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Nachricht vom 01.11.2016    

Halloween und die Werte einer zivilisierten Gesellschaft

Gespenster, "Untote", Vampire und sonstige Monster waren mit Einbruch der Dunkelheit und in der Nacht unterwegs. Halloween - ein gigantischer Markt mit Millionen Umsätzen und mit Millionen Sachschäden jedes Jahr. Da werden Kinder bereits zweckentfremdet und zu Erpressern erzogen.

Grafik: Rosemarie Moldrickx

Region. „Gib mir Süßes, sonst gibt es Saures“ , diesen Satz hörte ich am Abend des 31. Oktobers gleich mehrfach. Nun lasse ich mich ungern erpressen, ergo gab es nix Süßes. Allerdings konnte ich mir den Hinweis an die Kinder in hässlichen Kostümen, zum Teil in Begleitung der Eltern, nicht verkneifen, dass ich sehr wohl den Martinskindern mit Laternen und auch den Sternsingern wohlwollend gegenüber stehe und sie gerne wiederkommen dürfen.

Aber irgendwie unruhig geworden und mit Erinnerungen an vergangene Halloween-Verweigerungen blieb ich lange wach und jedes Geräusch verursachte Sorgen. Wie sieht das Auto aus oder die Hauswand? Ich hatte diesmal Glück.

Wenn man dann am Morgen die aktuellen Meldungen zur Halloween-Nacht verfolgt, wird mir Angst und Bange um die Gesellschaft in der ich lebe, deren Kultur und Werte wir doch alle verteidigen sollen. Da gibt es einen 72-Jährigen im Halloween-Rausch, der drei Polizisten verletzte, und letztlich in der Ausnüchterungszelle seinen Platz fand. Zehn Jugendliche, alle etwa 16 Jahre alt, mussten von Rettungssanitätern und Notärzten erstversorgt werden, einer wies 1,87 Promille bei der Atemluftkontrolle auf. Eine Seniorin wird zu Tode erschreckt, viele Autos werden beschädigt, Körperverletzungen gibt es reihenweise, die Polizeidienststellen in unseren drei Landkreisen hatten viel zu tun. Wie mag wohl die Bilanz auf Bundesebene aussehen?



Wie tief ist eine Gesellschaft gesunken, die ihre Kinder und Jugendlichen zu Erpressern nach amerikanischem Muster erzieht und sie nicht stoppt? Denn die Kelten, auf die man sich so gerne bei Halloween beruft, waren deutlich zivilisierter, sie achteten die Gemeinschaft und das Leben und Eigentum ihrer Mitmenschen. Das glaubt Else, kann man übrigens nachlesen.


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