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Nachricht vom 28.03.2017    

Plastikfreie Kosmetik selbst herstellen

Greenpeace Westerwald bietet am Montag, 3. April, ein Seminar zum Thema plastikfreie Kosmetik im Reginalladen "Unikum" in Altenkirchen an. "Wir wollen kein Plastik auf der Haut – Natürliche Kosmetik leicht selbstgemacht" hießt es nach einem Vortrag.

Altenkirchen. Greenpeace Westerwald lädt am 3. April, ab 19 Uhr in den Regionalladen Unikum nach Altenkirchen zu dem Seminar "Plastik abschminken: Kosmetik selbst herstellen" ein. Das Abendprogramm beginnt mit einer Präsentation von Jessica Weller, als Einführung in die Thematik. Anschließend stehen Raum und Zeit für Diskussion und Fragerunde zur Verfügung, sodass sich Interessierte einbringen können und ein offener Austausch stattfindet. Zudem informiert Greenpeace Westerwald über diverse praktische Tipps für den Alltag, um die mit Plastik angereicherten Produkte ersetzen zu können.

Nach Vortrag und Diskussion geht es dann in die Praxis – verschiedene Peelings und Zahncreme werden gemeinsam selbst hergestellt. Die dazu notwendigen Materialien sind vor Ort vorhanden. Weiterhin liegen Ratgeber und Infoflyer zum Thema aus und die selbstgemachte Kosmetik darf natürlich auch mit nach Hause genommen werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten, per E-Mail an: info@westerwald.greenpeace.de oder telefonisch unter 0171-1791907.

Es ist nicht lange her, da gaukelte uns die Werbung vor, Mikroperlen in Zahnpasta seien besonders gute Schleifmittel und unverzichtbar für die Mundhygiene. Heute steckt hierzulande zwar kein Hersteller mehr Mikrokügelchen aus Plastik in die Zahnpasta. Aber: Was ist eigentlich mit anderen Produkten wie Peeling, Duschgel, Bodylotion oder Make-up? Und: Welche Kunststoffe kommen darin eigentlich sonst noch vor? Als Verkaufsargument haben die Mikroperlen sicherlich ausgedient. Aber wer einen genauen Blick in die Liste der Inhaltsstoffe wirft und über ein solides Chemiewissen verfügt, erlebt eine böse Überraschung. Kunststoffe (inklusive Silikone) – in fester, flüssiger, gel- oder wachsartiger Form – verstecken sich im schwer lesbaren Kleingedruckten hinter Zungenbrechern wie z.B. Acrylates/C10-30, Alkyl Acrylate, Cross-polymer oder Polyquaternium-68.




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Die winzigen Kügelchen, Granulate und Pulver dienen als Schleifmittel, Filmbildner, Bindemittel oder Füllstoff. Und werden täglich den Abfluss hinuntergespült. Das Problem dabei: Die Kunststoffe gelangen teils ungefiltert in unsere Flüsse und Meere – und letztlich in die Nahrungskette. Wissenschaftler haben bereits in kleinstem Plankton, Fischen oder Meeresfrüchten solche Kunststoffe nachgewiesen. Wie gut, dass Naturkosmetik vollständig ohne Plastik auskommt und selbstgemachte Kosmetik garantiert plastikfrei ist. Denn: Wer schmiert sich denn gerne Plastik ins Gesicht?!


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