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Nachricht vom 26.05.2016    

CDU informiert sich zum Konzept lebendige Ortskerne

„Lieber Dorf statt Neubaugebiet? Und wenn ja – wie?“ so lautete bereits die spannende Überschrift des Neujahrsgespräches der CDU in der Verbandsgemeinde Dierdorf im Januar diesen Jahres. Bei der gut besuchten Veranstaltung wurde das Thema Leerstand und Ortskernentwicklung intensiv aus diversen Blickwinkeln diskutiert. Die CDU-Vertreter informierten sich jetzt in Wallmerod.

Die Dierdorfer CDU-Vertreter beim Gespräch in Wallmerod. Foto: privat

Dierdorf/Wallmerod. Insbesondere junge Menschen ziehen aus der Dorfmitte aus um sich am Rand des Ortes niederzulassen oder sie verlassen sogar ganz die Dörfer um in Ballungsräume zu ziehen. In der Dorfmitte bleiben überwiegend ältere Menschen zurück. Für die jüngeren Menschen und Familien besitzt der Ortskern oftmals keine Anziehungskraft mehr. Die Folgen sind dramatisch: die Dorfkerne sterben weiter aus, die Bausubstanz bröckelt und die Ortsmitte wird zunehmend unattraktiver. Gewachsene soziale Strukturen brechen weg und die Attraktivität der Ortsmitte geht verloren.

Das Kommunen dabei nicht tatenlos zusehen können, war für den zentralen Redner des Neujahrsgespräches Klaus Lüttkefedder schon lange klar: Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod hat das Projekt „Leben im Dorf – Leben mittendrin“ angestoßen, mit dem seine Verbandsgemeinde schon seit 2004 gegen die Verödung der Ortskerne erfolgreich angeht. Beim Neujahrsgespräch der CDU stellte er die Grundzüge des „Wallmeroder Modells“ vor und lud die CDU Vertreter zu einem Besuch in seiner Verbandsgemeinde ein.

Diese Einladung nahmen die Christdemokraten aus der VG Dierdorf dankend an und reisten jüngst in der VG Wallmerod, um sich vor Ort von diesem Konzept zu überzeugen. Für die Mitgereisten bot sich die Möglichkeit, die praktische Umsetzung des Projektes ausführlich im Rahmen einer Rundfahrt in Augenschein zu nehmen.

„Den Dörfern sieht man die Erfolge an!“, stellten CDU-Vorsitzender Markus Wagner und die erste VG-Beigeordnete Martina Jungbluth fest. „Umso wichtiger ist es für uns als kommunale Mandatsträger das Thema innerörtliche Entwicklung für die Verbandsgemeinde Dierdorf voran zu treiben. Schließlich ist dieses Thema die Basis für eine lebendige Dorfgemeinschaft und damit der Anker für eine attraktive Lebens- und Wohnqualität in unserer Heimat in der Zukunft“, betonen Wagner und Jungbluth weiter.

Die CDU-Delegation ist sich einig: „Der richtige Zeitpunkt zum Einlenken darf nicht verpasst werden. Dies ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gemeinden auch in der VG Dierdorf.“

Die Dorfkerne ausbluten lassen will jedenfalls auch in der Verbandsgemeinde Dierdorf niemand. Gefragt seien mutige und kreative Konzepte und ein weitsichtiges Denken über den Tellerrand hinaus. „Auf diesen Weg möchten wir uns machen und überparteilich für unsere Ideen werben. Es wird sich lohnen, denn es geht um eine lebenswerte und lebendige Zukunft unserer Gemeinden“, zeigen sich die kommunalen Vertreter entschlossen.


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