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Nachricht vom 14.01.2017 - 16:18 Uhr    

Wirgeser haben jetzt wieder eine „Gute Stube“

Mit den offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten am Samstag, den 14. Januar hat die komplette Sanierung des Bürgerhauses in Wirges ihren Abschluss gefunden. Nach dem Beginn der Planungsphase im Jahr 2014 und Investitionen seitens der Stadt in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro in die energetische Sanierung haben die Wirgeser Bürger ihre „Gute Stube“ nun endlich wieder.

Daran müssen sich die Wirgeser noch gewöhnen: Von außen ähnelt das Bürgerhaus eher einem Energieversorgungsunternehmen. Hier soll künftig „Kunst am Bau“ Abhilfe schaffen. Fotos: menzel-online.de

Wirges. Die offizielle Eröffnung für Wirgeser Bürgerinnen und Bürger und Gäste begann am Freitag mit einem Galakonzert der Rheinsirenen. Fünf junge Frauen, die klassische und Pop-Musik, Jazz und Rhythm and Blues gekonnt miteinander verbinden, sorgten für eine Augenweide und einen Ohrenschmaus gleichermaßen.

Am Samstag begann mit einer ökumenischen Segensfeier die Eröffnung durch Bürgermeister Andreas Weidenfeller. Anschließend hatten die Wirgeser Vereine die Möglichkeit, sich und ihr Angebot im neuen Bürgerhaus zu präsentieren. Neben diesen Beiträgen der Vereine wurde in mehreren Präsentationen das neue Bürgerhaus vom ersten Hammerschlag bis hin zu den heutigen Nutzungsmöglichkeiten vorgestellt.

Schon vor zehn Jahren hatte sich die Stadt Wirges erstmals mit der Frage beschäftigen müssen, wie das Bürgerhaus wieder in einen annehmbaren, sicheren und rechtlich einwandfreien Zustand versetzt werden könne. Forderungen des TÜV, der Stolperfallen am Boden der Halle bemängelte, fehlende Barrierefreiheit, Mängel beim Brandschutz und Defizite bei der energetischen Ausgestaltung machten ein Handeln unumgänglich. Neben einer neuen Lüftungs- und Heizungsanlage wurden insbesondere die Forderungen des TÜV (neuer Boden ohne Stolperfallen) und des Brandschutzes (neue Decke) umgesetzt. Für eine bessere Energiebilanz erhielt das Bürgerhaus neue Fenster und eine Außendämmung.

„Mit dem Ergebnis können alle Beteiligten sehr zufrieden sein“ betonte Weidenfeller in seiner Eröffnungsansprache. Auch aus der Bevölkerung kamen erste positive Rückmeldungen zum gelungenen Konzept. Problematisch ist der optische Eindruck durch die Lüftungsanlagen auf dem Dach des Bürgerhauses. Hierfür wird im Rahmen von „Kunst am Bau“ ein Wettbewerb ausgeschrieben. In einem ersten Schritt wurden sechs Künstler zugelassen, die ihre Projekte jetzt einreichen werden.

Mit den neuen Möglichkeiten wurden auch neue Schritte der Vermarktung vorgenommen. So wurde das Bürgerhaus selbst in einer eigenen Homepage (www.buergerhaus-wirges.de) dargestellt. Hier findet der interessierte Besucher alle wichtigen Informationen zu Nutzungsmöglichkeiten des Hauses, zu Bestuhlungsplänen, zur technischen Ausstattung, zu Kontaktdaten, zu Parkmöglichkeiten und Anfahrwegen sowie einen Kalender zu Veranstaltungen und Terminvormerkungen. Durch die mögliche Trennung des Saales durch feste, aber mobile Trennwände, hat die Stadt jetzt einen großen Saal, der in drei Teile geteilt werden kann, und das Foyer.

Fast alles kann zusammengestellt werden: zwei Saaldrittel, Saal und Foyer oder mittlerer Teil mit Foyer. Im mittleren Teil befindet sich die Bühne. Die Zahl der Plätze reicht von 220 bei Stuhlreihen nur im mittleren Teil bis zu 900 Plätzen bei Nutzung des gesamten Saales und des Foyers. An Tischen können bis zu 750 Plätze angeboten werden.

Der Saal bietet sich insbesondere für kulturelle Veranstaltungen an, da hier mit der neuen Beschallungsanlage und der verbesserten Akustik die Voraussetzungen für zum Beispiel Sprechtheater, aber auch Konzerte gegeben ist. Im Foyer sind insbesondere kleinere Feiern, Hochzeiten und Geburtstage vorgesehen. Aufgrund der vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten bietet sich das Bürgerhaus auch für Tagungen oder Tagesveranstaltungen von Gewerkschaften, Firmen oder caritativen Organisationen an. In den Tagungsräumen Samobor und Montchanin steht Technik für Sitzungen von 10 bis 100 Personen zur Verfügung. Auch der Jugendraum im Keller, der in Absprache mit der Jugendvertretung noch eingerichtet wird, kann für kleinere Tagungen genutzt werden. -wmz-



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