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Nachricht vom 25.09.2016    

Qualitätssiegel „Bewegungskita Rheinland-Pfalz“

Rund 100 Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher trafen sich nun zum Austausch bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach. Dort wurden mehrere Modelle und verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. Schließlich ist der Entwicklungsprozess der zertifizierten Kitas ständig in Bewegung.

Die Bewegungsveranstaltung fand teils auch in der Sporthalle der Unfallkasse statt. Silvia Bender, Dozentin für Psychomotorik, referiert zum Thema „Die Kleinsten kommen in Bewegung“. Foto: Veranstalter

Region. Rund 100 Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher trafen sich nun zum Austausch bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach. Sie arbeiten in Einrichtungen, die vom Verein Bewegungskita Rheinland-Pfalz mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet sind. Hinter dem Zertifikat steht ein anerkanntes Konzept der Bildungs- und Gesundheitsförderung durch Bewegung. Es bietet viele Vorteile für Kinder, Eltern und Teams. „Sie kümmern sich intensiv in Ihrer Kita um die Kinder und fördern den wichtigen Baustein ‚Bewegung‘. Dafür möchte ich Ihnen und auch den Vereinsmitgliedern ganz herzlich danken. Sie leisten eine tolle Arbeit“, lobte Klaudia Engels, stellvertretende Geschäftsführerin der Unfallkasse. Sie sieht die jährlichen Treffen als geeignete Plattform zum Austausch und zur Wissensweitergabe.

„105 anerkannte Bewegungskitas gibt es in Rheinland-Pfalz, Tendenz steigend. Das Qualitätssiegel ist jeweils für vier Jahre gültig, danach muss es verlängert werden“, informierte Janka Heller, Vorsitzende Bewegungskita Rheinland-Pfalz. „Die Kitas, die wir einmal im Bewegungs-Boot haben, bleiben dabei und entwickeln den eingeschlagenen Weg ständig weiter“, ergänzte Jörids Gluch von der Unfallkasse, die sich auch als Vorstandsmitglied im Verein engagiert.

Großes Interesse fand der Beitrag von Silvia Bender, Dozentin für Psychomotorik. „In Alltagssituationen entwickeln bereits die Kleinsten ihre Beziehungs-, Handlungs- und Lernfähigkeiten. Beim Wickeln, Baden und in gemeinsamen Spielen nehmen sie Impulse auf. Sie führen einen bewegten Dialog mit ihren Bezugspersonen über Mimik, Stimme und Bewegungsausdruck“, erklärte die Expertin. Mit bewegten Kurzfilmen machte sie deutlich, wie Kinder in unsicheren Situationen ihr Bindungsverhalten aktivieren: durch Lächeln, Schreien, Jammern oder Anklammern. Wenn sie sich sicher fühlen, gehen sie auf „Weltentdeckung“, dafür benötigen sie Raum und Rahmen.



Neben vielen Spielideen erhielten die Teilnehmenden wertvolle Informationen über den Einfluss der Raumgestaltung auf die pädagogische Arbeit, insbesondere zur alltagsintegrierten Sprachförderung. Karin Reth-Scholten und Reinhard Liebisch, Vorstandsmitglieder Bewegungskita Rheinland-Pfalz, stellten mehrere Modelle und verschiedene Möglichkeiten vor, wie beispielsweise Spielebenen und Erlebnisbereiche bei Kita-Neubauten oder in bestehende Einrichtungen integriert werden können. Der Vortrag bot interessante Anregungen, um auch mit kleinerem Budget große Umgestaltungen für mehr Bewegung möglich zu machen. „Wir arbeiten zurzeit an einer Broschüre mit vielen praktischen Tipps, wie sich Eltern mit ihren Kindern in Bewegung bringen können. Auch die Erzieherinnen und Erzieher profitieren von den vielen Anregungen in dieser Veröffentlichung“, informierte Karin Reth-Scholten ein aktuelles Vereinsvorhaben, das mit Unterstützung des Bildungsministeriums und des Vereins zur Bewegungsförderung und Psychomotorik Landau umgesetzt wird.

Der Verein Bewegungskita Rheinland-Pfalz unterstützt, berät und begleitet interessierte Kitas kostenfrei auf dem Weg zu mehr Bewegung und zur Zertifizierung. Grundlage für dieses Siegel ist die Erfüllung aller Qualitätskriterien. Die detaillierten Anforderungen finden Interessierte unter www.bewegungskita-rlp.de im Servicebereich.



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