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Nachricht vom 16.03.2016    

Arbeitgeber trafen Azubis von morgen

„Zukunft braucht Ausbildung“: Unter diesem Motto stand die bundesweite Woche der Ausbildung, an der sich auch die Agentur für Arbeit Montabaur und die beiden Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn beteiligten. Nun zieht Agenturleiterin Madeleine Seidel eine positive Bilanz.

Logo des Arbeitsamts.

Montabaur. „Es zählt zu unserem Kerngeschäft, junge Menschen bei der Berufswahl zu beraten und Betriebe dabei zu unterstützen, geeignete Azubis und damit Fachkräfte von morgen zu finden. In der Woche der Ausbildung rücken wir dieses Engagement alljährlich in den Fokus und setzen besondere Akzente.“

Der Ausbildungsmarkt hat sich zum Bewerbermarkt gewandelt. Das heißt: Bei guter Konjunktur, in Zeiten des demografischen Wandels und angesichts wachsender Studierneigung haben Jugendliche, die eine duale Ausbildung absolvieren möchten, beste Startbedingungen. „Wer dann noch gute Schulnoten und klare Zielvorstellungen mitbringt, findet rasch die gewünschte Lehrstelle“, weiß Madeleine Seidel. „Auf der anderen Seite wird es für Arbeitgeber wird immer wichtiger, für ihre Ausbildungsberufe zu werben und Ausbildungsplätze möglichst zeitig zu besetzen.“

Das gelingt nicht immer. Aber es gibt Jungen und Mädchen, die auch wenige Monate vor Beginn des Ausbildungsjahres noch auf der Suche sind. Ihnen gilt das Augenmerk. Manche sind unentschlossen, andere haben nicht das beste Abschlusszeugnis. Und viele fixieren sich auf wenige altbekannte Tätigkeitsfelder; dabei gibt es in Deutschland 327 duale Ausbildungsberufe mit vielen guten Karriere- und Verdienstmöglichkeiten.

Den Blick weiten, Chancen aufzeigen, Angebot und Nachfrage einander näher bringen: Gerade darum ging es während der Woche der Ausbildung. Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur und der beiden Jobcenter schlug Arbeitgebern anhand von interessanten Profilen Bewerber vor und besuchte zusammen mit Jugendlichen Betriebe in der Region, um direkte Kontakte zu knüpfen. Etwa ein Dutzend Schüler und Schülerinnen zeigte konkretes Interesse an den vorgestellten Berufen; erste Praktika zum „Hineinschnuppern“ konnten schon für die Osterferien vereinbart werden. Ein Schwerpunkt lag dieses Mal darauf, junge Leute auf wenig bekannte Ausbildungsgänge aufmerksam zu machen, für die es noch freie Plätze und gute Perspektiven gibt. Das Spektrum reichte vom Oberflächenbeschichter über den Steinmetz und Gerber bis hin zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik.

Eine besondere Aktion lief am Hauptstandort der Agentur für Arbeit in Montabaur und in den Geschäftsstellen Lahnstein und Westerburg. Beim „Azubi-Dating“ konnten große Arbeitgeber des Einzelhandels potenzielle Auszubildende kennen lernen – unkompliziert und ohne die Hürde eines förmlichen Bewerbungsgesprächs. Vertreter von Aldi, Rewe, Edeka, Obi und der Mühlenbäckerei Jung trafen auf etwa 70 Jugendliche.

Die Resonanz ist durchweg positiv. „Jederzeit wieder“, lautete das Fazit der Arbeitgeber. 70 junge Menschen stellten sich vor, und am Ende des Tages hatte etwa ein Drittel die Zusage für einen Eignungstest oder ein Praktikum. Und es wurde deutlich: Manche wären mit einer schriftlichen Bewerbung nicht zum Zuge gekommen, weil das Zeugnis kein Aushängeschild war. Im Gespräch konnten sie jedoch durch Motivation und gutes Auftreten überzeugen. „Genau das war die Intention des Azubi-Datings“, freut sich die Agenturleiterin.

Auch Thomas Decker, Regionalverkaufsleiter Aldi Montabaur, ist von der Aktion angetan: „Ich habe aussichtsreiche Gespräche geführt und einige Jugendliche kennen gelernt, die Schlüsselkompetenzen für den Beruf des Verkäufers bzw. der Verkäuferin mitbringen, zum Beispiel Offenheit, Freundlichkeit und Kommunikationsbereitschaft. Sie haben bereits Termine für unseren Einstellungstest bekommen.“ Henning Würzer, Marktleiter des Obi-Baumarkts in Montabaur, bestätigt diese Eindrücke. Er ist zudem überzeugt, dass auch diejenigen aus dem Azubi-Dating lernen konnten, die noch kein konkretes Angebot bekommen haben: „Zu wissen, was Arbeitgeber erwarten, ist eine wichtige und grundsätzliche Erfahrung. Ich könnte mir vorstellen, dass mancher nun angstfreier und besser vorbereitet in Gespräche hineingeht.“


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