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Nachricht vom 20.11.2016    

Gute Stimmung bei der Westerwälder-Wurst-Wanderung

Die Wetterprognosen für die 13. Auflage der Westerwälder-Wurst-Wanderung verhieß nichts Gutes. Regen für die Morgenstunde und ungemütliche Temperaturen waren angesagt. Doch die Verantwortlichen des Vereins „Historica“ wurden als Anbieter des „WWWWW“ (Wester-Wälder-Wurst-Wander-Weg) wieder einmal nicht enttäuscht. Als um neun Uhr das Kassenhäuschen an der Freizeitanlage geöffnet wurde war es wie die Jahre zuvor: Eine lange „Menschenschlange“ musste von den Kassierern abgearbeitet werden.

Schlechtes Wetter kennen Wäller nicht. Fotos: Klaus-Dieter Häring

Rotenhain. Regenschirme, Regenjacken und Regencapes waren zum Start für die ersten Kilometer der Wurstwanderung angesagt. Denn erst zur Mittagszeit zeigte sich die Sonne an den insgesamt elf Stationen, die von den über hundert Helferinnen und Helfer im Vorfeld aufgebaut und eingerichtet worden waren. Wer den Teilnehmerzettel genau studierte, entdeckte die eine oder andere zusätzliche Station. Dazu zählte ein Abstecher in den Stöffelpark oder für die Hundefreunde eine Rast an der Hundeschule.

Bevor jedoch die Extrastationen anstanden, galt es nach dem Kassenhäuschen die erste Station zu bewältigen. Hier wartete die erste deftige Westerwälder Spezialität in Form von heißer „Wurschtsopp“, die aus großen Kübeln ausgeschenkt wurde. Wem die Wurstsuppe nicht schmeckte, der hatte hier Gelegenheit sich die Finger an den vollen Bechern zu wärmen oder „ein Glühwein wäre auch nicht schlecht“.

Es ging mit deftigen Spezialitäten weiter. Von der Wurstsuppe ging es zur Leberwurst, hin zur Blutwurst, um bei der Fleischwurst einen weiteren Stempel zu erwerben. Überall waren fleißige Hände, die den vielen Wanderern aus nah und fern die Spezialitäten reichten. Wer noch nicht satt war, konnte an den Stationen Schwartenmagen, Pfefferbeißer oder Schmalzbrot seinen Hunger stillen.

„Über 2000 Leberwurstbrote wurden geschmiert“, war von Jennifer Pink an Station drei, der Horse & Castle Ranch Pink, zu erfahren. „Und es sind noch einige auf Abruf zu bekommen“. Dies hinderte aber Julia Müller aus Langenhahn nicht daran, ihre eigene Fleischwurst auszupacken. „Ich kann mit Schwartenmagen und Schmalz nichts anfangen“, gibt sie ehrlich zu, nimmt aber trotzdem in jedem Jahr wieder teil. Damit aber die angebotenen Spezialitäten, die sie für ihren Teilnehmerstempel bekam, auch genutzt wurden, hatte sie Opa Bernd dabei, der auch jedes Mal mitläuft und genießt. Laufen war dann das Stichwort für Julia Müller auf ihre neuen Laufschuhe zu zeigen: „Die habe ich mir extra für die Wurstwanderung gekauft“. „Absolut top“ fand an gleicher Stelle Diana Dillmann aus Salz die Wanderung. „Das Wetter hält uns nicht davon ab zu wandern“.

Kaufen war dann das Stichwort für Jürgen Schmidt aus Dornburg-Frickhofen. „Wir wollten uns eine Bahnkarte kaufen. Doch die Fahrt (20 Kilometer) hätte seinen Angaben nach 1:09 Stunden gedauert. „Da haben wir uns fahren lassen“, um gleich darauf mit seiner Frau Marion anzustoßen. Dies taten sie mit mitgebrachten Schnäpsen, obwohl es davon auf der Wanderstrecke einige zu genießen gab. „Wir fangen normal im Zug immer schon mal an“, erzählte mit einem Augenzwinkern Marion Schmidt.

„Es ist schön, dass die Leute dem Wetter trotzen“, zeigte sich Ortsbürgermeiser Thomas Ziomek begeistert von der Resonanz. Er mischte sich, in ein mittelalterliches Kostüm gekleidet, unter die Helfer an der Burg, der letzten Station. Lob fand er vor allem für die vielen Helfer aus dem Ort und der näheren Umgebung von Rotenhain. Unterstützung gab es in diesem Jahr für „Historica“ zum ersten Mal von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas-Werkstatt. Hier sorgte „Wurstmeister“ Klaus Berger für heiße Fleischwurst. Diese ließ sich auch der achtjährige Maximilian Jung aus Elbtal-Elbgrund schmecken. Seine Oma Bärbel Jung ist schon zum vierten Mal dabei und wird auch in Zukunft teilnehmen. „Wenn ich 70 bin, kann ich immer noch daheim sitzen“. kdh


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Kommentare zu: Gute Stimmung bei der Westerwälder-Wurst-Wanderung

1 Kommentar

Sehr schön, dass alles zur Zufriedenheit abgelaufen ist. Noch schöner wäre es, wenn man an den nachfolgenden Tagen nicht überall die Hinterlassenschaften der Teilnehmer sehen würde, wie leere Flaschen, Papier, Plastikbecher usw.. Besonders schön wäre es allerdings, wenn die männlichen Pinkler die Toiletten benutzen würden und nicht während des ganzen Tages, gut sichtbar unserem Haus zugewandt, auf einer nahen Wiese ihre Notdurft verrichten würden.
#1 von Reinhold Lakotta, am 20.11.2016 um 21:53 Uhr

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