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Nachricht vom 18.07.2016    

Beim Abschiedsgottesdienst flossen die Tränen

Alles hat seine Zeit. Ein durchaus passender Bibelvers, den Pfarrer Helmut Sacher für seinen Abschiedsgottesdienst gewählt hat. Denn die Zeit im Kannenbäckerland ist für den 65-Jährigen nun zu Ende – nach 32 Jahren in ein und derselben Gemeinde. Eine außergewöhnlich lange Zeit mit vielen Begegnungen, Erlebnissen und schönen Erinnerungen, die den Abschied umso schwerer machen.

Pfarrer Helmut Sacher beim Abschiedsgottesdienst. Fotos: Peter Bongard

Ransbach-Baumbach/Hilgert. Viele sind in die Evangelische Kirche nach Ransbach-Baumbach gekommen, um ihrem Pfarrer Lebewohl zu sagen – mit herzlichen Worten und vor allen Dingen mit viel Musik. Neben den beeindruckenden Beiträgen des Instrumentalensembles und Jens Schawaller an der Orgel bleibt den zahlreichen Gästen sicher vor allem das optimistische „Marmor, Stein und Eisen bricht“ im Ohr, das die Sängerinnen und Sänger des Vokalquartetts Helmut Sacher mit auf den Weg geben.

Doch auch die Abschiedsworte gehen ans Herz – besonders die Fürbitten für den scheidenden Pfarrer, bei denen die ein oder andere Träne fließt. „32 Jahre lang haben sie hier mit Leib, Seele und Herzblut gewirkt“, sagt Pröpstin Annegret Puttkammer und versteht, warum es mit Helmut Sacher und seiner Gemeinde so lange so gut funktionierte. „Es war Ihnen immer wichtig, in verständlichen Worten zu predigen. Sie haben die große Gabe, den Glauben so weiterzugeben, dass die Menschen spüren: ,Ich bin gemeint, und Gott hat mich im Blick!’.“




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Helmut Sacher hat sich im Westerwald und bei dessen Menschen eben wohlgefühlt. „Sonst wäre ich nicht so lange hiergeblieben“, meint er lächelnd und dankt seiner Frau und seinen Kindern für die Unterstützung während dieser langen Zeit. Und er ist dankbar für seine Gemeinde, die sich seit Jahrzehnten für das Evangelium stark: „Sie haben sich mit den Ihnen anvertrauten Gaben auf einen guten Weg gemacht.“

Ein optimistischer Ausblick auf die Zukunft, die für die Kirchengemeinde freilich noch im Nebel liegt. Denn noch ist nicht klar, wer wann Sachers Nachfolge antritt. Annegret Puttkammer ist sich aber sicher, dass der oder die Richtige den Weg ins Kannebäckerland findet. Und dass auch für die Kirchengemeinde Ransbach-Baumbach/Hilgert alles seine Zeit hat. (bon)


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