Werbung

Nachricht vom 24.03.2016    

Vorerst keine neuen Flüchtlinge für Aufnahmeeinrichtung Stegskopf

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Stegskopf in der Gemeinde Emmerzhausen wird im Stand-by-Betrieb als Reserve vom Land Rheinland-Pfalz vorgehalten. Das teilte Integrationsministerin Irene Alt mit. Neue Flüchtlinge werden derzeit nicht aufgenommen, die dort noch lebenden Menschen werden zeitnah verlegt.

Im Stand-by-Betrieb soll die Erstaufnahmeeinrichtung weiterlaufen. Foto: Reinhard Panthel

Emmerzhausen. Das Land wird die qualitativ sehr gut geeignete Erstaufnahmeeinrichtung Emmerzhausen auf dem Stegskopf weiter im Stand-by-Betrieb als Reserve vorhalten. Eine neue Belegung der Liegenschaft erfolgt vorerst nicht mehr, wie Integrationsministerin Irene Alt mitteilte.

Die Asylbegehrenden, die sich derzeit dort aufhalten, werden – soweit sie nicht in absehbarer Zeit in den Transfer in die Kommunen gehen – in Einrichtungen verlegt, die sich näher an einem Ankunftszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge befinden, wie etwa die Einrichtung in Diez. Hintergrund sind die aktuell geringen täglichen Zugangszahlen von Asylsuchenden in Rheinland-Pfalz. Sie liegen derzeit im zweistelligen Bereich.

„Wir müssen dennoch flexibel bleiben, um für eventuelle Änderungen gewappnet zu sein. Das lehrt uns die Erfahrung des vergangenen Jahres. Deshalb werden wir – wie andere Bundesländer auch – weiterhin Reservekapazitäten in Bad Kreuznach, Alzey, Herxheim und auch auf dem Stegskopf vorhalten. Die internationale Lage ist derzeit einfach noch zu unberechenbar und die wirklichen Auswirkungen der europäischen Entscheidungen auf die Fluchtbewegungen sind noch nicht einzuschätzen. Wir werden die genannten Einrichtungen betriebsbereit halten, damit wir bei wieder ansteigenden Flüchtlingszahlen schnell auf diese Reservekapazitäten zurückgreifen können“, sagte Integrationsministerin Alt.



Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung Emmerzhausen werden anderweitig eingesetzt, die Gespräche dazu laufen derzeit. „Es geht darum, unsere Ressourcen jetzt verantwortungsvoll einzusetzen, aber gleichzeitig schnell auf mögliche Anstiege der Flüchtlingszahlen reagieren zu können. Daher haben wir uns für den Stand-by-Betrieb der Einrichtung auf dem Stegskopf entschieden. Die Kapazitäten dort können im Laufe des Jahres schnell wieder benötigt werden, wenn die Aktivitäten auf den verschiedenen Fluchtrouten nach Europa wieder zunehmen sollten“, heißt es in der Pressemitteilung.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


NAJU-Zeltlager in Niedererbach: Kinder erleben Natur und Nachtpirsch

Ein erlebnisreiches Wochenende brachte jungen Naturforschern die Geheimnisse des Waldes näher. Trotz ...

Herbstwanderung auf der NABU-Naturerbefläche bei Westerburg

Am 13. September 2026 lädt die NABU-Gruppe Hundsangen gemeinsam mit der NABU-Gruppe Guckheim zu einer ...

Vom Drogenabhängigen zum Hoffnungsträger: Michael Flügge und das Jesus-Projekt in Unnau

Michael Flügge hat einen bemerkenswerten Wandel durchlebt. Einst drogenabhängig, ist er heute Mitbegründer ...

Frauenstimmen für den Frieden: Ein bewegendes Benefizkonzert in Koblenz

Am 1. September 2026, dem Antikriegstag, veranstaltete der Internationale Chor Artenvielfalt aus Koblenz ...

Neue Bestattungsformen in RLP: Mehr Freiheiten bei der Vorsorge

Das novellierte Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz erweitert die Optionen für die eigene Vorsorge erheblich. ...

Streit um Windpark Drei Eichen: Gemeinderat erklärt Bürgerbegehren für unzulässig

Der Gemeinderat Leuterod hat ein Bürgerbegehren gegen ein geplantes Windkraftprojekt gestoppt. Die Bürgerinitiative ...

Weitere Artikel


Gedanken zu Karfreitag - der Tag des Leidens

Jesus Christus wurde vor etwa 2000 Jahren am Kreuz hingerichtet. Daran denken die Christen am Karfreitag. ...

EU-Ausschuss gegen Glyphosat-Zulassung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt ebenso wie die Naturschutzorganisation schon lange vor dem ...

„Till Eulenspiegel“ in Stadtbücherei Hachenburg

Grundschulkinder der Klassen 1 bis 4 sind herzlich zum nächsten Lese-Club-Treffen am Dienstag, 5. April ...

Ein neuer Altar für die St. Severus-Stiftskirche

Einen ungewöhnlichen Weg für einen neuen Altar in der St. Severus-Kirche hat die Evangelische Kirchengemeinde ...

Höhere Steuereinnahmen der Kommunen

Auf die Bekanntgabe des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz, die Steuereinnahmen der Kommunen seien ...

Musical-Dinner und großes Frühlingserwachen

Der Frühling hält langsam aber sicher Einzug in den Hohen Westerwald. Und mit ihm kommt die Lust auf ...

Werbung