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Nachricht vom 13.05.2016    

Mitglieder des Nister-Komitees machen sich ein Bild vor Ort

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat in ihrer Funktion als Obere Wasserbehörde die Mitglieder des Nister-Komitees zu einer Informationsveranstaltung in Stein-Wingert an die Nister eingeladen. Nach der konstituierenden Sitzung des Komitees im April diesen Jahres, konnten sich die Vertreter von Kommunen, Behörden, Vereinen und Verbänden, ein persönliches Bild vor Ort machen und sich zu den Themen Gewässerökologie, Flussperlmuscheln, sowie Einträge ins Gewässer und dessen Selbstreinigungskraft austauschen.

Nister-Quelle. Foto: SGD Nord.

Nisterau. Die Teilnehmer erhielten darüber hinaus Informationen über ein aktuell an der Nister stattfindendes Forschungsprojekt zur Gewässergüte. Im Rahmen dieses Modell- und Demonstrationsvorhabens der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) untersuchen Wissenschaftler der Universität Koblenz-Landau, die Bürogemeinschaft für Fisch- und Gewässerökologische Studien (BFS) und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Nister (ARGE), die hohe Algenbelastung des Flusses sowie den Rückgang von Großfischen und Muscheln.

Zum Hintergrund: Mit Blick auf die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und die Aktion Blau Plus, die die Wiederherstellung von naturnahen Gewässerzuständen fördert, sind konkrete Maßnahmen für die Nister geplant. Das Land Rheinland-Pfalz hatte im Dezember 2015 gemeinsam mit den Kommunen im Einzugsgebiet der Nister die Einrichtung eines Flusskomitees initiiert, welches gemeinschaftlich einen „Flussvertrag für die Nister“ erarbeiten soll. Dieser soll bis zum Ende dieses Jahres fertiggestellt werden. Ziel des Nister-Komitees ist es, Maßnahmen für einen guten, ökologischen Zustand des Gewässers zu erarbeiten. Im Fokus steht dabei der Erhalt der Flussperlmuschel, die vom Aussterben bedroht ist. Die landesweit letzten Exemplare dieser Art leben in der Nister.



Weitere Informationen unter: „Die Nister – Ein Bündnis für die Flussperlmuschel“ http://sgdnord.rlp.de/de/wasser-und-abfall/wasser/aktion-blau-plus/nisterprogramm/.


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Kommentare zu: Mitglieder des Nister-Komitees machen sich ein Bild vor Ort

1 Kommentar

An den Taten soll man sie erkennen
Es fehlt nicht an Menschen, denen die Natur und deren Schutz am Herzen liegt, sondern an Entscheidungsträgern, die Missstände erkennen und sie mit gesetzlichen Maßnahmen zu verhindern versuchen. Es fehlt nicht an "Bachpaten", die sich gerne und unentgeltlich engagieren, sondern an Behördenvertretern, die die Sache ernst nehmen und in Gesetze einbringen. Das Zuständigkeitsgeflecht der Behörden hilft dabei kaum, sondern es "bremst". Wenn eine Gemeinde beschließt, ein Kreis prüft und es für richtig und gut hält, das Land letztendlich entscheidet, warum benötigt man dazwischen noch eine Struktur- und Genehmigungsbehörde (anderes Wort für die ehemalige Bezirksregierung), die nur empfehlen aber nicht entscheiden kann? Dieses System hilft nicht, sondern es "verzögert" eher. Der Beweis dafür sind die immer noch intakten Wehre, die den ungehinderten Fischzug unmöglich machen. Das sind die wahren Gründe für den kontinuierlichen Niedergang der schützenswerten heimischen Fließgewässer und deren "Bewohner". Solange der Gesetzgeber am "vererbbaren Wasserrecht" festhält, wird es keine Änderungen geben. Reinhard Panthel
#1 von Reinhard Panthel, am 15.05.2016 um 16:22 Uhr

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