Werbung

Nachricht vom 12.07.2016    

Riesenbärenklau wird örtlich bekämpft

Der Riesenbärenklau – auch Herkulesstaude genannt – ist auch in der Verbandsgemeinde (VG) Montabaur auf dem Vormarsch. Entlang der Wasserläufe breitet sich die riesige Staude aus und wird damit zum gesundheitlichen Risiko für Mensch und Tier. Denn: Wer mit dem Saft der Pflanze in Berührung kommt, kann schwere Verbrennungen davontragen. Deshalb hat die Verwaltung jetzt konzentrierte Bekämpfungsmaßnahmen in ortsnahen Lagen gestartet.

Der Riesenbärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, breitet sich aber – wie hier bei Montabaur-Horressen – in unserer Region rasant aus und drängt dabei heimische Arten zurück. Foto: VG-Verwaltung Montabaur

Montabaur. Einer der Schwerpunkte der Bekämpfungsaktion ist in Montabaur-Horressen. Rechts neben der Zubringerstraße L327 (aus Richtung Montabaur) befindet sich ein Hochwasserrückhaltebecken für den Stadtbach, der dort von der Montabaurer Höhe kommend in Richtung Innenstadt fließt. In den sumpfigen Wiesen, die sich entlang dem Neubaugebiet Meisenstraße erstrecken, haben sich ganze „Wälder“ der bis zu drei Meter hohen Staude gebildet. Das Gebiet liegt nahe am Ort wird und viel von Spaziergängern und Freizeitsportlern genutzt, außerdem befinden sich dort einige Pferdekoppeln. Nun wird dort im Auftrag der VG eine spezialisierte Firma die Pflanzen roden und die Wurzelknollen abstechen, damit die Stauden im nächsten Jahr nicht wieder wachsen.

„Wichtig ist es uns, hier einer Verbreitung des Samens vorzubeugen. Dieser ist sehr hartnäckig und kann mehrere Jahre überdauern bevor er austreibt. Wenn der Samen in den Stadtbach gerät, wird er weiter transportiert und kann anderer Stelle keimen. Das gilt es zu vermeiden“, so Markus Kuch von der Grünflächenverwaltung der VG. In dem Gebiet am Stadtbach in Horressen wird die Bekämpfungsaktion in diesem Jahr ausnahmsweise sowohl auf städtischen als auch auf privaten Grundstücken durchgeführt. Schließlich nimmt der Riesenbärenklau bei seiner Ausbreitung keine Rücksicht auf Grundstücksgrenzen. „Es würde gar keinen Sinn machen, nur die städtischen Flächen zu bearbeiten und die benachbarten Wiesen nicht zu berücksichtigen. Das Areal ist kleinteilig parzelliert und die städtischen Anteile sind über den ganzen Bereich verteilt“, beschreibt Kuch die Vorgehensweise. „Sollte ein privater Eigentümer gegen eine Bekämpfung der Staude auf seiner Parzelle sein, soll er sich bitte bei mir melden.“ Die Maßnahme am Stadtbach soll Mitte Juli beginnen.



Neben dem Schwerpunkt in Montabaur-Horressen sind auch noch kleinere Maßnahmen auf öffentlichen Grünflächen in den Stadtteilen Elgendorf und Eschelbach sowie in den Wohngebieten Aubachviertel, Christches Weiher und Sommerwiese geplant, außerdem in der Umgebung des Tierheims und an der Freizeitanlage Quendelberg. Auch für die Ortsgemeinden Ruppach-Goldhausen und Simmern sind Bekämpfungsaktionen gegen Riesenbärenklau geplant. „Überall dort, wo Spazierwege, Spielplätze und ortsnahe Wiesenflächen im Eigentum der Gemeinde stehen, prüfen wir den Bestand und entscheiden dann, ob wir etwas gegen die Verbreitung der Staude unternehmen müssen“, so Kuch. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Grünflächen entlang des Gelbachs nicht in den Zuständigkeitsbereich der VG fallen.

Kontakt bei der VG-Verwaltung: Markus Kuch, Tel.: 02602 / 126-151, E-Mail: mkuch@montabaur.de.


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Senior wendet auf der B255 - Polizei sucht Zeugen

Ein 76-jähriger Fahrer aus der Verbandsgemeinde Hachenburg sorgte für Aufsehen, als er am Freitagnachmittag ...

Großer Andrang bei Alexander Schweitzers Tour in Ransbach-Baumbach

Mehr als 100 Menschen versammelten sich in der Stadthalle Ransbach-Baumbach, um an einem besonderen Event ...

Diebstahl von iPhones in Hachenburg - Polizei sucht Zeugen

In einem Telekom-Geschäft in Hachenburg kam es am 5. Februar 2026 zu einem Diebstahl. Zwei unbekannte ...

Fahrplanänderungen am ICE-Bahnhof Montabaur: Bauarbeiten in Frankfurt

Am ICE-Bahnhof Montabaur kommt es in der kommenden Woche zu kurzfristigen Fahrplanänderungen. Grund sind ...

Erfolgreicher Abschluss der Fortbildungsreihe für Kita-Praxisanleiter

Im Westerwaldkreis haben 14 Erzieher eine siebentägige Qualifizierung abgeschlossen, um als Praxisanleiter ...

A3: Nächtliche Sperrung bei Montabaur für Rückbauarbeiten

Auf der A3 in Richtung Köln kommt es zu einer temporären Sperrung der Abfahrt zur B255 bei Montabaur. ...

Weitere Artikel


Zweitklässler liefert Plakatmotiv für Stadtfest

„Selters malt“ steckt in den Vorbereitungen. Ein Siebenjähriger hat das Motiv für das Plakat zum Stadtfest ...

DRK Ortsverein Augst feiert 50. Geburtstag

Seit 50 Jahren besteht der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in der Augst. Am 9. Juli lud der Ortsverein ...

"Mach-MI(N)T-Tag" weckt Entdeckergeist von 450 Schülern

Rund 450 Schülerinnen und Schüler aus dem Westerwaldkreis haben sich am Mittwoch, 14. Juli beim Mach ...

Schülerin aus Welschneudorf gewinnt Sonderpreis „Junge Künstler“

Bunt statt blau 2016: Auszeichnung durch Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler – DAK-Kampagne ...

Zwölf Maßschneiderinnen erhielten Gesellenbrief

Sie gehören zu einer Berufsgattung, die sich fast schon exklusiv nennen darf. Gibt es doch nicht mehr ...

„jugend creativ“: 13 Erfolge auf Landesebene und ein Bundes-Preis

„jugend creativ“, das bürgt für fantasievolle künstlerische Beiträge zu einem Oberthema. Diesmal ging ...

Werbung