Werbung

Nachricht vom 20.08.2016 - 23:50 Uhr    

Weltrekord im Weitsprung in Hachenburg bestätigt

Heinrich Popow aus Fehl-Ritzhausen war der Überraschungssieger bei den Teilnehmern der Deutschen Paralympischen Mannschaft, die demnächst in Rio de Janeiro an den Start gehen. Ein sportlicher Wettkampf aller Altersgruppen bot viel Abwechslung im Burbach-Stadion in Hachenburg.

Fotos: Reinhard Panthel

Hachenburg. Die mittelalterliche Stadt Hachenburg ist nicht nur ein begehrtes Reiseziel, sondern auch als Kulturstadt über die Grenzen der Heimat hinaus bekannt. Aber das, was sich am Samstagnachmittag, den 20. August im Burbach-Stadion ereignete, wird Hachenburg als Stadt des Sportes noch bekannter machen. Heinrich Popow, der unterschenkelamputierte Sportler und Mitglied der Deutschen Paralympischen Mannschaft, stellte im Rahmen der Veranstaltung einen neuen Weltrekord im Weitsprung auf. „6,77 Meter!“, schallte es aus dem Lautsprecher und entsprechend laut war der Applaus der Zuschauer und Offiziellen des Sportbundes.

Unterschiedliche Disziplinen waren ausgeschrieben und mussten von den Teilnehmern verschiedener Altersklassen bewältigt werden. 8x50 Meter Kinder-Staffel, 100 Meter, 200 Meter 400 Meter und weitere Distanzen, Rolli, Kugelstoßen, Diskus (sitzend), Hoch- und Weitsprung verschiedener Altersgruppen, Speerwurf (auch sitzend für die körperlich Beeinträchtigten) all das, was man sonst nur im Fernsehen geboten bekommt war im Burbach-Stadion hautnah mitzuerleben.

Entsprechend groß die Neugier und die Faszination miterleben zu können, wozu selbst körperbehinderte Menschen fähig sind. Und genau deshalb werden ja die Paralympischen Spiele im Anschluss an die Olympiade in Rio de Janeiro veranstaltet. „Das Miteinander – ohne Unterschied in Farbe und Religion - im Geiste des Sportes gemeinsam zu erleben!“

Ohne ein Engagement der Sparkasse Westerwald-Sieg und der vielen freiwilligen Helfer der Sportvereine hätte diese Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Präsident Karl Peter Bruch nicht stattfinden können. Es hat allen gefallen, den Zuschauern und vor allen Dingen den sich beteiligenden Sportlern. Der doppelseitig Amputierte Johannes Floores ging in der 100 Meter Staffel für den Verein Bayer-Leverkusen an den Start. Für den gleichen Verein trat auch Heinrich Popow aus Fehl-Ritzhausen an. Der 33-Jährige stellte mit 6,77 Meter einen neuen Weltrekord im Weitsprung auf. „Zweimal bestätigt!“, kommentierte ein Offizieller. Beim Blick in die Runde war feststellbar, dass es im Sport auch nicht mehr ohne Computer geht und überall waren elektronische Geräte im Einsatz und wachten darüber, dass alles nach den Regeln in Ordnung war.

Ein farbenfrohes tänzerisches Rahmenprogramm lockerte auf und brachte die Zuschauer und Sportler in den Pausen auf andere Gedanken. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine stilvolle Siegerehrung. Den Teilnehmern der Paralympischen Deutschen Mannschaft, die in Rio dabei sind, werden bestimmt die Daumen für einen sportlichen Erfolg und viele Medaillen gedrückt. Eines steht aber schon jetzt fest, den Namen Heinrich Popow, den sollte man sich merken, denn von ihm wird noch viel zu hören sein. repa

---
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       
       
       
       
     


Kommentare zu: Weltrekord im Weitsprung in Hachenburg bestätigt

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Selbstbehauptungs-Workshop für Kinder

Höhr-Grenzhausen. Neben dem Distanzaufbau spielt die Selbstbehauptung in diesem Programm eine zentrale Rolle. Der Einsatz ...

Hund brachte Frau zu Fall

Dernbach. Am Freitag, den 15. Februar, gegen 12 Uhr, wurde eine Spaziergängerin beim Gassi gehen mit ihrem Hund in der Elgendorfer ...

Spender können Krebstod verhindern

Selters/Hachenburg. Leben retten – Tod verhindern. Das ist seit mehr als fünf Jahren das erklärte Ziel der Kooperation der ...

Ein Gottesdienst, der um die Welt geht

Selters. Die jährlich wechselnde Liturgie unter dem Bibelvers „Kommt! Alles ist bereit!“ aus dem Lukas-Evangelium haben in ...

Wer haftet bei Spielplatz-Unfällen?

Koblenz/Region. Nunmehr verlangt er, vertreten durch seine Eltern, von der beklagten Stadt Schadensersatz wegen einer Verletzung ...

Frischluft muss rein – aber wie?

Montabaur. Die Fensterlüftung ist die kostengünstigste Lösung – erfordert aber aktives Mitdenken. Wie lange mache ich die ...

Weitere Artikel


Verkehrsunfall mit verletztem Fahrradfahrer und Fahrerfluchten

Dreifelden. Am 19. August ereignete sich gegen 17:05 Uhr ein Verkehrsunfall in der Kirchstraße, bei dem ein 60-jähriger ...

Diebstähle aus Fahrzeugen

Hof. Unbekannte Täter schlugen am 20. August im Zeitraum zwischen 2:30 Uhr bis 9 Uhr eine Seitenscheibe eines in der ...

Segnung der Traktoren in Marienstatt fand reges Echo

Marienstatt. Es ist schon zur Gewohnheit geworden, dass sich alljährlich die Traktorfahrer aus dem Raum Steinebach an der ...

Warmes Wasser doppelt teuer

Montabaur. Da dieser Aufwand nicht gesondert erfasst wird, wird er oft unterschätzt. In älteren Zirkulationsleitungen kreist ...

Wanderung zu Energie- und Naturschutzprojekten

Mündersbach. Die Windkraftwanderung findet am Samstag, den 24. September im Rahmen der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein ...

„Asphaltrosen“ in Montabaur

Monatabur. „Asphaltrosen“: Die Bonner Band „Asphaltrosen“ besteht nunmehr seit beinahe 20 Jahren und wird es nicht müde, ...

Werbung