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Nachricht vom 09.01.2017    

Nitrat im Trinkwasser – in Hachenburg kein Problem

Die in den vergangenen Tagen verlautbarten Meldungen, wonach ausweislich des Nitratberichts des Bundesumweltministeriums auch in einigen Regionen von Rheinland-Pfalz erhöhte Nitratkonzentrationen im Grundwasser zu verzeichnen sind, nehmen die Verbandsgemeindewerke Hachenburg zum Anlass, auf die im Internet unter http://www.hachenburg-vg.de/leben-wohnen/wasser-und-abwasserwerk/trinkwasseranalysen.html veröffentlichten Trinkwasseranalysen hinzuweisen.

Symbolfoto WW-Kurier

Hachenburg. Nach der Trinkwasserverordnung, deren Einhaltung eine ganze Reihe von mikrobiologischen und chemischen Kenngrößen umfasst, wird der Grenzwert bei Nitrat von 50 Milligramm pro Liter mit einem Durchschnittswert von 11,5 Milligramm pro Liter bei der hiesigen Wasserversorgung deutlich unterschritten. Selbst der bei der Hälfte liegende Grenzwert in der Schweiz wird im Bereich der Verbandsgemeinde Hachenburg in keinem Fall erreicht.

Einer der wesentlichen Gründe für hohe Nitratkonzentrationen ist eine übermäßige Düngung land-wirtschaftlicher Flächen – beispielsweise mit der Gülle aus intensiver Tierhaltung oder gar Massen-tierhaltung.

Neben der aus landwirtschaftlicher Sicht konsequenterweise zunächst gebotenen stofflichen Verwertung der Gülle erhofft man sich nicht selten auch einen übernatürlichen Ertrag aus der konzentrierten Düngung.

Man verkennt hierbei jedoch, dass der Boden überhaupt nicht in der Lage ist, unbegrenzt viel Nitrat aufzunehmen und überschüssige Mengen vom Regen ausgewaschen und in das Grundwasser oder Gewässer eingetragen werden. Zuviel Dünger schadet demnach nicht nur dem Grundwasser, das technisch aufwändig und kostenintensiv aufbereitet werden muss, sondern führt auch zur Eutrophierung der Gewässer.



Man erhofft sich Abhilfe durch eine inzwischen im Kabinett verabschiedete Novelle der Düngemittelverordnung, die übrigens seit Anfang 2015 bereits für die Klärschlammausbringung gilt und insoweit die stoffliche Verwertung mehr und mehr an Bedeutung verlieren lässt. Dort ist der Weg zu einer zukünftigen thermischen Verwertung vorgezeichnet.

Ob diese planmäßig Anfang des Jahres im Bundestag zu verabschiedende Verordnung zu einer Verbesserung der Situation beitragen kann, ohne, dass die gesamte Agrarpolitik auf den Prüfstand gestellt wird, bleibt jedoch abzuwarten.


Lokales: Hachenburg & Umgebung
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