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Nachricht vom 12.09.2016    

Bewegender Abschied für den Pfarrer mit Ecken und Kanten

Zu behaupten, Pfarrer Christian Hählkes Abschiedsgottesdienst in der Höchstenbacher Kirche war „gut besucht“, wäre eine Untertreibung. Am Ende hatten die Gäste Schwierigkeiten, noch einen Platz im historischen Gotteshaus zu finden. Aber eigentlich ahnte man es ja schon: Wenn ein Original wie er nach stolzen 23 Jahren in Höchstenbach Adieu sagt, geht das vielen zu Herzen.

Zum letzten Mal auf der Kanzel der Höchstenbacher Kirche: Nach 23 Jahren sagt Pfarrer Christian Hählke seiner Gemeinde Adieu. Foto: Peter Bongard

Selters. Christian Hählke ist eine „Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, eine Bereicherung der evangelischen Vielfalt unserer Kirche“, wie es der Präses des Evangelischen Dekanats Selters, Michael H. Müller, formuliert – und was den Charakter des scheidenden Pfarrers ziemlich gut trifft. Hählke hat aus seinem Glauben und seiner Meinung nie ein Geheimnis gemacht und wurde für diese klare Kante oft geschätzt. Auch von seiner Kollegin Ilona Fritz, der Stellvertretenden Dekanin: „Die Jahreslosung 1993, also die Deines ersten Jahres in Höchstenbach, lautete: ,Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen’. Das passt zu Dir“, sagt sie lächelnd.

Aber Hählke ist mehr als der meinungsfreudige Protestant. „Du bist auch jemand, der weiß, was Menschen ausmacht und nach dem sucht, was sie bewegt“, sagt Ilona Fritz. Was ihn selbst besonders bewegt, sind Glaube, Liebe und Hoffnung; mit der Liebe als wichtigste dieser drei christlichen Tugenden. „Nur was in der Liebe geschieht, kommt von Gott. Wenn sie fehlt, ist alles andere umsonst“, sagt Hählke während seiner Abschiedspredigt und bringt damit den Gedanken Paulus’ in seiner typischen Art auf den Punkt.

Typisch für Hählke ist und bleibt auch die Musik, und natürlich präsentieren sich der Frauenchor, der Männergesangverein, der Posaunenchor und der Chor „Famos“ von ihrer besten Seite, um „ihrem“ Pfarrer einen angemessenen musikalischen Abschied zu bieten.

Nach fast zwei Stunden verabschiedet sich Hählke von jedem einzelnen Besucher mit einigen persönlichen Worten. Soviel Zeit muss nach 23 Jahren als Verkünder, Musiker, Seelsorger und Protestant mit Ecken und Kanten schließlich sein. (bon)


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