durch die Straßen gelaufen und hatte sich anschließend apathisch unter eine Bank verkrochen. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung veranlasste daraufhin eine Laboruntersuchung auf Tollwut und andere Gehirnkrankheiten, deren Ergebnis das Koblenzer Landesuntersuchungsamt jetzt mitgeteilt hat.

Symbolfoto: Wolfgang Tischler

Montabaur. In jüngerer Vergangenheit wurde aus den hessischen Nachbarkreisen über etliche Staupefälle bei Füchsen berichtet. In Rheinland-Pfalz sind zwar über Jahre keine Fälle registriert worden, allerdings wird auch nicht systematisch auf Staupe untersucht. „Infektionskrankheiten wie die Staupe gehören zum Kreislauf der Natur“, erläutert Amtstierarzt Wolfram Blecha. Insofern sei der jetzt festgestellte Fall zwar ein interessanter Befund, aber kein Grund zur Aufregung, zumal der Erreger trotz enger Verwandtschaft zum Masernvirus für Menschen ungefährlich ist.

Die Staupe ist eine meist tödlich verlaufende Virusinfektion, die bei Hunden, aber auch bei etlichen wild lebenden Fleischfressern vorkommt. Neben dem Fuchs sind zum Beispiel auch Wolf, Dachs, Marder, Wiesel und Waschbär empfänglich. Schlagzeilen machte die Seuche im Jahre 2002, als an den Stränden von Nord- und Ostsee mehr als 20.000 Seehunde an dem Staupevirus verendeten. Als Symptome der Krankheit werden je nach Verlaufsform zentralnervöse Störungen, Erbrechen und Durchfall, Augen und Nasenausfluss oder Atembeschwerden beobachtet.



„Die häufigste Übertragungsart ist der unmittelbare Kontakt“, erklärt Wolfram Blecha. „Da das Staupevirus außerhalb des Körpers einige Tage infektionsfähig bleibt, können sich Hunde aber auch mittelbar an Ausscheidungen von infizierten Wildtieren anstecken.“ Dennoch – so Blecha – käme die Krankheit bei Hunden selten vor, da die Staupeimpfung eine weitgehend sichere Prophylaxe bietet und zum Standard-Impfprogramm gehört. Katzen würden dagegen nicht gegen Staupe geimpft, da sie sich zwar mit dem Virus infizieren können, jedoch keine Krankheitsanzeichen zeigen.

Die Kreisverwaltung beantwortet unter der Telefon-Nummer 02602 124 586 Fragen zum Thema Tierseuchen und nimmt entsprechende Hinweise entgegen. (Pressemitteilung der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises)


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

.: Neu bei Instagram :. => @kuriere_news

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Wäller ALLEenweg: Inklusiver Rad- und Wanderweg für alle

Der Wäller ALLEenweg zwischen Westerburg und Wallmerod ist ein Vorzeigeprojekt für Inklusion und nachhaltige ...

Großes Treffen der Ahmadiyya-Muslime in Mendig erwartet

Am kommenden Wochenende wird Mendig in Rheinland-Pfalz zum Zentrum für eine große muslimische Versammlung. ...

Widerstand und Freiheit: Eine Lesung über Cato Bontjes van Beek

Das Keramikmuseum Westerwald bietet nicht nur eine beeindruckende Ausstellung von Jan Bontjes van Beek, ...

Einbruch im Schützenhaus von Hachenburg gescheitert

In Hachenburg versuchten unbekannte Täter, in das Schützenhaus einzubrechen. Obwohl sie gewaltsam ins ...

Aktualisiert: Explosion in Koblenzer Autowerkstatt - Jugendlicher schwer verletzt

In einer Autowerkstatt in Koblenz ereignete sich eine Explosion, die einen jungen Auszubildenden schwer ...

Wehrdienstreform: 16.800 junge Männer in Rheinland-Pfalz betroffen

Ab dem kommenden Jahr stehen für viele junge Männer in Rheinland-Pfalz Veränderungen an. Die Reform des ...

Weitere Artikel


Landratswahl im Westerwaldkreis am Sonntag, 7. Mai

Am Sonntag, 7. Mai, sind die Bürgerinnen und Bürger des Westerwaldkreises zur Landratswahl aufgerufen. ...

Verkehrsunfallflucht nach Parkplatzkollision

Die Polizeiinspektion Montabaur sucht Zeugenaussagen, die zur Feststellung eines unbekannten Unfallverursachers ...

Landrat Schwickert kam nach Lochum

Auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes Hachenburg hatten Mitglieder und Gäste die Gelegenheit kurz vor ...

Prüfung an Katharina Kasper Akademie erfolgreich bestanden

Elf Teilnehmer der Weiterbildung zur staatlich anerkannten Praxisanleitung und drei Teilnehmer der Weiterbildung ...

Willkommenszeremonie in Qingdao für Westerburger Schülergruppe

Die China-Delegation der Berufsbildenden Schule Westerburg, die in Qingdao weilt, konnte an ihren Tag ...

Gemeinsam die Flora und Fauna des Westerwaldes erkunden

Der Naturschutzbund (NABU) bietet am kommenden Wochenende im Rahmen des Projektes „ArtenFinder Rheinland-Pfalz“ ...

Werbung