Werbung

Nachricht vom 06.09.2016    

Verkehrssicherheit sollte oberste Priorität haben

„Warum verschwinden Verkehrsschilder, die vorher als zwingend notwendig erachtet wurden?“ Zu einer berechtigten Frage des „Westerwald-Kuriers“ äußerte sich aktuell ein Verkehrsexperte des ACE aus Stuttgart, nach einer Ortsbesichtigung an der B 414 /Einmündung L 293 nach Unnau.

Die neuralgische Einmündung. Fotos: Reinhard Panthel

Hachenburg. Auf der vielbefahrenen B 414 in Richtung Kirburg im Kreuzungsbereich für die Rechtsabbieger in die L 293 ist ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt entstanden, bei dem es – auch nach der Neuordnung für Linksabbieger - ohne die bisherige Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer schon mehrfach zu Unfällen gekommen ist. Warum, so fragen sich alle bisher zu diesem Thema befragten Verkehrsteilnehmer, ist die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer in diesem Einmündungsbereich durch behördliche Anordnung aufgehoben worden? Auch der Verkehrsexperte des Automobilclubs Europa (ACE), Mario Schmidt, der zu einer Stellungnahme gebeten wurde, kam nach einer Ortsbesichtigung zum gleichen Ergebnis. „Im Interesse der Verkehrssicherheit ist eine Geschwindigkeitsbeschränkung im Einmündungsbereich nötig und sinnvoll!“

Gab es in früheren Jahren zur besseren Übersicht zu den Verkehrsunfällen in der Region eine Landkarte bei der Schutzpolizeiinspektion (SPI) Hachenburg, in der Unfälle mit Blechschäden und mit Personenschäden durch farblich unterschiedliche „Fähnchen“ kennzeichnet wurden, sind die Ergebnisse im elektronischen Zeitalter alle „zentral in Montabaur“ gespeichert. Unfallschwerpunkte haben sich dennoch kaum geändert. So gehört die Einmündung der L 293 in die B 414 nach wie vor dazu. Auch wenn es dann im Polizeibericht heißt: „Eine 80-Jährige beachtete die Vorfahrt nicht….!“ Es kommt genau in diesem Bereich zu schweren Unfällen, weil aus Richtung Schneidmühle kommend sehr oft zu schnell gefahren wird. Ganz gleich wer diese Anordnung getroffen hat, der Wegfall der bisher bewährten Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer hat Folgen und ist nur schwer zu verstehen.



Genauso ist der Wegfall einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf der B 414 zwischen dem Bahnübergang Marzhausen und Müschenbach nicht nachzuvollziehen. Nicht einsehbare Kuppen werden seitdem mit mehr als 100 Stundenkilometern befahren und sind dadurch „gefährlicher“ geworden. Wenn die Verkehrsexperten vergangener Zeiten eine Geschwindigkeits-Reduzierung auf 70 Stundenkilometer für nötig erachteten, dann ist es heute – bei höherem Verkehrsaufkommen und gestiegenem Tempo – noch sinnvoller als damals. Der „Kurier“ befragte die Kommunalpolitiker der CDU und SPD zu diesem Thema. Kreistagmitglied Karl-Heinz Boll (CDU) gab einen Zwischenbericht und kündigte das Ergebnis einer angeordneten Ortsbesichtigung an. Diese Antwort steht noch aus. Auch Landtagspräsident und Kreistagmitglied Hendrik Hering (SPD) wollte sich nach den Gründen für die Änderung der bisherigen Regelung informieren. Passiert ist allerdings nichts. repa


Lokales: Hachenburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Biber-Sonntag in Freilingen: Entdeckungen im Biber-Biotop

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) lädt zu einem tierischen Erlebnis ein. Bei einer Exkursion unter ...

Zusammenstoß im Feierabendverkehr bei Staudt

Im Industriegebiet Staudt kam es zu einem Unfall. Zwei Fahrzeuge kollidierten im Kreuzungsbereich und ...

Strom sparen leicht gemacht - auch in den Sommerferien: Tipps zum Energiesparen während des Urlaubs

Die Verbraucherzentrale NRW gibt wertvolle Ratschläge, wie man während des Urlaubs Energie und Geld sparen ...

Neugestaltung des Schulhofs: Hachenburg setzt auf Nachhaltigkeit

Derzeit wird der Schulhof der Grundschule Hachenburg-Altstadt modernisiert. Mit einem Budget von 250.000 ...

89-Jähriger aus Seck vermisst: Große Suchaktion gestartet

Seit dem Dienstagnachmittag (14. Juli 2026) wird ein 89-jähriger Mann aus Seck vermisst. Die Polizei ...

Faulturm: Effiziente Energiegewinnung in der Kläranlage Hachenburg

Seit 2015 ist ein Faulturm Teil der Kläranlage und spielt eine entscheidende Rolle bei der nachhaltigen ...

Weitere Artikel


RaBaBa ging ins vierte Jahr

Der vierte Ransbach-Baumbacher Bauspielplatz, kurz RaBaBa, im Industriegebiet Oststraße, endete am Freitag, ...

Wolf am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald fotografiert

Einem Jäger ist es gelungen dieser Tage einen Wolf in der Nähe von Neustadt/Wied zu fotografieren. Der ...

Mank übernimmt den Onlineshop Tambini.de

Den Onlineshop für Kindergeburtstage und Mottopartys holt das Unternehmen Mank aus Dernbach in den Westerwald. ...

Hachenburg radelt! Drei geführte E-Bike-Touren

Eine Fahrt mit dem Elektro-Fahrrad (auch Pedelec oder E-Bike genannt) ist für Gäste als auch für Westerwälder ...

Inklusionslotsen verhelfen Menschen mit Behinderung zum Job

Am Abend fühlt es sich an wie Pudding. Kein Wunder, schließlich sind die Muskeln in Jörgs Beinen permanent ...

Geduld vieler Autofahrer auf harte Probe gestellt

Behördlich angeordnete Umleitungen sorgen während monatelanger Ausbau- und Reparaturmaßnahmen wichtiger ...

Werbung