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Nachricht vom 16.05.2016    

Zur Rushhour gefährden Elterntaxis an Schulen

Zurzeit häufen sich bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz Anfragen/Beschwerden von Schulen, Verwaltungen, politischen Gremien und Elternbeiräten, die über chaotische Verkehrsverhältnisse durch Elterntaxis vor Schulen klagen. Die Unfallkasse will aktiv mit Programmen auf mehr Verkehrssicherheit für Kinder eingehen.

Für Kinder eine unübersichtliche Gefahrensituation. Foto: Unfallkasse RLP

Region. „Väter und Mütter, die ihre Kinder mit dem Auto möglichst bis zur Schultüre bringen, gefährden sich und andere. Immer wieder kommt es im Bereich der Schulen zu Unfällen“, sagt Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse.

Viele Eltern befürchten, dass ihren Kindern zu Fuß auf dem Schulweg etwas zustoßen kann. „Dabei sollten Kinder frühzeitig das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlernen, um Risiken einschätzen zu können und Eigenverantwortung zu übernehmen. Nur so entwickeln sie eigene Risikokompetenz“, bekräftigt Breitbach.

In Partnerschaft mit der Landesverkehrswacht, dem Verkehrsforum und der Polizei in Rheinland-Pfalz bietet die Unfallkasse Präventionsprojekte für Kitas, Schulen und Eltern an, um Verkehrssicherheit mit Kindern zu trainieren. Mit der Aktion „Sicher zur Schule“ richtet sie sich über die Kitas insbesondere an Vorschulkinder und deren Eltern. Eine Arbeitsbroschüre hilft beim Verkehrssicherheitstraining, bei dem die Kinder lernen, Gefahren im Straßenverkehr zu meistern oder – noch besser – zu umgehen. „Das Besondere an dem Projekt: Es bindet auch die Eltern durch einen Ratgeber mit in die Verkehrssicherheitsarbeit ein“, informiert Manfred Breitbach.

Die Verkehrssicherheitsaktion „Gelbe Füße“ hilft Schulkindern von Grund-, Schwerpunkt- und Förderschulen, die zu Fuß unterwegs sind. Eine durch die beteiligte Schule ins Leben gerufene Projektgruppe trägt zusammen mit den Eltern Gefahrenpunkte auf den Schulwegen zusammen. Durch die Einbeziehung von Kommunen, Behörden und Bevölkerung lassen sich Gefahrenstellen oftmals durch organisatorische Maßnahmen beseitigen, beispielsweise regelmäßige Rückschnitte von Hecken, um Engpässe und Sichteinschränkungen auf Bürgersteigen zu beseitigen, oder das Einrichten von Elternhaltestellen, um ein Verkehrschaos zu vermeiden, sowie das Einrichten von Parkverbotszonen im Eingangsbereich der Einrichtungen.

An besonderen Gefahrenstellen zeigen gelbe Markierungen auf dem Fußweg den Kindern sichere Wege zum Überqueren von Straßen auf. Die Unterrichtsbroschüre „Gelbe Füße“ gibt Anreize, das richtige Verhalten im Straßenverkehr im Unterricht zu thematisieren – sie enthält viele Anregungen, Verkehrssicherheit fächerübergreifend einzubinden. Die vielen Vorlagen zum Ausmalen und die Sicherheits-Aufgaben in der Handreichung können auch Kitas zum Üben nutzen.



Mit den Schulungsprojekten möchte sich die Unfallkasse gemeinsam mit ihren Partnern gezielt dafür einsetzen, die Unfälle mit Kindern drastisch zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden. Bewusst werden die Eltern angesprochen, denn ihnen obliegt die Vorarbeit bei der Verkehrserziehung ihrer Kinder. „Dazu gehört auch das Vorbildverhalten der Erwachsenen, das nicht unterschätzt werden darf. Denn Kinder lernen durch Nachahmen“, ist Manfred Breitbach überzeugt.

Die Broschüren „Sicher zur Schule“ bzw. „Gelbe Füße“ erhalten Kitas und Schulen kostenfrei bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz: Tel.: 02632 960 3300, E-Mail: praevention@ukrlp.de.



Kommentare zu: Zur Rushhour gefährden Elterntaxis an Schulen

2 Kommentare

Elterntaxi,
was ich in unserer Nachbarschaft beobachtet habe: die Kinder einer Tunesischen Familie haben nur 300 Meter Luftlinie bis zur Schule; aber Mama fährt jeden Morgen "die Kleinen" zur Schule + holt sie jeden Tag wieder ab?
Wenn ich morgens zur Arbeit gefahren bin, herrschte oben an der Schule immer nur "das blanke Chaos + das Recht des stärkeren". Die Eltern parken mitten auf der Straße um ihre Kinder raus zu lassen und dann mit 50-70 kmh schnell auf die Arbeit zu rasen.
Obwohl an der Schule schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben ist.
ABER: Genau diese Eltern wollen sich dann auf dem Elternsprechtag an der Schule über den gefährlichen Schulweg beschweren???
Das zeigt doch deutlich, wie verlogen unsere heutige Gesellschaft ist.

#2 von Dieter Schmidt, am 18.05.2016 um 07:26 Uhr
Tja, das ist ein leidiges Thema. Selbst da, wo die Einfahrt verboten ist (Schule in Niederbieber) wird eingefahren und meist auch viel zu schnell. Die Polizei kennt das Problem und unternimmt nichts ( sorry, 2 mal pro Jahr stehen die dann da und kontrollieren). Grundschule auf dem HDB, erst als ein Kind überfahren wird, dauerte es noch Monate bis etwas unternommen wurde. Schule in der Reckstrasse..... Lebensgefahr für die Schüler... Rechts stehen die Busse, Schüler laufen über die Strasse und die guten Eltern mit Ihren PKW (halten auch an den Haltestellen und blockieren diese) fahren auch viel zu schnell und um die Ecke am Gym. sieht es nicht viel besser aus. Ganz besonders schlimm ist es Freitags und am letzten Schultag. Es müsste, auch wenn es sich jetzt schlimm anhört, mehr Kinder angefahren werden, denn dann würden die betroffenen Stellen wach werden. Traurig aber Wahr.
#1 von Volker Bauer, am 16.05.2016 um 11:46 Uhr

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