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Nachricht vom 14.11.2016    

Prinzessin Nadja I. regiert Hundsangen

Hundsangen hat eine neue närrische Regentschaft. Nadja I. vom Löher Jagdschloss regiert in der kommenden Kampagne das Narrenvolk. Sie wurde in einer atemberaubenden Inszenierung unter tosendem Beifall zur Karnevalsprinzessin gekürt. Der Hundsänger Carnevalsverein bot großes Kino bei der diesjährigen Prinzenkürung.

Nadja I. vom Löher Jagdschloss bei ihrer Kürung. Fotos: privat

Hundsangen. Das Ambiente in der Hundsänger Ollmerschhalle stimmte wieder einmal. Bereits eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn war kaum noch ein Sitzplatz zu ergattern. Wer später kam, musste stehen. Bei dieser prächtigen Kulisse fiel es dem Sitzungspräsidenten des Hundsänger Carnevalvereins (HCV), Frank Göbel, nicht schwer, mit einem schwungvollen Vorprogramm das Narrenvolk auf die Inthronisierung der neuen prinzlichen Regentschaft einzustimmen. Das HCV-Juniorinnenballett, das HCV-Ballett, die Wambachlerchen, die Gipfelstürmer sowie die Gruppe Blechzinnober versetzten ihr Publikum in beste Feierlaune. Schließlich mussten das noch im Amt befindliche Prinzenpaar, Teresa I. und Daniel I. vom blauweißen Blut abdanken. Schweren Herzens und mit viel Wehmut, aber artig den närrischen Statuten gehorchend, stimmten sie dem Ende ihrer närrischen Herrschaft zähneknirschend zu.

Und dann war es so weit. Der Bühnenvorhang schloss sich, der Saal verdunkelte sich. Eine geheimnisvolle Musik setzte ein, mystische Motive wurden sichtbar. Eine Stimmung, die eine kollektive Gänsehaut erzeugte. Der Vorhang öffnete sich und eine spektakuläre Aktion floss harmonisch in die andere über. Lasershow-Produktionen, begleitet von Flammen-, Nebel- und Lichteffekten, versetzten das Publikum in eine Traumwelt. Als nach dem „so-und-so-vielten“ Vorhang im Scheinwerferlicht ein Palazzo im florentinischen Stil als Kulisse erschien, brandete bereits ein gigantischer Jubelschrei auf. Die Spannung wurde auf den Höhepunkt getrieben, als sie schließlich auf dem Balkon ihres Palastes imaginär einschwebte. Die Reaktion des Publikums war mit der nach einem entscheidenden Endspieltor der Fußballweltmeisterschaft vergleichbar. Ein unglaublicher Jubel. Hundsangen hat eine neue prinzliche Regentin: Prinzessin Nadja I. vom Löher Jagdschloss. Als sie unter einem sechs Minuten langen frenetischen Dauerapplaus majestätisch die Showtreppe hinunter glitt, da wurden unweigerlich Erinnerungen an große Hollywood-Filme wach. Das war ganz großes Kino.

Nachdem Nadja I. von ihren Vorgängern und vom Vereinsvorsitzenden Helmut Hönig mit den Insignien ihrer närrischen Macht ausgestattet worden war, stellte sie ihren Hofstaat vor: Adjutant Dominik von Turbo und Tacho, Hofdame Steffi von und zu Sterntaler, Hofdame Ann-Kathrin vom saloppen Hüftschwung und Schatzmeister Feller von Piepen und Penunzen.



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In ihrer spritzigen Antrittsrede versprach Nadja I. bis Aschermittwoch eine würdige Vertreterin der Hundsänger Narretei zu sein und alles Erdenkliche zu tun, um den Ruhm der Hundsänger Fastnacht zu mehren. Sie stellte sich dabei in einer erfrischenden und humorvollen und Art und Weise vor. Eine hübsche junge Frau, die viel Charme versprühte und gleichzeitig eine souveräne Persönlichkeit ausstrahlte. Hundsangen hat wieder einmal einen Volltreffer aus dem Zylinder gezaubert. Das Szenario und die Prinzessin waren eindeutig einander würdig.

Die neue Regentin bedankte sich ganz speziell bei dem Produzenten der Inszenierung, Wolfgang Gröschen sowie den Cheftechnikern Rüdiger Ginko, Wendelin Hennrich und Martin Ehinger stellvertretend für das gesamte Technikerteam für ihre außergewöhnlichen Leistungen und verlieh ihnen den Prinzenorden. Zenturio Clausius Carnevalis, alias Klaus Hannappel, wurde nun offiziell zum Zugmarschall des Karnevalsumzuges am Fastnachtsonntag 2017 geadelt.

Schließlich wurde der Siegerin des Zugslogan-Wettbewerbes, Susanne Eichmann, der Prinzenorden verliehen. Der Slogan für den am Fastnachtsonntag statt findenden Karnevalsumzug in Hundsangen lautet: „Blau-weiße Sterne leuchten so fein, hier bin ich Narr, hier darf ich’s sein“.

Nach gestrenger Aufforderung ihrer Lieblichkeit blieb Ortsbürgermeister Aloys Fein nichts anderes übrig, als den Schlüssel für die Gemeindekasse herauszurücken. Angeführt von Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder gliederte sich dann der Reigen der Gratulanten an.

Mit einem rauschenden Finale endete schließlich ein grandioses Spektakel, ein bombastischer Abend. Hundsangen hat es wieder einmal geschafft, ihr eigenes hohes Niveau zu toppen. Fantastisch. Chapeau!


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