Werbung

Nachricht vom 12.02.2016    

62-jährige mutmaßliche Anlagebetrügerin auf der Flucht

Bei der Staatsanwaltschaft Koblenz ist aufgrund einer Strafanzeige seit März 2015 ein Ermittlungsverfahren gegen die 62-jährige Maria K. (Name geändert, richtiger Name der Redaktion bekannt) aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach wegen des Verdachts des Betruges anhängig. Frau K. hat sich an Karneval abgesetzt.

Der Schaden ist noch nicht absehbar. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Die Beschuldigte war, nachdem sie bei einer regionalen Bank ausgeschieden war, zunächst als Vertriebspartnerin einer Versicherung, später auf selbstständiger Basis als Versicherungsmaklerin tätig. Diese Tätigkeit soll unter anderem auch die Vermittlung von Finanzdienstleistungen umfasst haben. Einigen Kunden soll die Beschuldigte angeboten haben, das Geld für eine Verzinsung zwischen 1,9 Prozent und 3,5 Prozent für eine bestimmte Zeit anzulegen.

Eine Police oder Unterlagen über die erfolgte Anlage sollen die Kunden, die das Angebot angenommen haben, laut Staatsanwaltschaft nicht erhalten haben. Es besteht der Verdacht, dass die Beschuldigte nicht in der Lage gewesen sein soll, das Geld vereinbarungsgemäß anzulegen und dass Frau K. das von vorneherein auch nicht vorgehabt haben soll.

Vielmehr sollen Geldbeträge nach Auskunft der Staatsanwaltschaft, die sie den Kunden als „Zinsen“ ausgezahlt haben soll, nicht aus den behaupteten Kapitalanlagen erwirtschaftet, sondern aus dem ihr überlassenen Kapital entnommen worden sein. Zwischenzeitlich soll das Schneeballsystem im Zusammenbruch begriffen sein, da die Neuanlagen zur Deckung der Renditen augenscheinlich nicht mehr ausreichen sollen.

Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber dem WW-Kurier erklärt, gestalten sich die langwierigen Ermittlungen - auch zum Schadensumfang - bislang sehr schwierig. Denn ein Teil der Anleger hofft auf die Rückzahlung von Geld, weil dies in der Vergangenheit auch teilweise erfolgt ist, so dass man „nicht schlecht über die Beschuldigte reden will“ beziehungsweise sich vorläufig noch nicht als geschädigt betrachtet. Anklage soll jedoch laut Staatsanwaltschaft in Kürze erhoben werden. Nach unseren Informationen handelt es sich bislang um etwa 15 Geschädigte, die Anzeige erstattet haben. Die Zahl der Geschädigten dürfte aber mit Sicherheit höher liegen. Die einzelnen Anlagebeträge sind zum Teil sechsstellig, sodass ein Schaden in Millionenhöhe zu befürchten ist.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Pädagogische Fachkraft (m/w/d) für die Tagesförderstätte

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Hauswirtschaftskraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Pädagogische Fachkraft (m/w/d) für die Wohnstätte

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Vorarbeiter / Teamleiter Fahrzeugbeschriftung & Folientechnik (m/w/d)

BeschriftungsMeister.de
56593 Horhausen (Westerwald)

Landwirtschaftlicher Helfer (m/w/d)

Herpter Hof
57610 Gieleroth

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Dem Kurier wurde zugetragen, dass sich Maria K. an Karneval abgesetzt haben soll. Nach Auskunft der zuständigen Polizei ist eine Vermisstenanzeige von den Angehörigen erstattet worden. Die Kriminalpolizei prüft derzeit, ob es sich tatsächlich um eine Vermisstensache oder eher eine Flucht der Beschuldigten handelt. Sollte letzteres der Fall sein, wird die Staatsanwaltschaft sofort die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. (woti)

Kommentar:

Es ist schon sehr verwunderlich, wie vertrauensvoll Anleger ihr mühsam verdientes Geld in fremde Hände geben. Banken sind in unserem Land als sehr geschäftstüchtig bekannt und nutzen zum großen Teil jede Chance Geld zu verdienen. Warum sollten die Geldhäuser einer „kleinen“ Maklerin ein lukratives Geschäftsfeld überlassen? Solange es seriös und gesetzeskonform ist, würden die Banken es nie tun. Auch warnen immer wieder die Verbraucherorganisationen vor solchen Versprechungen, die der Markt normalerweise nicht hergibt. Ist Geiz wirklich geil und macht Gier dumm?

Die geprellten Anleger sollten nun, sofern noch nicht geschehen, schnellstens Anzeige erstatten und die Staatsanwaltschaft unterstützen. Die Hoffnung auf Rückzahlung dürfte dahin sein. Wolfgang Tischler


Lokales: Ransbach-Baumbach & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Erhöhtes Risiko: Wildwechsel im Spätsommer und Herbst

Mit der kürzer werdenden Tageszeit steigt auch das Risiko von Wildunfällen auf den Straßen. Besonders ...

Kostenloser Wegweiser für die Generation 60plus: Westerwaldkreis hat Seniorenbroschüre aktualisiert

Der Westerwaldkreis hat seine Seniorenbroschüre umfassend überarbeitet und neu aufgelegt. Unter dem Titel ...

Neuer Alpha-Kurs in Rückeroth startet im September

Ab dem 16. September bietet die Evangelische Christusgemeinde Sayn-Wied Westerwald in Rückeroth einen ...

Pflegereform kommt: Was 2026 noch geregelt werden sollte

Die geplante Pflegereform der Bundesregierung könnte ab 2027 zu erheblichen Änderungen bei den Leistungen ...

Lions Club Montabaur-Hachenburg spendet digitales Flipchart an Treff am Markt in Selters

Der Treff am Markt in Selters erhält eine Unterstützung: Der Lions Club Montabaur-Hachenburg hat ein ...

Kulinarik, Kultur und Kuriositäten auf dem Jahrsfelder Markt in Straßenhaus

Buntes Markttreiben, kulinarische Highlights und eine ausgelassene Partyatmosphäre: Der Jahrsfelder Markt ...

Weitere Artikel


Raubüberfall auf Fußgängerin: Polizei veröffentlicht Phantombild

Nach dem Raubüberfall vom Montag, 7. Dezember 2015, gegen 18.15 Uhr, sucht die Polizei nun mit einem ...

IGS Selters: Oberstufe startet dreizügig

Die geplante Vierzügigkeit wird erst nach Fertigstellung des Neubaus 2018 möglich, bereits jetzt fehlen ...

Jugendmedienschutz aus der Sicht eines Rechtsanwaltes

Rechtsanwalt Thomas Gfrörer aus Hachenburg, der in Montabaur als Rechtsanwalt tätig ist, folgte einer ...

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte Montabaur

Am Donnerstag, den 11. Februar war ein großer Tag für die Stadt Montabaur. Die Bundeskanzlerin war mit ...

Verkehrsunfall mit vier Fahrzeugen und zwei verletzten Fahrern

Am 11. Februar um 7:16 Uhr, ereignete sich auf der Bundesautobahn A 3, Fahrtrichtung Frankfurt, in Höhe ...

Fokussierter Ultraschall gegen Uterusmyome

MRgFUS - Fokussierter Ultraschall gegen Uterusmyome - im Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach - neue gebärmuttererhaltende ...

Werbung