Werbung

Nachricht vom 01.07.2016    

Lebensretter in Nistertal und Nentershausen gesucht

„Blutspender helfen Leukämiepatienten“ unter dieser Überschrift rufen der DRK-Blutspendedienst West sowie die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellspenderdatei, zur Blutspende und zur Typisierung auf. Gemeinsam mit dem DRK Ortsverein will man darauf aufmerksam machen, wie durch Blutspenden und Stammzellspenden das Leben von Krebspatienten gerettet werden kann. Im Juli heißt es deswegen in Nistertal und Nentershausen: „Lebensretter gesucht!“

Ankündigungsbild des DRK.

Nistertal/Nentershausen. Ziel ist es, vor allem junge Menschen zur Blutspende zu motivieren und sich als Stammzellspender für Leukämie- und Tumorkranke bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen. Die exakten Termine sind: Freitag, 8. Juli, 16.30 bis 20 Uhr, Nistertal, Bürgerhaus, Am Sportplatz und Dienstag, 19. Juli, 16.30 bis 20.30 Uhr, Nentershausen, Bürgerhaus, Eppenroder Str. 18.

Warum kooperiert die Stefan-Morsch-Stiftung mit dem DRK? Der überwiegende Teil der Empfänger von Bluttransfusionen sind heute Patienten mit bösartigen Erkrankungen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die beispielsweise an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt sind. Dies hängt neben der eigentlichen Erkrankung insbesondere mit der modernen Chemotherapie zusammen. Diese Chemotherapie führt in vielen Fällen zu einer vorübergehenden kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung im Knochenmark (Aplasie). Daher sind Patienten in diesen kritischen Behandlungsphasen auf lebenswichtige Blutübertragungen angewiesen. Viele moderne und heilende Behandlungsverfahren, gerade im Kampf gegen Krebs, können nur durchgeführt werden, wenn für diese Patienten genügend Blut zur Verfügung steht. So helfen Blutspenden auch über die Wartezeit hinweg, die es dauert, um beispielsweise einen passenden Stammzellspender zu finden, wenn eine Transplantation erforderlich ist.

Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Oft reichen Bestrahlung und Chemotherapie nicht aus, um den Blutkrebs zu besiegen. Dann ist die Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen eines gesunden Spenders für die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung. Deshalb kann jeder Blutspender mit der Typisierung gleich zweimal zum Lebensretter werden. Unter dem Motto „1 mal Stechen, 2 mal Helfen“ bekommen Blutspender, die sich typisieren lassen wollen, einfach ein Röhrchen Blut (knapp einen Fingerhut voll) zusätzlich abgenommen. Dieses Röhrchen geht dann zur Analyse ins Labor der Stefan-Morsch-Stiftung. Die Gewebemerkmale werden dort registriert und anonymisiert an das deutsche Zentralregister der ZKRD in Ulm weitergegeben, wo sie für weltweite Suchanfragen zur Verfügung stehen.



Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahre bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Die Eltern sollten dann die Einverständniserklärung mit unterschreiben. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren. So muss man mindestens 50 Kilo wiegen, ähnlich wie bei der Blutspende.
Bei der Blutspende sind jedoch die Altersgrenzen anders. Denn hier muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Neuspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine mit Typisierungsaktion in Wohnortnähe wissen wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Weitere Informationen erhält man auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

Informationen zur Stammzellspende und zum Thema Stammzellspende und Typisierung finden Interessierte unter www.stefan-morsch-stiftung.de. Oder über die gebührenfreie Hotline der Stefan-Morsch-Stiftung (0800/ 76 67 724).



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Lokales: Bad Marienberg & Umgebung

Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Bad Marienberg auf Facebook werden!


Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Brand an der Friedrich-Schweitzer-Schule in Westerburg: Unterricht startet nach den Ferien wieder

Westerburg. Die Friedrich-Schweitzer-Schule zieht nach Hachenburg um. Das Gebäude der Friedrich-Schweitzer-Schule ist derzeit ...

150 Jahre alte Buche in Heiligenroth beschädigt: Polizei sucht Zeugen

Heiligenroth. Wie die Polizeidirektion Montabaur berichtet, ereignete sich das ungewöhnliche Verbrechen in der Nacht vom ...

Lateinamerikanische Musikimpressionen in Montabaur mit dem Trio "Latineando"

Montabaur. In der Besetzung Gesang und Gitarre (Mateo Martinez), Gitarre (Emir Tufekcic) und Percussion, Bass und Gitarre ...

Gartenpools befüllen? VG Montabaur befürchtet Überlastung der Wasserversorgung

Montabaur. Der Wasservorrat ist momentan ausreichend, aber das Leistungsnetz ist für die Spitzenwerte, wie sie beim Poolbefüllen ...

Was bewegt junge Menschen? Video-Interviews blicken auf die Jugend in Westerburg

Westerburg. Maic Zimmermann und Viola Gräf haben gemeinsam mit Vikarin Friederike Zeiler Menschen interviewt, die mit Jugendlichen ...

Wandern im Westerwald: Neue Rundtour "Wäller Tour Druidenstein-Wanderweg" ab Juni 2024

Kirchen. Die Wäller Touren bieten als ausgezeichnete Rund- und Tageswanderwege die perfekte Möglichkeit, die Region auf zertifizierten ...

Weitere Artikel


Als Wahlhelfer gesetzlich unfallversichert

Nistertal. Dazu gehören auch vor den Wahlen durchgeführte Informationsveranstaltungen und Aufträge. Ebenfalls gesetzlich ...

Sommerasyl für 48 Schwalbenpaare

Langenbach b.K. Familie Markus Mann aus Langenbach sorgte für Unterschlupf von 48 Familien und mehr. Immer wieder im Sommer ...

Interview mit dem Meinborner Krimiautor Jörg Böhm

Anhausen. Der Anfang der kriminellen Handlungen liegt siebzig Jahre zurück und reicht bis in die Kriegswirren zurück. Zeitliche ...

Zinsgünstige Landesdarlehen für Innovationen

Montabaur. Es wendet sich an etablierte (mindestens 3 Jahre am Markt tätige) kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in ...

Jetzt bewerben: Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2017

Montabaur. Bis zum 30. September 2016 können sich rheinland-pfälzische Unternehmen, Personen und Teams mit innovativen Produkten, ...

Schüler-Kunst-Projekt zum Thema Wasser

Montabaur. Auf der Seite der Realschule haben die Klassen 6d und 8b unter der fachlichen Anleitung der Kunstlehrerinnen Marlies ...

Werbung