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Nachricht vom 03.02.2017    

Polizei warnt vor Betrügern mit Enkeltrickmasche

Bereits am Donnerstag kam es in Bad Ems zu drei versuchten Betrugshandlungen mit der sogenannten Enkeltrickmasche. Am Freitagmorgen, 3. Februar, kam es dann in Wirges und Höhr-Grenzhausen ebenfalls zu zwei weiteren Versuchen. In allen Fällen waren ältere Menschen Opfer der Betrüger.

Symbolfoto WW-Kurier

Montabaur. Die Vorgehensweise ist eigentlich immer dieselbe: „Rate Mal, wer hier am Telefon ist." So oder ähnlich melden sich Enkeltrickbetrüger. Sie geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und täuschen eine finanzielle Notlage vor. Entweder wird ein Unfall als Grund aufgeführt oder der Kauf einer Immobilie oder eines Autos erfordere die sofortige Zahlung eines hohen Geldbetrages. Die Lage wird immer als äußerst dringlich dargestellt. Durch wiederholte Anrufe werden die Opfer zusätzlich unter Druck gesetzt. Der angebliche Enkel gibt an, dass jemand anderes das Geld abholen kommt, weil man selbst verhindert sei.

Der Enkeltrick wird von Banden mit klar verteilten Rollen begangen. Der Anrufer sitzt oft im Ausland. Ein Logistiker koordiniert die Täterteams, die bereits mit einem PKW in der zuvor festgelegten Region sind. Das Team hat die Aufgabe, das Anwesen des potentiellen Opfers zu überwachen, ob möglicherweise die Polizei vor Ort erscheint.



Zudem beobachtet es das Opfer auf dem Weg zur Bank. Denn wenn der Betroffene die geforderte Summe Zuhause nicht parat hat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten werden die Opfer sogar instruiert, wie sie sich zu verhalten haben, wenn Bankangestellte nachfragen oder das Geld nicht auszahlen wollen.


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