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Nachricht vom 17.08.2016    

Inklusionsmanager für den gemeinnützigen Sport gesucht

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert ein Projekt zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Schwerbehinderungen im gemeinnützigen Sport. Sportorganisationen und Sportvereine können sich als Projektpartner bewerben und erhalten dann eine befristete finanzielle Förderung zur Einstellung von Menschen mit Schwerbehinderungen als Sport-Inklusionsmanager.

Symbolfoto Kuriere

Region. Inklusion im und durch Sport ist für den gemeinnützigen Sport schon lange ein wichtiges Thema. In einer Vielzahl von Sportangeboten, Aktionen, Konzepten, Maßnahmen und Programmen wird sie in Sportvereinen und Sportverbänden bereits gelebt. Gleichwohl ist die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten sowie in den Strukturen des organisierten Sports noch nicht überall und flächendeckend selbstverständlich.

Um Inklusion im und durch Sport weiter voran zu bringen, sollen schwerbehinderte Menschen im gemeinnützigen Sport zu Sport-Inklusionsmanager qualifiziert und eingesetzt werden. Langfristige Zielsetzung ist es, den Anteil von hauptberuflich beschäftigten Menschen mit Schwerbehinderungen in den Sportverbänden und -vereinen nachhaltig zu erhöhen. Schwerbehinderte Menschen sollen in Mitgliedsorganisationen des DOSB - so auch im Verbreitungsgebiet des Landessportbundes Rheinland-Pfalz - ihre persönliche und allgemeine Expertise zum Thema Inklusion und Barrierefreiheit in den gemeinnützigen Sport einbringen. Gleichzeitig soll der gemeinnützige Sport dahingehend sensibilisiert werden, die Potenziale der schwerbehinderten Menschen - auch als mögliche Arbeitnehmer - zu erkennen und Inklusion in der Mitarbeiterschaft zu leben. Mit Hilfe dieses Projektes soll für die Themenstellung sensibilisiert, und es sollen best practice Beispiele sowie Erfahrungen für die weitere Umsetzung der Inklusion im und durch den Sport generiert werden.

Wie läuft das Projekt ab?
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe ein viereinhalbjähriges Projekt zur nachhaltigen Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Schwerbehinderungen im gemeinnützigen Sport. Sportorganisationen und Sportvereine können sich als Projektpartner bewerben und erhalten dann eine auf zwei Jahre befristete finanzielle Förderung zur Einstellung von Menschen mit Schwerbehinderungen als Sport-Inklusionsmanager.

In zwei Phasen werden damit je zehn Stellen für Sport-Inklusionsmanager in Sportverbänden und -vereinen geschaffen. Die erste Phase beginnt am 1. Januar 2017, und interessierte Sportorganisationen und Sportvereine können sich ab sofort darauf bewerben. Die zweite Phase beginnt am 1. Juli 2018; Bewerbungen hierfür können nach einer weiteren Ausschreibung in der 2. Jahreshälfte 2017 abgegeben werden. Das Projekt wird über die gesamte Laufzeit durch eine Projektleitung im DOSB begleitet.

Was wird der beteiligten Sportorganisation bzw. dem Sportverein geboten?
Die beteiligte Sportorganisation beziehungsweise der Sportverein erhält die Personalkosten für eine Stelle "Sport-Inklusionsmanager" im Umfang von 30 Wochenstunden und über einen Zeitraum von zwei Jahren. Die Eingruppierung erfolgt gemäß der Eingangsqualifikation und des Aufgabenbereichs in Absprache mit dem DOSB. Der entsprechende Sportverband oder Sportverein stellt als Arbeitgeber ein und nimmt die Dienst- und Fachaufsicht wahr. Arbeitgeber und Sport-Inklusionsmanager erhalten eine Beratung über die gesamte Projektlaufzeit durch die DOSB-Projektleitung. Die DOSB-Projektleitung unterstützt wenn nötig die Arbeitgeber beim zuständigen Integrationsamt in der Beantragung von behinderungsbedingten Assistenzen, von Umbauten oder der Anschaffung von Hilfsmitteln. Der Sport-Inklusionsmanager erhält Job-Coaching über die Führungs-Akademie des DOSB. Der DOSB organisiert für die Arbeitgeber drei Projekttreffen innerhalb der zweijährigen Laufzeit unter anderem zum Erfahrungsaustausch.




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Was wird von der Sportorganisationbeziehungsweise dem Sportverein verlangt?
Die Sportorganisation beziehungsweise der Sportverein sieht Inklusion als Querschnittsaufgabe und wird dies als Grundhaltung in ihrem Verantwortungsbereich umsetzen. Sie/er ist motiviert, notwendige und Inklusionsprozesse unterstützende Veränderungen anzugehen und umzusetzen. Es gibt eine Bereitschaft, die Stelle nachhaltig zu sichern. Der Arbeitgeber übernimmt die laufenden Sachkosten für die Stelle inklusive der Raummiete und der Nutzung der Büroinfrastruktur. Darüber hinaus stellt der Arbeitgeber Sachmittel in Höhe von mindestens 2000 Euro pro Jahr zur Verfügung, die sowohl als Etat für Inklusionsmaßnahmen als auch für Reisekosten der Inklusionsmanager genutzt werden. Die Sportorganisation beziehungsweise der Sportverein stellt eine verlässliche hauptamtliche Begleitung der Sport-Inklusionsmanager in der Geschäftsstelle sicher und beschreibt die damit verbundenen Aufgaben in ihrer/seiner Bewerbung. In der Stellenbeschreibung für den Sport-Inklusionsmanager wird die Teilnahme an den halbjährlich vom DOSB angebotenen Seminaren, an einer Übungsleiter-, Vereinsmanager- oder Verbandsmanagerausbildung und an zwei Fortbildungsmodulen zur Umsetzung der Inklusion aufgeführt. Die dafür anfallenden Kosten (Reisekosten, Übernachtung, Teilnahmegebühr) werden über die DOSB-Projektleitung abgerechnet. Die Arbeitgeber wie auch die Sport-Inklusionsmanager erklären sich bereit, ihre Erfahrungen im Projekt gegenüber der wissenschaftlichen Begleitung darzulegen und regelmäßig zu dokumentieren. Nach Absprache können ausgewählte Erfahrungen veröffentlicht werden. Die Sportorganisation beziehungsweise der Sportverein legt eine befürwortende Stellungnahme des jeweiligen Dachverbandes (Landessportbund oder Spitzen-/Bundesverband) zur Bewerbung vor.

Wer kann sich wie bewerben?
Ab sofort können sich Mitgliedsorganisationen des DOSB, deren Untergliederungen und Sportvereine für die erste Phase ab 1. Januar 2017 bewerben. Bitte verwenden Sie hierzu das Online-Bewerbungsformular (www.dosb.de/inklusionsmanager) und senden Sie eine befürwortende Stellungnahme Ihres Dachverbandes (Landessportbund oder Spitzen-/Bundesverband). Beachten Sie, dass die Stellen ausschließlich Menschen mit Schwerbehinderungen vorbehalten sind.



Termine und Fristen

- Bewerbungsschluss: 30. August

- Auswahl der beteiligten Projekte: Mitte September

- Einstellung des/der Sport-Inklusionsmanagers/in: 1. Januar 2017

- Ende der ersten Projektphase: 31. Dezember 2018


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