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Nachricht vom 21.11.2016    

Passenden Arbeitsplatz gefunden

Fremdes Land, fremde Sprache – aber der Berufswunsch ist gleich geblieben. Abdulrabi Rahimi möchte nach seiner Flucht einen Neuanfang mit einer Ausbildung zum Friseur starten. Der 18-Jährige stammt aus Afghanistan und hat gemeinsam mit seiner Familie inzwischen in Selters sein neues Zuhause gefunden. Aufgrund der politischen Lage entschlossen sich seine Eltern, gemeinsam mit ihm und seinen beiden Geschwistern Amirkhan und Hadiya zu fliehen.

Abdulrabi Rahimi (1.v.l.) und Ingo Schmidt (6.v.l.) beim Besuch von Isabella Horz, Melina Haubrich und Bürgermeister Klaus Müller (2.-4. v.l.) im Salon „Haarmonie“. Foto: privat

Selters. Die Familie fand über den Helferkreis von Diakonie und Verbandsgemeinde schnell Anschluss und durch die Teilnahme an einem Deutschkurs war der erste Schritt zur Integration getan.

Mit Hilfe des Netzwerks konnten Rahimis schnell Fuß fassen. So zog die Familie bereits nach kurzer Zeit von Marienrachdorf nach Selters, weil sie sich von dort bessere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt versprach. Abdulrabi Rahimi kam dann sehr schnell auf die Verbandsgemeindeverwaltung und die Diakonie zu und traf dann mit Friseurmeister Ingo Schmidt einen Menschen, der bereit war, ihm zu helfen. Im vergangenen Monat absolvierte er daraufhin ein Praktikum in Ingo Schmidt´s Salon „Haarmonie“ in Selters.

Wie Abdulrabi im Gespräch mit Bürgermeister Klaus Müller, Isabella Horz vom Diakonischen Werk, Melina Haubrich von der Verbandsgemeindeverwaltung und Ingo Schmidt versicherte, fühlt er sich in Selters sehr wohl. „Es ist zwar aufgrund der kulturellen Unterschiede etwas schwieriger, mit Deutschen ins Gespräch zu kommen, aber wirklich groß sind die Unterschiede nicht“ so Rahimi. Er ist froh, seiner Wunschtätigkeit einen großen Schritt näher gekommen zu sein.



Sein Chef, Ingo Schmidt, war sehr angetan von Abdulrabis Engagement. Besonders lobte er die bereits sehr guten Deutschkenntnisse. Seine Kundinnen und Kunden hätten durchweg positive Rückmeldungen zu ihm gegeben. Er kann sich gut vorstellen, ihn nach dem nächsten Deutschkurs auch als Lehrling zu beschäftigen.

Bürgermeister Klaus Müller äußerte die Hoffnung, dass sich weitere Arbeitgeber finden lassen, die bereit sind, Flüchtlingen einen Praktikums- oder Arbeitsplatz anzubieten. Die Verbandsgemeindeverwaltung hat in den letzten Wochen nochmals - mit allen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Flüchtlingen - intensive Gespräche zu einer möglichen Arbeitsaufnahme geführt. So sind über den Gärtner, den Koch bis hin zum Steinmetz etliche Berufe vertreten. Klaus Müller erläuterte, dass man auch weiterhin nach Beschäftigungsstellen für die Menschen suchen werde.

Interessierte Arbeitgeber können sich gerne bei dem zuständigen Fachbereichsleiter der Verbandsgemeindeverwaltung Selters, Oliver Fender (Telefon 02626/764-26 oder Mail Oliver.Fender@selters-ww.de), melden.


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