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Nachricht vom 03.06.2016    

Erinnerungen an Tanzmusik, die noch nicht aus der Konserve kam

Kapelle „Walter Siefert“ war ein Marktführer und spielte über 60 Jahre lang für Generationen und zu allen Anlässen. Aus kleinsten Anfängen heraus entwickelte sich die angesehene Kapelle mit Niveau. „Die können vom Blatt spielen“, wurde die Notenfestigkeit schon zu Beginn oft bewundert.

Kapelle Walter Siefert. Links: Walther Donath. Fotos: Reinhard Panthel

Region. „Tanzmusik mit der Kapelle Siefert“, dieser Werbespruch auf den Plakaten war immer ein Erfolgsgarant. Was in den fünfziger Jahren ganz bescheiden begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zur Tanzmusik „vom Feinsten“. Später gab es feststehende Veranstaltungstermine im Saal Alhäuser in Luckenbach, „Stadt Berlin“ in Schenkelberg, „Haus Wiesengrund“ in Langenbach b.K. und auch in Katzwinkel gehörte die Kapelle Siefert zu den Spitzenbands.

Walter Siefert aus Neuhochstein war erst 16 Jahre alt, als er die Freude zur Musik zu seinem Beruf machte. In der Hohner-Schule in Trossingen erhielt er den Feinschliff und ein Angebot als Werksspieler dort zu bleiben schlug er aus. In der Zeit, als die „Kurbälle in Unnau“ noch das Maß aller Dinge waren, formierte sich die Kapelle, die aus Walter Siefert (Akkordeon), Otti Diehl am Schlagzeug, Karl Panthel am Klavier und Franz Kexel (Saxophon) einen idealen Klangkörper für gute Musik und Unterhaltung schuf.

Aber auch andere Kapellen waren vielerorts hörbar und sorgten in den einzelnen Gemeinden für die richtige Kirmesstimmung. Musikboxen sorgten erst später für Musik zum Hören und zum Tanzen. Radio und Schallplatten boomten, aber eine richtige Kapelle, war immer etwas Besonderes.



Walter Siefert war ein Vollblutmusiker mit dem absoluten Gehör, das er auch an seinen jüngsten Sohn Volker Siefert vererbte. Alle seine Kinder beherrschen ein Instrument und sind zum Teil hauptberuflich als Musiker aktiv. Volker Siefert ist Musiklehrer, Solist, Organist und Dirigent von verschiedenen Chören. Als einfühlsamer Begleiter von Sängerinnen und Interpreten hat er sich einen Namen gemacht und ist oft gebucht. Bis zu seinem Tod war Walter Siefert Senior, der als Klavierlehrer auch musikalischen Nachwuchs an verschiedenen Instrumenten ausbildete, zusammen mit seinem langjährigen Begleiter und Schlagzeuger Horst Brado fast 60 Jahre lang bis ins hohe Alter als Duo aktiv und gerne gesehen und gehört. Repa


Lokales: Hachenburg & Umgebung
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