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Nachricht vom 11.04.2016    

Abteilungsübergreifende Behandlung im Alter

Ärzte des DRK Krankenhauses informierten über Aspekte der Frakturbehandlung und Sturzvermeidung. Osteoporose und die Bedeutung der Physiotherapie, individualisierte Anästhesieverfahren, Medikamenteneinnahme sowie Pflege auf der Station, Physio- und Ergotherapie wurden von den Experten angesprochen.

Logo des DRK.

Hachenburg. Nach einleitenden Sätzen von Dr. Henning Bläsig begrüßte die 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Gabriele Greis, die Zuhörerschaft und betonte die Bedeutung des hiesigen Standortes, für den sich die regionalen Politiker immer eingesetzt haben und auch weiterhin einsetzen werden.

Klaus Peter Weber, Ltd. Arzt der Alterstraumatologie, ging in seinem Vortrag besonders auf Behandlungsaspekte bei Osteoporose und die Bedeutung der Physiotherapie ein. Durch gezieltes Training sollte bereits in „jungen Jahren“ mit dem Muskelaufbau begonnen werden beziehungsweise dafür gesorgt werden, dass die Muskelmasse erhalten bleibt. Dies ist nicht nur wichtig hinsichtlich einer erhöhten Sturzgefahr im Alter, sondern es kann dadurch sogar bei einigen Erkrankungen die Medikamenteneinnahme reduziert oder sogar ganz vermieden werden.

Wie im vorhergehenden Vortrag beleuchtete auch Dr. K.-W. Christian, Chefarzt der Abteilung Anästhesie/Intensivmedizin, die altersbedingte Gebrechlichkeit und die meist dabei bestehenden Dauer- und Folgeerkrankungen. Hier ist gerade die Anästhesie gefordert, individualisiert die entsprechenden Anästhesieverfahren gezielt und punktgenau anzuwenden. Genauso wichtig ist auch die Überwachung/Betreuung nach der Operation im Aufwachraum oder der Intensivstation – mit besonderem Augenmerk des rechtzeitigen Erkennens eines sogenannten „postoperativen Verwirrtheitszustandes“.



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Dr. Jürgen Bludau, Chefarzt Geriatrie, stellte in seinem Referat anschaulich dar, wie Medika-menteneinnahme und verschiedene Erkrankungen nicht nur zu Stürzen führen können, sondern auch die Angst vor weiteren Stürzen die Situation sogar noch verschlimmert. Er zeigte Wege aus diesem Teufelskreis auf und betonte nochmals den Wert der abteilungs-übergreifenden Behandlungsansätze. Ganz besonders wichtig ist dabei auch die Arbeit der Pflegekräfte auf der Station, die zusammen mit Physio- und Ergotherapeuten dafür sorgen, dass die Lebensqualität im Alter möglichst lange erhalten bleiben kann.

Zum Abschluss dankte Dr. Bläsig den Zuhörern für ihr Kommen und den vortragenden Ärzten, die durch ihr Engagement einen wichtigen und zukunftsweisenden Beitrag für die regionale Gesundheitsversorgung leisten.


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