Werbung

Nachricht vom 18.12.2015    

Eine Millionen Euro für die Sanierung der Nisterbrücke

Wäller Kulturdenkmal bei Marienstatt kann ab 2016 wieder hergerichtet werden. Eine Million Euro für die Sanierung der Nisterbrücke stehen im Haushalt 2016 bereit. Provisorische Pfeilersicherung der Verbandsgemeinde Hachenburg wird ersetzt. Abt des KLosters Marienthal ist erleichtert.

Friedrich Esser, Hendrik Hering, Abt Andreas Range und Peter Klöckner auf der Nisterbrücke. Foto: privat.

Hachenburg. Aufatmen in Marienstatt. Das einzigartige Wahrzeichen des Westerwalds, das wahrscheinlich jedes Kind in unserer Heimat kennt und das auf keiner Werbung über den Westerwald fehlen darf, ist in die Jahre gekommen. Die Brückenpfeiler sind stark unterspült und der Wasserabfluss von der Brücke ist nicht gewährleistet. Dies hat zur Folge, dass sich das Bauwerk mit Wasser vollgesogen hat. Hierdurch ist es sehr anfällig für alle Arten von Schädigungen, die durch Wasser oder Frost entstehen können.

„Hier ist schnellstmöglicher Handlungsbedarf", befand Hendrik Hering bereits bei einem Besuch im Jahr 2013. „Wir werden versuchen, die Sanierungskosten, die schnell einen hohen sechsstelligen Betrag erreichen können, im Haushalt des Landes Rheinland-Pfalz, das zudem auch Miteigentümer der Brücke ist, unterzubringen", ergänzte Hendrik Hering diese Feststellung damals. Der Zustand der Brücke hat sich seither nicht verbessert. Die Verbandsgemeinde Hachenburg hat, neben der Einholung der notwendigen Gutachten auch mit 36.000 Euro Eigenmitteln provisorisch die Pfeiler gesichert. „Wir wollen alles dafür tun, dass diese Brücke, die zweifelsfrei für unsere Heimat identitätsstiftend ist, erhalten bleibt", sagte Peter Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hachenburg. Auch Friedrich Esser vom Forum Marienstatt hatte bereits in den Forums-Informationen seine Mitglieder über den Zustand der Brücke informiert.



Jetzt konnte Hering vor Ort berichten, dass er sein Versprechen einhalten kann. „Es ist mir gelungen, das Land davon zu überzeugen, nun eine Million Euro im Haushalt 2016 zur Verfügung zu stellen um die Brücke von Grund auf zu sanieren. Jetzt kann der Startschuss für Planungen und Ausführung durch die Landesbehörden erfolgen."

Neben Klöckner und Esser zeigte sich vor Allem Abt Andreas Range erleichtert von dieser guten Nachricht aus Mainz. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Land und unserer Abtei ist sehr gut. Das Land hat in Marienstatt immer bewiesen, dass der Gebäudekomplex aus Abtei, Kirche und Schule einen hohen Stellenwert genießt", so Abt Andreas. „Mit der Sanierung der Nisterbrücke kann man von einem schönen Abschluss der außen sichtbaren Sanierungen sprechen wenngleich es noch genug in den Gebäuden zu tun geben wird", so der Abt weiter, der dabei auf die einzigartige Treppenanlage im Kloster verwies, die einer Sanierung bedarf.

Das Land hat in den letzten zwanzig Jahren weit über 15 Millionen Euro in Marienstatt investiert. Der Löwenanteil von 9 Millionen Euro floss dabei in die Sanierung der im Besitz des Landes befindlichen Kirche und eines Teils des Klosters. Die weiteren Beträge wurden aufgewandt um die Schule zu erweitern, das Ganztagsgymnasium einzurichten und die Anlagen zu attraktivieren.



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank!



Lokales: Hachenburg & Umgebung

Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Kommentare zu: Eine Millionen Euro für die Sanierung der Nisterbrücke

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Deutscher Engagementpreis: "Wäller helfen" bekommt den Sonderpreis

Berlin / Region Westerwald. Die Fachjury des Deutschen Engagementpreises hatte entschieden, das Nachbarschaftsnetzwerk "Wäller ...

In Marienstatt Friedenslicht aus Bethlehem empfangen

Streithausen. Am 11. Dezember kommt traditionsgemäß das Friedenslicht aus Betlehem im Bistum Limburg an. Dieses wird am 14. ...

Hohe Ehrung bei der DLRG Landesverband Rheinland-Pfalz

Region. Die Ehrung fand anlässlich des Landesverbandsrates der DLRG Rheinland-Pfalz am 19. November in Koblenz, durchgeführt ...

Neue Ballett-Stangen sorgen für strahlende Kinderaugen in Ballett-Kursen

Höhr-Grenzhausen. Die Freude war bei den jungen Tänzerinnen groß, als sie den Raum betraten. Ekaterina Lichtenwaldt, die ...

Westerwaldwetter - Winter zum zweiten Advent

Region. Im Uhrzeigersinn strömt die Luft um die Hochdruckgebiete herum und führt so zu einem "Kälte-Einbruch" am zweiten ...

Steuerliche Erstberatung für Existenzgründer im Dezember

Montabaur. Dazu bietet das Starterzentrum der IHK-Regionalgeschäftsstelle Montabaur Einzelgespräche mit einem Steuerberater ...

Weitere Artikel


Spende für Benefiz-Gala

Ransbach-Baumbach. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 20. Dezember statt. Mit einem multikulturellen Showabend wird damit ...

Zusätzlicher Bus für Westerburger Schüler

Westerburg. Wie die Kreisverwaltung den Abgeordneten jetzt informierte, sollte mit dem Fahrplanwechsel der bereits am Sonntag, ...

Feierliche Ehrung der Betriebsjubilare im Krankenhaus Dierdorf/Selters

Dierdorf/Selters. Sandkuhl dankte den Mitarbeitern im Namen des Krankenhauses für ihr Engagement. „Sie sind Garant dafür, ...

„Forschergeist 2016“: Wer wird Landessieger in RLP?

Region/Bonn. „Wir leben in einer komplexen Welt. Die Fähigkeit, sich forschend und entdeckend mit Phänomenen der Welt auseinanderzusetzen, ...

Formate der Kleinkunstbühne Mons Tabor sind Qualitätsversprechen

Montabaur/Westerwald. Gemeint sind erfolgreich inszenierte Formate wie die Reihe „Musik in alten Dorfkirchen“ sowie die “Westerwälder ...

Ministerin im Kompetenzzentrum Leichte Sprache

Westerburg. In ihrer Eigenschaft als Sozialministerin begrüße sie ausdrücklich den Abbau von Sprachbarrieren, der grundsätzlich ...

Werbung