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Nachricht vom 31.03.2016    

20-jähriges Dienstjubiläum von Dekanatskantor Christoph Rethmeier

Am 1. April dieses Jahres feiert Christoph Rethmeier sein 20-jähriges Dienstjubiläum als Dekanatskantor des Evangelischen Dekanats Bad Marienberg. Seine kirchenmusikalische Laufbahn begann der heute 50-jährige bereits mit 12 Jahren. Im Posaunenchor der Kirchengemeinde seines Vaters, der Gemeindepfarrer in Dortmund war, ging Rethmeier seine ersten kirchenmusikalischen Schritte. Sein Motto: „Die Neugier auf Kirchenmusik nicht verlieren.“

Christoph Rethmeier leitet und dirigiert regelmäßig große symphonische Konzerte. Foto: Röder-Möldenhauer.

Westerburg. Nur wenig später nahm Rethmaier auch als Organist auf der Orgelbank Platz und gestaltete von da an die gottesdienstlichen Feiern der Gemeinde mit. Bereits vor seinem Abitur wurde Christoph Rethmeier mit 16 Jahren an der Dortmunder Hochschule für Musik aufgenommen. Dort studierte er als Jungstudent die Fächer Orgel, Klavier, Chorleitung, Tonsatz, Harmonielehre, Gesang und weitere speziell auf die Evangelische Kirchenmusik ausgerichtete Fächer wie Kirchenliedkunde und Liturgik. Im Anschluss an sein Abitur entschied sich Rethmeier für ein Studium der Evangelischen Kirchenmusik sowie der Chor- und Orchesterleitung. Nach erfolgreichen Aufnahmeprüfungen studierte er an den Musikhochschulen in Frankfurt, Stuttgart und Mainz. Nach seinem Abschluss orientierte sich Christoph Rethmeier zunächst um und nahm das Studium der Humanmedizin in Berlin und weiter in Hamburg auf. Diese Zeit hat ihn auch für seine Tätigkeit als Kirchenmusiker nachhaltig geprägt: „Die Zeit in der Medizin ist etwas, von dem ich noch heute profitiere. Sie hat meinen Blick auf das Leben und den Tod noch mal ganz anders geweitet.“

Dennoch entschied sich Rethmeier schließlich für eine Laufbahn als Kirchenmusiker. „Das besondere an der Kirchenmusik ist, dass sie Menschen in den verschiedenen Lebensumständen begleiten kann weil sie alle ihre Lebenssituationen widerspiegelt. So wie die ersten christlichen Gemeinden singende Gemeinden waren, so kann die Frohe Botschaft der christlichen Verkündigung die Menschen bis in unsere Zeit hinein durch die Kirchenmusik in besonderer, klingender und emotionaler Weise erreichen und begleiten. Und dies in einer sehr großen stilistischen Bandbreite vom alten Kirchenlied, über die musikalische Sprache der Barockzeit oder der Romantik bis hin zu den Klängen der sogenannten populären Kirchenmusik und den neuen geistlichen Liedern. Das Faszinierende an der Kirchenmusik ist für mich, nach wie vor, dass sie Menschen genau dann eine Stimme verleihen kann, wenn das Leben einen eher sprachlos sein lässt; dass sie durch die Kraft der Musik und die Inhalte, die sie transportiert, „Trösterin“ sein kann und will. Entsprechende Rückmeldungen erhalte ich sehr oft; gerade von den Zuhörern der großen oratorischen Konzerte, die mit meinem Dienstbeginn hier im Dekanat Einzug in die musikalische Landschaft gehalten haben.“




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Das Arbeitsfeld von Christoph Rethmeier im Evangelischen Dekanat Bad Marienberg ist breit gefächert. Mit dem Dekanatschor „Vox Humana Ensemble“ erarbeitet er regelmäßig große symphonische Konzerte und bringt selten aufgeführte kirchenmusikalische Werke neu zu Gehör. Daneben arbeitet er mit der Dekanatsband „Beziehungsweise“ an immer wieder neuen Formaten, um das Neue geistliche Liedgut zu inszenieren. Christoph Rethmeier gibt Orgelunterricht in den Gemeinden des Dekanats, bietet kirchenmusikalische Veranstaltungen für Kinder an und ist auch in der Konfirmandenarbeit tätig. Neben seiner Organistenstelle in der Kirchengemeinde Alpenrod gestaltet er auch andere Gottesdienste in den verschiedenen Gemeinden des Dekanats musikalisch mit und berät die Kirchengemeinden gleichzeitig in allen kirchenmusikalischen Belangen.

Für die Zukunft wünscht sich Rethmeier, weiterhin große Konzerte mit dem „Vox Humana Ensemble" anbieten zu können: „Wir bringen oft aufwendige und selten zu hörende Programme und stellen mit manchen Konzertprogrammen Kirchenmusik in aktuelle, auch politische, Kontexte. Das finde ich eine große Bereicherung. Es zeigt, wie Kirchenmusik ein Teil der regionalen Kulturlandschaft sein kann. Auf meinem Klavier zuhause liegt ein Packen von Noten. Da klebt gedanklich ein Zettel drauf mit der Aufschrift: Das willst du noch machen, bevor du pensioniert wirst.“ Ansonsten hofft Christoph Rethmeier, weiterhin Menschen für die vielen unterschiedlichen kirchenmusikalischen Angebote begeistern zu können. Ich möchte selber die Neugier auf die Kirchenmusik nicht verlieren. Deshalb freue ich mich darauf, weiter mit Menschen kirchenmusikalisch unterwegs sein zu dürfen. Damit wir gemeinsam immer wieder entdecken, wie faszinierend es ist, was man da tut mit der Musik und, was die Musik mit jedem von uns macht.“ (shg)


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