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Nachricht vom 17.06.2016    

IHKs begrüßen das „Sonderförderprogramm Mittelstand“

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) hat angekündigt, 350 Millionen Euro für die Versorgung von Gewerbegebieten mit Glasfaser bereitzustellen. Die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz begrüßt dieses Vorhaben und fordert das Land auf, Gewerbegebiete beim Glasfaserausbau ebenfalls aktiv zu unterstützen.

Region. Gewerbetreibende benötigen ausfallsichere Internetverbindungen, ausreichende Übertragungsraten sowohl im Down- als auch im Upload und eine geringe Verzögerungszeit bei der Datenübermittlung. Doch wo der Bedarf am höchsten ist, ist derzeit die durchschnittliche Versorgung am schlechtesten.

„Gewerbegebiete sind in der Regel deutlich schlechter versorgt als Privathaushalte. Da sie meist abseits der Wohngebiete liegen, machen teure Tiefbauarbeiten den Ausbau für Netzbetreiber häufig unrentabel“, so die breitbandpolitische Sprecherin der IHK-Arbeitsgemeinschaft, Nicole Rabold. „Hier muss der Staat durch Förderprogramme Anreize schaffen.“

Zu diesem Ergebnis kommt auch die aktuelle Breitbandstudie des TÜV Rheinland „Weichen stellen für die Anforderungen von morgen“ im Auftrag des Landes. Die Studie empfiehlt, angesichts der hohen Investitionssummen für den Glasfaserausbau Fördermittel nach Prioritäten und Bedarf zu vergeben und somit Gewerbegebiete vorrangig zu versorgen.



„Das Sonderförderprogramm des Bundes ist ein wichtiger und sinnvoller Schritt in die richtige Richtung. Das Land Rheinland-Pfalz sollte sich dem anschließen und die Ergebnisse der landeseigenen Studie konsequent umsetzen. Glasfaser in Gewerbegebieten wird es ohne aktive Unterstützung durch Fördermittel auch des Landes auf absehbare Zeit nicht geben“, so Nicole Rabold.



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