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Nachricht vom 20.04.2016    

Herz-Jesu-Krankenhaus begrüßt neuen Chefarzt für Akutgeriatrie

Die Zahl der (hoch) betagten Menschen nimmt zu. Daher richtet das Herz-Jesu-Krankenhaus jetzt als zusätzlichen Schwerpunkt die Altersmedizin für Patienten ein, die in der Regel älter als 65 Jahre und mehrfacherkrankt sind. Als Chefarzt konnte hierfür Dr. Hans-Georg Kirch gewonnen werden. Seit Mitte April leitet er mit seinen Qualifikationen als Facharzt für Geriatrie, Innere Medizin und Gastroenterologe die neue Dernbacher Klinik.

Neu: Akutgeriatrie im Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach unter der Leitung von Chefarzt Dr. Hans-Georg Kirch (56). Foto: Herz-Jesu-Krankenhaus.

Dernbach. Dr. Kirch, der wegen einer von Geburt an bestehenden Gehbehinderung bereits als Kind die Medizin intensiv aus Patientensicht kennenlernte, entwickelte frühzeitig den Wunsch, Medizin zu studieren. Seinem Medizinstudium in Köln, das er 1992 abschloss, folgte die sechsjährige Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin. Wegen seines zunehmenden Interesses an alterstypischen Erkrankungen begann Dr. Kirch nach seiner Facharztqualifikation für Innere Medizin die Zusatz-Weiterbildung zum Geriater als Funktionsoberarzt im Evangelischen Krankenhaus Köln. Während dieser Weiterbildungszeit lernte Dr. Kirch eine Vielzahl von alterstypischen Erkrankungen kennen. Im Juni 2002 schloss er die Weiterbildung zum Altersmediziner ab. Zusätzlich absolvierte der Hobby-Kanufahrer und Kinogänger eine zweijährige Schwerpunktweiterbildung zum Gastroenterologen. Anschließend sammelte Dr. Kirch weitere umfangreiche Berufserfahrung als Leitender Oberarzt der Akutgeriatrie 2005 bis 2011 im Evangelischen Krankenhaus in Köln sowie nachfolgend als Leitender Abteilungsarzt in der Akutgeriatrie in Daun.

„Als Chefarzt der Akutgeriatrie im Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach freue ich mich auf die Aufgabe, diese neue Abteilung für Akutgeriatrie zu entwickeln und fachübergreifend einzubinden. Damit erreichen wir eine weitere Optimierung der medizinischen Versorgung für ältere Patienten in der Region“, setzt sich Dr. Kirch als Ziel.
Die Mehrzahl der Patienten, die von geriatrischer Medizin profitiert, gehört der Altersgruppe der über 80-Jährigen an. Denn diese Patientengruppe weist einen hohen Grad an Gebrechlichkeit und Mehrfacherkrankungen auf. Daher liegt hier der Schwerpunkt auf einem ganzheitlichen Behandlungsansatz. Die medizinische Spezialisierung auf das fortgeschrittene Alter macht Sinn, da sich im Alter Krankheiten mit einem veränderten Erscheinungsbild präsentieren können und deshalb häufig schwer zu diagnostizieren sind. Therapieerfolge treten oftmals verzögert ein. In der Regel besteht auch zusätzlich ein Bedarf an sozialer Unterstützung. Bei der ganzheitlichen Medizin stehen der funktionelle Status und die Lebensqualität des älteren Patienten im Mittelpunkt sowie die Förderung seiner Selbstständigkeit. Dies erfolgt in einem fachübergreifenden Team, das sich im Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen, speziell geschulten Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern und der Seelsorge zusammensetzt.

Die Aufgabe der stationären geriatrischen Behandlung im Herz-Jesu-Krankenhaus beinhaltet die akute sowie die frührehabilitative Behandlung von betagten und hochbetagten Patienten. Auch bereits bestehende chronische und sich verschlechternde Erkrankungen werden hier therapiert. Dafür steht in der Dernbacher Klinik eine ganze Reihe von Experten zur Verfügung. Beispielsweise verfügt das Herz-Jesu-Krankenhaus über die Schwerpunktauszeichnung der Schlaganfall-Akutstation, die innerhalb der Medizinischen Klinik etabliert ist. Der Diagnostik mit internistischer und neurologischer fachärztlicher Abklärung folgt hier mittels hochmoderner medizintechnischer Ausstattung die zeitnahe und schonende Therapie. Denn schließlich entscheidet bei einem akuten Schlaganfall die qualifizierte und kompetente zügige Behandlung über das Ausmaß möglicher Folgeschäden. Auch für Patienten mit einer neurologischen Erkrankung infolge eines Schlaganfalls oder aufgrund einer Verschlechterung einer chronischen neurologischen Erkrankung wie Morbus Parkinson ist die Akutgeriatrie bestens ausgestattet.



Für alterstypische Stürze mit Knochenbrüchen beziehungsweise osteoporotische Veränderungen ist die Dernbacher Klinik ebenfalls bestens gerüstet und rund um die Uhr einsatzbereit. Neben dem Ausweis als Schwerpunkt für Unfallchirurgie zeichnet sich das Krankenhaus zusätzlich durch seine zertifizierte endoprothetische Versorgung aus. In enger Zusammenarbeit mit den chirurgischen Fachkollegen werden die Patienten nach der operativen Versorgung mittels Mobilisationstherapie stationär nachbehandelt einschließlich einer geriatrischen Frühmobilisation.

Grundsätzlich ist das Ziel einer akut-stationären geriatrischen Behandlung die Wiederherstellung einer möglichst hohen Selbstständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens. Nach Abschluss des stationären Aufenthalts soll der Patient mit einer möglichst hohen Lebensqualität wieder in seine gewohnte Umgebung zurückkehren. Dabei lernen die Patienten bereits im Krankenhaus, wie sie sich auch in den eigenen vier Wänden möglichste selbstständig helfen können. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch die Planung der Lebensverhältnisse nach der Entlassung unter Einbeziehung des Hausarztes, der Angehörigen und der sozialen Dienste. Dazu gehören die Organisation von ambulanter Pflege und Hausnotruf-Systemen, die Auswahl und Beschaffung von Hilfsmitteln beziehungsweise, sofern dies notwendig ist, die Vermittlung von Kurzzeitpflege, Tagespflege oder eines Pflegeheimplatzes. Primäres Ziel der geriatrischen Behandlung ist jedoch die Entlassung in die eigenen vier Wände.


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