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Nachricht vom 24.02.2016    

Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

Tradition verbindet: der Geopark Westerwald-Lahn-Taunus lässt über 2500 Jahre Bergbaugeschichte erlebbar werden. Die Knappschaft steht für mehr als 750 Jahre Sozialfürsorge. "Damit wächst zusammen, was zusammen gehört", kommentierte Lahn-Dill-Kreis-Landrat Wolfgang Schuster eine Kooperationsvereinbarung, die der Geopark und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) im Weilburg Rathaus fixierten.

Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung im Weilburger Rathaus: KBS-Regionaldirektionsleiterin Claudia May und Geopark-Leiter Knut Rehn. Links: Lahn-Dill-Kreis-Landrat Wolfgang Schuster. Foto: privat.

Breitscheid. "Wir wollen möglichst viele gleiche Themen abbilden und Ge-schichte vertiefen", erläuterte Claudia May, Leiterin der KBS-Regionaldirektion Frankfurt, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Auch Geopark-Leiter Knut Rehn stellte die gemeinsamen Ziele und Interessen heraus. So wollen die Partner ein engmaschiges Informations-Netzwerk aufbauen sowie Projekte, Ausstellung und Veranstaltungen koordinieren.

"Wir wollen Synergien nutzen", ergänzt Rehn. Die Möglichkeit, KBS-Mitgliedern Vorteile einzuräumen, steigere das Besucherpotenzial für den Geopark. Claudia May verwies auf gesundheitsfördernde Aspekte wie etwa Wandern auf einer Bergmannsroute oder dem Lahn-Marmor-Weg, aber auch Radfahrmöglichkeiten sowie Kanu- und Kajaktouren.

Für vier Geopark-Schulen, darunter dem Gymnasium Philippinum in Weil-burg oder der Fritz-Philippi-Schule in Breitscheid bietet sich das Knapp-schaftswesen auch als Unterrichtsthema an. "Die älteste Sozialversiche-rung der Welt ist ein spannendes Kapitel für Gesellschaftslehre", berichtet Diplom-Geograph Michael Volkwein. Das Thema könnte zudem in den Geoinformationszentren wie der Grube Bindweide, der Geowelt Fortuna, dem Bergbaumuseum Weilburg und in weiteren außerschulischen Lernor-ten vertieft werden.




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Der nationale Geopark Westerwald-Lahn-Taunus umfasst rund 3800 Quadratkilometer in vier Landkreisen: Lahn-Dill und Limburg-Weilburg in Hessen sowie Altenkirchen und Westerwald in Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, die Erd- und Kulturgeschichte erlebbar zu gestalten. Motto: "Wo Mar-mor, Stein und Eisen spricht ... und der Ton die Musik macht." In der Region arbeiteten in zahlreichen Erzgruben einst tausende von Bergleuten. Die letzte, "Grube Fortuna" in Solms-Oberbiel westlich von Wetzlar, wurde 1983 geschlossen.

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) ist einer der größten Sozialversicherungsträger Deutschlands. Die Krankenkasse Knappschaft mit eigenem medizinische Netz, einst nur Bergleuten und deren Familienangehörigen vorbehalten, ist mittlerweile für jeden geöffnet und zählt bundesweit rund 1,7 Millionen Mitglieder.


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