Werbung

Nachricht vom 27.08.2016    

Ende der Schulferien: Gib Acht - Schulanfänger!

Das Polizeipräsidium Koblenz mahnt die Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht. Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Am Montag, 29. August beginnt die Schule wieder und somit für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Für sie ist vieles neu und aufregend - das kann in besonderem Maße für den Straßenverkehr gelten.

Polizeikontrolle: Ist das Kind sicher im Auto untergebracht? Foto: Polizei Koblenz

Region. Ein Indiz dafür ist, dass im letzten Jahr in Rheinland-Pfalz 131 Kinder auf dem Schulweg verunglückten. Hierbei wurden ein Kind getötet und weitere 16 schwer verletzt.

Insgesamt ereigneten sich im Jahr 2015 in unserem Bundesland 1390 Verkehrsunfälle an denen Kinder beteiligt waren. Dabei wurden 1277 verletzt, 171 davon schwer. Fünf Kinder verloren ihr Leben. Fast die Hälfte aller, verunglückten als Mitfahrer (48,6 Prozent) in einem Kraftfahrzeug, 26,1 Prozent von ihnen als Radfahrer und 19,3 Prozent als Fußgänger.

Das Jahr 2016 ist nun zur Hälfte vorbei und tendenziell weisen die vorhandenen Daten darauf hin, dass sich im Vergleich zu den Vorjahren leider keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Dabei sind es sicher nicht unsere Kleinsten, die Sorge dafür tragen müssen, dass sich die Zahl der Unfälle in Zukunft (deutlich) verringert. Nur wir Erwachsenen können dazu beitragen, dass wir alle in den kommenden Jahren weniger verletzte oder gar getötete Kinder im Straßenverkehr beklagen müssen.

Es ist nun einmal so, dass unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer einen schlechteren Überblick über das Verkehrsgeschehen haben und ihr Blickfeld um rund 30 Prozent eingeschränkter ist, als das eines Erwachsenen. Gefahrene Geschwindigkeiten, Entfernungen und wahrgenommene Geräusche können von ihnen nicht sicher eingeschätzt werden. Zudem reagieren sie oft impulsiv, spontan und unvorhersehbar.

Seien Sie deshalb immer bremsbereit und verringern Sie ihre Geschwindigkeit deutlich, sobald Sie Kinder am Straßenrand sehen. Denken Sie immer daran: Wir, die Erwachsenen, sind deren Vorbild! Durch unser Vorleben erlernen unsere Mädchen und Jungs das richtige und sichere Verhalten im Straßenverkehr.

Dies gilt im Übrigen nicht nur, aber auch und im Besonderen für die Gefahren auf dem Schulweg. Aus diesem Grunde hier ein paar Tipps, wie Ihr "I-Dötzchen" sicher zur Schule und auch wieder nachhause kommt:

Der Schulweg zu Fuß: Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Wählen Sie diesen so, dass die Straße möglichst selten überquert werden muss. Üben Sie mit dem Kind rechtzeitig das Begehen des Weges und besprechen Sie die Gefahrenstellen.

Der Schulweg mit dem Fahrrad: Schulanfänger sollen nicht alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren, da sie in diesem Alter noch nicht in der Lage sind, ein Fahrrad sicher zu beherrschen und sich gleichzeitig auf den Straßenverkehr zu konzentrieren. Meist sorgt erst der sogenannte "Fahrradführerschein" für das Erlernen der wichtigsten Verkehrs- und Verhaltensregeln.



Der Schulweg mit dem Schulbus: Üben Sie das Busfahren mit ihrem Kind. Zeigen Sie ihm den Weg von und zur Bushaltestelle. Erklären Sie ihm, wie es sich beim Ein- und Aussteigen und auch während der Fahrt verhalten soll.

Denken Sie auch selbst daran, sich beim Annähern an einen Schulbus richtig zu verhalten: Nähert sich ein Bus der Haltestelle mit eingeschalteter Warnblinkanlage, darf dieser nicht überholt werden. Hält ein Bus an der Haltestelle mit eingeschalteter Warnblinkanlage, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit (3-7 Stundenkilometer) an ihm vorbeigefahren werden!
Der Schulweg mit dem Auto: Denken Sie an die Pflicht (!), alle Kinder im Auto mit einem geeigneten und zugelassenen Rückhaltesystem/Kindersitz zu sichern. Niemals mit der Schultasche auf dem Rücken ins Auto setzen! (Rückhalteeinrichtungen für Kinder müssen ECE-Regelung 44-04 oder der UN/ECE-R 129 Norm (sogenannte Reboard -rückwärtsgerichtete- Kindersitze) entsprechen. Ältere Sitze
(z.B. ECE-R 44-01 oder 44-02) dürfen nicht mehr verwendet werden).

