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Nachricht vom 09.03.2016    

„Anschluss Zukunft“ bringt sich ins Blickfeld der Politik

Um Politik und Öffentlichkeit kurz vor den Landtagswahlen das drängende Thema Straßenausbau in Erinnerung zu rufen, haben Vertreter der Verkehrskampagne „Anschluss Zukunft“ aus dem Landkreis Altenkirchen und Westerwaldkreis heute in Mainz in der Nähe des Landtags ein großes Plakat angebracht.

Thomas Bellersheim und Christoph Böhmer, Unternehmer und Mitglieder des Kampagnenbeirates, Landrat Michael Lieber, IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach und Andreas Hermann, Referent für Infrastruktur bei der IHK Koblenz (von links). Foto: Stefan Sämmer

Kreisgebiet/Mainz. „Anliegen und Probleme von Regionen, die – von Mainz aus betrachtet – entlegen sind, geraten oft in Vergessenheit“, sagt Christoph Böhmer, Sprecher der Kampagne und Inhaber der Böhmer Maschinenbau GmbH in Steinebach. „Deshalb tragen wir unser Anliegen heute direkt in die Landeshauptstadt. Ohne eine gute Verkehrsinfrastruktur haben die Unternehmen in den nördlichen Landkreisen auf Dauer keine Perspektive. Und wo es keine starke Wirtschaft gibt, die Arbeitsplätze schafft, bluten Regionen aus.“

Mit der Kampagne „Anschluss Zukunft“ setzen sich mehr als 70 Unternehmer aus der Region Westerwald-Sieg gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Koblenz, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis, der Kreishandwerkerschaft und Landrat Michael Lieber seit 2012 für eine bessere Anbindung der Region Westerwald-Sieg an die überregionalen Verkehrswege ein.



„Im Fokus steht dabei der Ausbau der B8/B414 zum Lückenschluss zwischen den Autobahnen A3 und A45“, erklärt Oliver Rohrbach, IHK-Regionalgeschäftsführer im Landkreis Altenkirchen. Über 7.600 Unternehmen im Landkreis Altenkirchen, rund 30.000 Pendler sowie der zunehmende Güterverkehr seien von der schlechten Verkehrsanbindung betroffen.
Der Infrastrukturhaushalt des Landes ist seit Jahren unterfinanziert – darauf haben die vier rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern erst im Januar in ihrem landespolitischen Forderungspapier hingewiesen.

Auch der Landesrechnungshof mahnt, dass in den vergangenen Jahren nicht einmal ausreichend Finanzmittel zur Verfügung standen, um den Erhalt der Straßen zu gewährleisten. Die Wirtschaft fordert deshalb eine Aufstockung der Mittel für den Landesstraßenbau auf mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr.


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