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Nachricht vom 26.02.2016    

Krippe in Selters hat noch freie Plätze

Seit einem Monat betreut die Kindertagesstätte Sonnenschein in Selters Kinder unter zwei Jahren. Krabbelkäfer nennt sich die neu eingerichtete Krippe. Noch ist Platz für deutlich mehr Kinder aus der Verbandsgemeinde Selters.

Spielen in der Krippe Krabbelkäfer Selters. Fotos: Stadt Selters.

Selters. Lasse spielt am Teppich, zieht sich mit seiner Schwester in die Kuschelecke zurück oder klettert ins Spielhaus zu den Bällen. Ganz ruhig ist es im Gruppenraum, für den andere Bedingungen gelten als im offenen Konzept der Einrichtung. „Wenn die Kinder Hunger haben, dann gibt es eben Frühstück und manchmal packen wir die Sachen fünfmal aus, denn wir gehen hier viel mehr auf die Einzelbedürfnisse der Kleinen ein“, sagt Erzieherin Tanja Rudel. Der Schlafraum ist direkt nebenan und wer schlafen möchte, der kann das jederzeit tun. „Andererseits versuchen wir auch mit Ritualen, wie einem Liederkreis, den Kindern einen festen Tagesablauf und Orientierung und Sicherheit zu geben“, ergänzt Erzieherin Elke Joos. Drei Erzieherinnen bleiben fest in der Gruppe, das sind doppelt so viele, wie in einer Kindergartengruppe. „Uns war es wichtig, dass die Kleinen nicht im Trubel untergehen, und sie sich hier im geschützten Raum entwickeln können“, erklärt Elke Pollatz, die Leiterin der städtischen Einrichtung.

Erzieherin Christina Schmidt hilft einem 1½ Jahre alten Mädchen beim Einräumen der Spielsachen und spricht dabei die ganze Zeit mit dem Kind. „Wir versuchen alles sprachlich zu begleiten“, erklärt sie, „das hilft den Kindern beim Sprechen lernen, und schließlich wollen wir Vorbild sein.“



Es gibt Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Die Kinder essen es gerne, nur die Salatblätter werden hier und da ausgespuckt, der Schokopudding hingegen nicht. Die Kinder wissen schon genau was danach kommt: Waschen und Schlafen gehen. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder immer selbstständiger werden und vieles alleine können“ sagt Tanja Rudel.

Familie will die Krippe nicht ersetzen, sondern ergänzen und unterstützen. „Wir pflegen hier einen viel engeren Kontakt zu den Eltern, das ist uns sehr wichtig, denn die sollen ein gutes Gefühl haben, wenn sie ihre Kinder vertrauensvoll bei uns lassen“, erklärt Elke Joos. Und das dies wohl gut klappt, bestätigt Sarah Juraschek, die Mutter von Zwillingen: „Ich bringe die Kinder gerne in die Krippe, hier bekommen sie volle Aufmerksamkeit und werden ganz individuell betreut“.

Im Alter von zwei Jahren wechseln die Kinder in eine reguläre Kindergartengruppe, entweder im Haus oder in die für den Wohnort zuständige Einrichtung.


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