Und bedenken Sie - auch wenn viele es nicht gerne hören: Eltern können den Schulweg noch gefährlicher machen! Sie bringen Schüler in Gefahr, Anwohner zur Weißglut und Lehrer zur Verzweiflung: Eltern, die auf den letzten Drücker den Junior mit dem Auto zur Schule bringen, in Zufahrten oder in zweiter Reihe halten - oder gleich Rettungsweg oder die ganze Fahrbahn blockieren. Die sogenannten Elterntaxis schaffen gerade vor den Schulen eine unübersichtliche Verkehrssituation und erhöhen damit erheblich das Unfallrisiko!

Übrigens: Nicht selten werden bei Geschwindigkeitskontrollen im Zufahrtsbereich von Schulen und Kindergärten genau die Eltern "geblitzt", die sich bei Elternabenden, den Bürgermeistern oder bei der Polizei über die Verkehrssituation an "ihrer" Bildungseinrichtung beschweren.

Mehr zum Thema Schülersicherheit im Allgemeinen und zu den hier aufgeführten Tipps im Besonderen finden Sie unter www.polizei.rlp.de / "Sicher im Verkehr". Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern ein erfolgreiches und vor allem unfallfreies Schuljahr!



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Feedback: Hinweise an die Redaktion

.: Neu bei Instagram :. => @kuriere_news

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Dieselpanne in Lahnstein: Mehrere Autos bleiben liegen

In der Nähe von Lahnstein kam es zu einer ungewöhnlichen Häufung von Autopannen. Die Ursache scheint ...

U17-Team der IGS Hamm auf Erfolgskurs

Die Schulmannschaft der IGS Hamm zeigt auch in diesem Schuljahr ihr Können. Nach einem erfolgreichen ...

Kulturhighlights im Dezember: Von Weihnachts-Comedy bis Metal-Konzert

Der Dezember in Rennerod bietet eine bunte Mischung aus kulturellen Veranstaltungen, die für jeden Geschmack ...

Verkehrsunfallflucht bei Mogendorf: Polizei sucht Zeugen

Am Freitagnachmittag kam es auf der L307 nahe Mogendorf zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. ...

Waldbreitbach im Lichtermeer: Christkind Selina eröffnet die Weihnachtssaison

Am Freitagabend, dem 28. November begrüßte Bürgermeisterin Monika Kukla die Besucher in Waldbreitbach ...

Nikolaus begeistert rund 100 Kinder bei Aktion der Versicherungsagentur Kisters

Rund 100 Kinder warteten in Hellenhahn-Schellenberg gespannt auf den Nikolaus. Die Versicherungsagentur ...

Weitere Artikel


„Bausünden der Vergangenheit“ werden erst jetzt sichtbar

Das gigantische Brückenbauwerk an der Schneidmühle, direkt an der L 281, hat seine Existenzberechtigung ...

Ferienprojekt "Log in real life!"- Ein Kurzfilm-Workshop

Eine Gruppe von Jugendlichen des Jugendbahnhofs der Verbandsgemeinde Bad Marienberg hat von Dienstag, ...

Beyer KG lädt zum Tag der offenen Tür ein

Für Samstag, 3. September von 10 Uhr bis 16 Uhr lädt die Beyer-Mietservice Interessierte zum Tag der ...

„Frechblech“-Konzert in der Florinskirche Koblenz

Zu einem besonderen und kontrastreichen Konzert in der evangelischen Florinskirche laden Kreiskantor ...

ADAC-Eifelrundfahrt lenkte die Oldtimer in den Westerwald

Viel Lob für die Organisatoren der ADAC-Eifelrundfahrt, die eine Pause in der mittelalterlichen Stadt ...

Orgelkonzert mit Prof. Reinhard Jaud in Neunkirchen

Die Kirchengemeinde Neunkirchen veranstaltet am Sonntag, 18. September um 17 Uhr
im Rahmen des Internationalen ...

Werbung