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Nachricht vom 15.02.2016    

Verbandsgemeindewerke investieren mehrere Millionen in Wasser

Die im Dezember 2015 im Verbandsgemeinderat einstimmig verabschiedeten Wirtschaftspläne der Verbandsgemeindewerke Hachenburg für das Jahr 2016 beschäftigen sich mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen zum Schutz des Trinkwassers und zur Optimierung der Abwasserbeseitigung.

Fotos: Nadja Hoffmann-Heidrich.

Hachenburg. In die Erfüllung dieser beiden Pflichtaufgaben der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sollen mehr als 6,5 Millionen Euro investiert werden; nahezu 100 Millionen Euro waren es bereits im letzten Vierteljahrhundert.

Einen besonderen Stellenwert nimmt hierbei die Errichtung eines zusätzlichen Speicherbehälters in Hachenburg ein, der im Bedarfsfalle auch Trinkwasser für mehrere Ortsgemeinden – bis hin nach Atzelgift oder Borod – bevorratet. Der Werkausschuss hatte sich in seiner letzten Sitzung dafür ausgesprochen, die Ingenieurleistungen für dieses wichtige Projekt zu forcieren und die bauliche Umsetzung in Kürze auszuschreiben.

Auf Einladung von Bürgermeister Peter Klöckner informierten sich Stadtbürgermeister Karl-Wilhelm Röttig, Beigeordnete Gabriele Greis, der Werkleiter Marco Dörner und der stellvertretende technische Werkleiter Rainer Zeiler vor Ort über die im Sommer beginnenden Arbeiten. Frank Meder als verantwortlicher Planer der Firma WITEC GmbH aus Kroppach stellte die Hintergründe und die wesentlichen Kennzahlen des Projektes vor, für das eine Bauzeit von rund 12 Monaten vorgesehen ist und dessen Realisierung ohne Einschränkung für Wasserversorgung vonstattengehen wird.

Ausgehend von Baukosten von rund 1.500.000 Euro wurde den Verbandsgemeindewerken Hachenburg eine zinslose Landeszuwendung von rund 500.000 Euro in Aussicht gestellt. Eine erste Teilrate erhielten die Werke bereits aus der Hand von Umweltministerin Höfken im Sommer letzten Jahres.

Unterhalb des heutigen Hochbehälters, der seit etwa 50 Jahren für die Wasserversorgung verant-wortlich ist, wird ein zusätzlicher Behälter in Brillenbauweise mit vorgelagertem Betriebsgebäude errichtet. Hier werden später – neben dem bereits bestehenden Trinkwasservorrat von 1.700 Kubikmetern - zusätzliche 1.000 Kubikmeter in den beiden gleich großen Rundbecken vorgehalten. Die Erneuerung der veralteten Trinkwasseraufbereitung, die sowohl unter ökologischen als auch unter energetischen Gesichtspunkten erfolgen wird, rundet das Vorhaben ab.

Anstelle der hier gebotenen Entsäuerung mittels eines chemischen Verfahrens unter Einsatz von dolomitischem Filtermaterial erfolgt zukünftig eine rein physikalische Anhebung des pH-Wertes durch einen gezielten Lufteintrag und gänzlich ohne chemische Zusätze. Auch das bei der chemischen Aufbereitung mittels Filtertechnik in regelmäßigen Abständen erforderliche Ausspülen der Fremdstoffe mit Trinkwasser gehört zukünftig der Vergangenheit an.



Daneben wird es nach der Verfahrensoptimierung möglich sein, die Zuflüsse des Rohwassers und die Trinkwasserabflüsse zu vereinheitlichen, um auf diese Weise das Quellwasservorkommen von durchschnittlich rund 1.600 Kubikmetern täglich optimal zu nutzen und energieintensives Rohwasser aus den Tiefbrunnen nur zur Abdeckung etwaiger Verbrauchsspitzen heranzuziehen.

Im Versorgungsbereich Hachenburg – einschließlich einiger Ortsgemeinden - besteht die Notwendigkeit, bis zu 11.000 Einwohner jederzeit mit Trinkwasser zu versorgen. Der damit einhergehende durchschnittliche tägliche Trinkwasserbedarf beträgt etwa 1.500 Kubikmeter. An heißen Sommertagen kann dieser Bedarf auf bis zu 2.100 Kubikmeter ansteigen.

Vom neuen Speicherbehälter wird später nur das kleine Betriebsgebäude sichtbar bleiben. Die beiden Trinkwasserspeicher werden vom Erdreich verdeckt. Obendrein wird selbstverständlich eine standortgerechte Eingrünung und auch Einzäunung der Bauwerke erfolgen.

Der aus dem Jahr 1902 stammende Hochbehälter auf der anderen Straßenseite wird nach Abschluss der Maßnahme nicht länger für die Wasserversorgung benötigt. Hier würde es sich anbieten, diesen als Anschauungsobjekt in den dort verlaufenden Wassererlebnispfad zu integrieren. Insoweit werden die Verbandsgemeindewerke Hachenburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Hachenburg zu gegebener Zeit Vorschläge erarbeiten.


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