Werbung

Nachricht vom 05.02.2016    

Altenpflegeschule Westerburg: Depression im Alter

Im Rahmen ihrer Ausbildung an der Altenpflegeschule der Berufsbildenden Schule in Westerburg setzten sich die Schüler der Abschlussklassen auch mit dem Thema "Depression im Alter" auseinander. Betrachtung von allen Seiten: Symptome, Therapie, Prävention, Suizidalität, eigene Erfahrungen und Betroffenheit.

von links: Katja Becher (Altenpflegeschule BBS Westerburg), Frank Lücke (Chefarzt Psychiatrische Tagesklinik Dernbach), Stefanie Moch (Psychiatriekoordination Kreisverwaltung Westerwaldkreis), Ulrike Barteit (Kontakt- und Informationsstelle der Diakonie), Joachim Bliedung (Betroffener). Foto: privat.

Westerburg. Laut dem „Deutschen Bündnis gegen Depression e.V.“ gehört die Depression zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter. Parallel dazu steige, besonders bei älteren Männern, das Suizidrisiko drastisch an. Grundsätzlich sei bei Patienten mit körperlichen Krankheiten und Behinderungen die Häufigkeit von Depressionen erhöht. Depressive Episoden kommen bei den Bewohnern von Pflegeheimen deutlich häufiger vor als bei gleichaltrigen Personen, die außerhalb von Institutionen leben, so das „Deutsche Bündnis gegen Depression e.V.“ weiter.

In den Räumen des Diakonischen Werkes in Westerburg fanden daher wieder drei eintägige Workshops mit den Abschlussklassen der Altenpflegeschule zum diesem Thema statt. Die „Westerwälder Allianz gegen Depression“ begleitete diese Workshops nun zum vierten Mal. So standen den zukünftigen Altenpflegern Ulrike Barteit, als Vertreterin der Kontakt- und Informationsstelle des Diakonischen Werkes, Joachim Bliedung als Betroffener, Frank Lücke, Chefarzt der Psychiatrischen Tagesklinik in Dernbach, und die Psychiatriekoordinatorin der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, Stefanie Moch, als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.




Stellenanzeige

img

Fachkraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld


Die vertrauensvolle, konzentrierte Atmosphäre während der Workshops ermöglichte sehr offene Gespräche und einen regen Austausch. Die Lehrerin, Frau Becher, leitete geschickt die Gesprächsrunde, so dass die Erkrankung „Depression“ von unterschiedlichen Seiten betrachtet wurde: Symptome, Therapie, Prävention, Suizidalität, eigene Erfahrungen und Betroffenheit. Anhand von Skulpturen, die Herr Bliedung während seiner Erkrankung schuf, ließ sich das schwere Thema eindrücklich veranschaulichen.

Die „Westerwälder Allianz gegen Depression“ ist eine gemeinsame Initiative von Einrichtungen und Diensten für psychisch erkrankte Menschen im Westerwaldkreis. Sie möchte über diese weit verbreitete Erkrankung aufklären, damit zur Entstigmatisierung beitragen, und Angebote für Betroffene transparent machen.

Die Workshops wurden von allen Teilnehmenden als sehr lehrreich und wertvoll empfunden, so dass eine Wiederholung mit kommenden Abschlussklassen der Altenpflegeschule fest vorgesehen ist.

Die „Westerwälder Allianz gegen Depressionen“ wird mit einem Infostand auf der Gesundheitsmesse in Bad Marienberg am Sonntag 14. Februar, vertreten sein.


Lokales: Westerburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


SILA Award 2026: Herausragendes Engagement in der Chorkultur wird belohnt

Der SILA Award des Chorverbands Rheinland-Pfalz bietet Chören, engagierten Persönlichkeiten und Institutionen ...

Öffentlichkeitsfahndung: 31-jähriger Maximilian S. aus Bad Neuenahr-Ahrweiler vermisst

Seit dem 12. Januar 2026 wird der 31-jährige Maximilian S. aus dem Bereich Bad Neuenahr-Ahrweiler vermisst. ...

Sportfreunde Eisbachtal triumphieren beim evm-Junior-Cup

Der evm-Junior-Cup in Mülheim-Kärlich bot am 11. Januar 2026 spannende Fußballmomente für Jung und Alt. ...

Spatenstich in Hattert: Landesförderung stärkt Ortsmitte und Versorgung

In Hattert fiel der Startschuss für ein Projekt der Dorferneuerung. Mit einer Förderung des Landes Rheinland-Pfalz ...

400 Drohnensichtungen in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der über Rheinland-Pfalz gesichteten Drohnen ist im vergangenen Jahr hoch. Besonders betroffen ...

Memorabilia X: Der Überfall auf Daaden

Ende des 18. Jahrhunderts glichen Rheinland und Westerwald ein wenig dem, was man sich heute unter dem ...

Weitere Artikel


Sanitär-Heizung und Klimatechnik hat 40 neue Gesellen

Sicherlich sind die Temperaturen in den vergangenen Jahren leicht angestiegen, wie groß angelegte Untersuchungen ...

Arbeitssieg: Neuwied dreht Partie gegen Hamburg

„Och, also wegen uns müsst Ihr nicht wechseln.“ Die Bären haben neue Trikots. Sogenannte Third Jerseys. ...

„Hilfe, wenn die Seele brennt!“

Infos über Hilfen für Menschen mit psychischen Störungen am 24. Februar in Wirges. Angehörige sind oft ...

Familienfreundliches Hachenburg – wie kann es gelingen?

Der Einladung des SPD-Ortsvereins Hachenburg war eine Reihe interessierter Menschen gefolgt, um über ...

Wohnhausbrand in Ransbach-Baumbach - ein Verletzter

Am Freitagnachmittag, den 5. Februar gegen 14 Uhr gab es für die Ransbacher Feuerwehr Alarm. Gemeldet ...

Betrunken in Gegenverkehr - zwei schwerverletzte Personen

Am 5. Februar, um 7.55 Uhr ereignete sich auf der L 293, zwischen Bad Marienberg und Bad Marienberg, ...

Werbung