Werbung

Nachricht vom 04.12.2016    

Wer den richtigen Weg erkennt, verzichtet auf Umwege

Nicht nur zur Weihnachtszeit sieht man viele hektische Leute, die rast- und ratlos umher irren: „was schenke ich, wo finde ich was“ - und nicht selten suchen sie ihr Heil im Internet. Zeitgleich werden auch Prospekte und Flugblätter verteilt und beachtet. Genau dieses Verhalten ist auch in der politischen Landschaft zu beobachten.

Grafik: Rosemarie Moldrixck

Region. Zurzeit sind wieder verstärkt Aktivitäten zu beobachten, mit denen die "Weltverbesserer" ihre trügerischen Parolen anbieten. Um Pegida im Osten der Republik ist es im Moment zum Glück etwas ruhiger geworden. Das heißt nicht, dass sie aufgegeben haben. Sie ruhen sich nur aus für den Kampf zur Bundestagswahl 2017. Aber auch hier, bei uns im Westerwald, bildet sich deutlich erkennbar ebenfalls eine solche Subkultur. Mit gleichen Methoden und den gleichen wirren Zielen - nur unter anderem Namen.

Noch in guter Erinnerung die Aufmärsche mit denen vielerorts gegen das Aufnahmelager für Flüchtlinge auf dem Stegskopf demonstriert wurde. Was dabei alles so zu hören war, einfach nur schrecklich. Unglaublich, wenn man erkennt, welche Wirrköpfe aktiv waren. Alles vorbei? Von wegen, jetzt ist der geplante Bau einer Moschee in Hachenburg Ziel fremdenfeindlicher Attacken. Zurzeit ganz schlimm die Aktivitäten von einer sogenannten „BPE - Pax Europa“ und dem „dritten Weg“ mit Ausreisevorschlägen.

Was kann man dagegen tun? Das Achselzucken der etablierten Parteien ist der falsche Weg. Parolen gegen Parolen ändern gar nichts. Nur wer den „richtigen Weg“ glaubhaft vorgibt und selbst danach handelt, der findet auch wieder Mehrheiten. Bürger, die das erkennen brauchen nicht den Umweg über den „dritten Weg“ oder drei Buchstaben zu suchen, wenn sie den „richtigen Weg“ der gewählten Volksvertreter erkennen.



Ein deutliches Beispiel für Versagen liefert die politische Auseinandersetzung mit dem „Bau der Moschee in Hachenburg“. Eine Moschee ist ein islamisches Gotteshaus. Auch dann noch, wenn die politischen Schlaumeier den Bau schmackhafter Gebetshaus, Versammlungsraum oder Kulturzentrum nennen. Es geht den Bürgern nicht um eine Moschee, sondern um den oder die Betreiber.

Die Bevölkerung hat nicht ohne Grund etwas gegen DITIB, den verlängerten Arm des türkischen Präsidenten Erdogans. Denn solange dieser Despot Journalisten mundtot macht, Lehrer und Justizbeamte einsperrt, die Opposition zerschlägt und selbst deutschen und europäischen Abgeordneten den Weg zu Gesprächen verweigert, ist das mit demokratischen Werten nicht vereinbar. Und wenn es dann außer ein paar harmlosen kritischen Worten dazu nichts von Regierenden gibt, sollten Bürger wachsam sein. Wurden da gerade mit dem Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU auch die demokratischen Grundprinzipen verkauft? So lange die Politik den suchenden und fragenden Menschen den „richtigen Weg“ als Leitlinie nicht vorgibt, wird sie sich mit den politischen Schwärmern und Populisten der rechten Szene auseinandersetzen müssen.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Neujahrstagung im Wildpark Westerwald: Große Pläne für die Zukunft

Der Wildpark Westerwald im Buchfinkenland hat ambitionierte Ziele für das kommende Jahr. Bei einer Neujahrstagung ...

Die Trockensitzung in Staudt erfüllte alle Erwartungen

"Chapeau", Staudt: was die kleine Ortsgemeinde gestern (23.Januar) zum Auftakt der Karnevalssitzungen ...

Sachverständigentag in Koblenz: Einblicke in die Welt der Gutachter

Am 26. März findet im Zentrum für Ernährung und Gesundheit in Koblenz eine besondere Veranstaltung statt. ...

Unwetterwarnung vor Glatteis im Westerwaldkreis und Umgebung

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung für den Westerwaldkreis, den Kreis Neuwied ...

Verschwundene Asylbewerber in Rheinland-Pfalz: CDU fordert Aufklärung

In Rheinland-Pfalz sind 923 Asylbewerber abgängig, darunter auch Personen mit negativem Asylbescheid. ...

Hachenburger Schule tritt Netzwerk gegen Rassismus bei

Die Realschule plus und Fachoberschule „Hachenburger Löwe“ gehören ab sofort dem Netzwerk „Schule ohne ...

Weitere Artikel


Fahren ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheitsfahrt

Bei einer Verkehrskontrolle zwischen Stockhausen-Illfurth und Eichenstruth stellte die Polizei einen ...

Diebstahl, Brände und betrunkener Autofahrer

Die Polizei Westerburg musste Gemischtes bearbeiten: Diebstahl aus einer Gartenlaube in Winnen, Brand ...

Neuerscheinung zur ältesten Militärakademie der Welt

Die 1616 von Johann VII. Graf zu Nassau-Siegen (1561-1623) im Oberen Schloss zu Siegen gegründete „Ritter- ...

Aufruf Gastsänger Westerburg

Bluesmann Chris Kramer lädt wieder zu seinem traditionell-ungewöhnlichen Weihnachtskonzert am Sonntag, ...

Die Vorlesegeschichte zum 2. Advent

Im neuen Buch von Autor Ludwig Kroner "Kölsche Weihnachtsfreude" gibt es fröhliche und traurige Geschichten, ...

Auf freie Fahrt für freie Bürger muss noch gewartet werden

Im Zentrum des Hachenburger Stadtteils Altstadt ist an der Steinebacher Straße ein bisher störendes Nadelöhr ...

Werbung