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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 28.11.2015 - 09:40 Uhr    

IHK Welcome-Center meldet reges Interesse

In Rheinland-Pfalz gibt es vier IHK Welcome-Center, eines davon in Koblenz. Hier fand am Freitag, 27. November eine Veranstaltung für Unternehmen und Flüchtlinge statt. Die Veranstaltung wurde rege genutzt, denn das Interesse an Fachkräften bei den Unternehmen ist groß.

Region/Koblenz. Informationen rund um das Thema Integration sowie die Möglichkeit, mit Flüchtlingen und internationalen Fachkräften ins Gespräch zu kommen: Darum ging es bei einer Veranstaltung des Welcome-Centers der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz am Freitag, 27. November. Denn viele Unternehmen stehen der Beschäftigung von ausländischen Mitarbeitern und auch Flüchtlingen offen gegenüber.

„Für Unternehmen bestehen häufig Unsicherheiten bei den rechtlichen Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme von ausländischen Fachkräften und insbesondere von Flüchtlingen“, erklärt Karina Szwede, Geschäftsführerin des Bereichs International bei der IHK Koblenz. Daher erörterten Experten bei der Veranstaltung zentrale Fragen wie: Wann dürfen Asylbewerber arbeiten? Unter welchen Voraussetzungen können Fachkräfte aus Drittstaaten nach Deutschland einreisen? Worauf muss man bei der Arbeit im multikulturellen Team im Unternehmen achten?

Auf der anderen Seite sei es, so Anja Witt, Beraterin im Welcome-Center, für Flüchtlinge und Fachkräfte aus dem Ausland oftmals schwierig, den Kontakt zum Unternehmen herzustellen. Das Treffen im IHK-Welcome-Center soll die Kontaktaufnahme erleichtern, indem es eine Plattform für erste Gespräche in lockerer Atmosphäre bietet. Dabei konnten die Teilnehmer auch direkt über Praktikums- oder Ausbildungsmöglichkeiten sprechen. 70 Unternehmensvertreter waren gekommen, und 20 Flüchtlinge und internationale Fachkräfte hatten die Gelegenheit genutzt.

„Eine erfolgreiche Integration kann nur über eine Teilhabe an der Gesellschaft und am Erwerbsleben erfolgen“, sagt Szwede. Dazu könne die IHK Koblenz – wenn es um Ausbildung und den Kontakt zu Unternehmen geht – einen Beitrag leisten. „Angesichts des demografischen Wandels bedeutet die Zuwanderung für unsere Wirtschaft außerdem eine große Chance: Seien es ausgebildete Fachkräfte oder Menschen, die aus der Not heraus Zuflucht in Deutschland suchen – sie alle können die Fachkräfte von morgen sein“, betonte Szwede.

Deutschland ist sowohl für Bürger aus anderen EU-Staaten als auch für Fachkräfte aus Drittstaaten ein attraktives Zielland. Seit 2014 liegt Deutschland sogar weltweit auf Platz zwei der beliebtesten Einwanderungsländer. Die vier IHK-Welcome-Center in Rheinland-Pfalz wurden im März dieses Jahres eröffnet. Ihr Serviceangebot richtet sich an Unternehmen, die im Ausland Fachkräfte rekrutieren, aber auch an internationale Fachkräfte, die in Deutschland beruflich Fuß fassen möchten.



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