Werbung

Nachricht vom 17.12.2016    

Werbering Hachenburg will sich wehren

Das weihnachtlich geschmückte Hachenburg mit seiner herrlichen Kulisse am Alter Markt ist nicht nur am Weihnachtsmarkt immer gut besucht. Die Einzelhändler sind mit großem Einsatz bemüht, die Stadt lebens- und liebenswert zu erhalten. Dass die Hachenburger Innenstadt seit Wochen für rechtsradikale Aufmärsche missbraucht wird, ärgert nicht nur die Geschäftsleute des Werberinges. Einen leidenschaftlichen Appell richtet der Vorsitzende des Werberinges an die Genehmigungsbehörden, den jetzt angesagten Aufmarsch in ein anderes Gebiet der Stadt zu verlegen.

Das wunderschöne Stadtzentrum ist in der Adventszeit nicht nur zum Weihnachtsmarkt beliebt, hier sind engagierte Geschäftsleute, die auf die Kunden angewiesen sind und das gerade in der Weihnachtszeit. Foto: Reinhard Panthel

Hachenburg. Der Vorsitzende des Hachenburger Werberinges, Karl-Josef Mies ist schlichtweg stocksauer. Wie er erfuhr und wie es bereits veröffentlicht wurde, soll am Donnerstag, 22. Dezember erneut eine Demonstration in der Innenstadt stattfinden. Für ihn ist das Maß jetzt voll, denn die Innenstadt und die Geschäfte sind gerade an den Tagen so kurz vor dem Fest auf ihre Geschäfte angewiesen.

Mies appelliert an die Verantwortlichen, den Demonstranten einen anderen Platz zuzuweisen. „Es gibt genug Plätze und Räume in der Stadt, aber ausgerechnet an den umsatzstarken Tagen im Weihnachtsgeschäft die Innenstadt zu blockieren, das geht nicht“, schimpft der Vorsitzende. Er rief seine Mitglieder zum Protest auf.

Im Telefonat mit dem WW-Kurier berichtet Mies, dass es da nicht nur um den angesagten Termin 18 Uhr geht. So rückten bei der letzten Demo bereits am Nachmittag die Polizeikräfte in der Stadt an, um zu kontrollieren und entsprechend zu sperren. „Dafür habe ich kein Verständnis, das schädigt unsere noch vorhandenen Geschäfte in der Innenstadt, denn die Kunden bleiben weg oder kommen gar nicht erst bis zum Ladenlokal“, erklärte Mies. Aus eigenem Erleben schildert er die Kontrollen, die ihn selbst erwischten, als zuletzt die 17 Demonstranten eines rechtsradikalen Bündnisses in Hachenburg aufmarschierten und natürlich auch die Gegendemonstranten.



„Ich will ja die freiheitlich-demokratischen Grundwerte, dazu gehört auch das Demonstrationsrecht, nicht einschränken und antasten, aber so geht es auch nicht. Wir leiden hier unter dieser Situation seit Wochen und ich empfinde es als glatte Unverschämtheit, wenn das jetzt wieder genehmigt wird“, sagte Mies. Die Geschäftsinhaber hätten auch Grundrechte und die würden massiv eingeschränkt.

Außerdem sollte bei der verantwortlichen Genehmigungsbehörde auch das Wort „Weihnachtsfriede“ einziehen, und solche Aufmärsche zwei Tage vor dem Fest nicht genehmigt werden. Oder eben an einem anderen Platz, der überschaubar ist und wo niemand in seiner Berufsausführung behindert wird. Denn das geschieht seit den Aufmärschen auf dem Alter Markt und Neumarkt. Schon jetzt gebe es einen deutlichen Rückgang der Besucher und Kunden zu verzeichnen. (hws)


Lokales: Hachenburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

.: Neu bei Instagram :. => @kuriere_news

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Vielfalt und Innovation: Tag der offenen Tür an der Nelson-Mandela-Schule Dierdorf

Am 22. November öffnete die Nelson-Mandela-Schule in Dierdorf ihre Türen für Interessierte, um einen ...

Verkehrsunfall mit Fahrerflucht in Bad Marienberg

In Bad Marienberg ereignete sich am späten Nachmittag des Sonntags (30. November 2025) ein Verkehrsunfall, ...

Einladung zum Adventskonzert: Musik, Atmosphäre und eine besondere CD-Premiere

Die Vorfreude auf Weihnachten bekommt in Kirburg eine musikalische Note. Am Sonntag, 14. Dezember 2025, ...

Ein Leuchtturm der Chancengleichheit: Die Förderschule am Rothenberg wird "Schule der Zukunft"

Die Förderschule am Rothenberg darf sich künftig "Schule der Zukunft" nennen. Mit dieser Auszeichnung ...

Brand von Altkleidercontainern in Westerburg: Ursache unklar

In Westerburg brannten in der Nacht von Samstag auf Sonntag (29./30. November 2025) zwei Altkleidercontainer. ...

Musikalischer Adventsabend in Ransbach-Baumbach

Am 3. Advent findet in Ransbach-Baumbach ein besonderes Chor- und Orchesterkonzert statt. Besucherinnen ...

Weitere Artikel


Landesverdienstorden für Brunhilde und Winfried Weber aus Hachenburg

„Unsere Demokratie lebt davon, dass sich Bürger und Bürgerinnen für das Gemeinwohl einsetzen. Das ist ...

Höhepunkte rund ums Rennrad

Andere fahren mit vermeintlich sportlichen Autos unsportlich stundenlang im Kreis herum. Sie aber fahren ...

Neujahrskonzert mit dem Diezer Instrumentalensemble

Zum traditionellen Neujahrskonzert im Rahmen der 36. Geistlichen Abendmusik lädt Dekanatskantor Jens ...

Lese-Geschichte zum 4. Advent

Alle Weihnachtsgeschenke gekauft und verpackt? Oder noch im Stress auf der Suche nach dem ultimativen ...

NRW sucht Regionsschreiber/in

Zehn Kulturregionen in Nordrhein-Westfalen, darunter auch Südwestfalen und das Bergische Land suchen ...

Maxwäll Energiegenossenschaft übergab Spenden

Die Energiegenossenschaft Maxwäll übergab Spenden für insgesamt vier Projekte in der Region. Diese Form ...

Werbung