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Nachricht vom 02.10.2015    

Unterer Westerwald hat neue Bereitschaftsdienstzentrale

Die am Brüderkrankenhaus in Montabaur angesiedelte Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) ist Anlaufstelle für Menschen aus 84 Städten und Ortsgemeinden. Das katholische Klinikum investierte rund 180.000 Euro in Erweiterung und Modernisierung der Praxisräume.

Am Brüderkrankenhaus in Montabaur ist die Bereitschaftsdienstzentrale angesiedelt. Fotos: Wolfgang Tischler

Montabaur. Außerhalb der Praxissprechzeiten der Ärzte vor Ort ist seit Juli das Brüderkrankenhaus in Montabaur die Anlaufstelle für Patienten. Für welche Orte die BDZ zuständig ist, können Sie am Ende des Textes lesen. Die beiden bisherigen ärztlichen BDZ in Dernbach und Montabaur wurden zu einer Praxis am Katholischen Klinikum in Montabaur zusammengelegt. Geleitet wird die Zentrale von den beiden niedergelassenen Ärzten Dr. med. Volker Classen aus Untershausen und Dr. med. Axel J. Fries aus Höhr-Grenzhausen.

„Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz stellt die Versorgung der ambulanten Versorgung im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags sicher. Hierzu gehört auch die flächendeckende Einrichtung von Bereitschaftsdienstzentralen“, sagt Torsten Erb, Abteilungsleiter Sicherstellung bei der Kassenärztlichen Vereinigung. „Die beiden bisherigen Bereitschaftsdienstzentralen lagen relativ nah beieinander, so dass aus Sicht der KV ein wirtschaftlicherer Betrieb möglich werden konnte, wenn man lediglich einen Standort betreibt. Dies schlägt sich auch darin nieder, dass die BDZ nun an sieben Tagen die Woche besetzt ist.

Bruder Alfons Maria Michels, Mitglied der Geschäftsführung der BBT-Gruppe sagte: „Wir unterstützen gerne die KV bei der Etablierung der Notfallversorgung an unserem Klinikum in Montabaur. Wir begrüßen die Entscheidung für den Standort Montabaur. Hierdurch können wir gemeinsam ein umfassendes Versorgungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger im unteren Westerwald sicherstellen. Die unmittelbare Nähe von ambulanter Notfallversorgung mit dem klinischen, ambulanten und stationären Versorgungsangebot bedeutet aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten kurze Wege. Im Notfall können zeitliche Aspekte entweder Risiko- oder Erfolgsfaktoren in der Diagnostik und Behandlung bedeuten.“

„Junge Kollegen, die über eine Niederlassung in einer Praxis in der Region nachdenken, haben damit die Gewährleistung, dass Sie am Wochenende und feiertags ihre Freizeit genießen können, da an diesen Tagen die BDZ die Notdienstversorgung gewährleistet und den Kollegen damit den Rücken frei hält. Ohne eine solche Bereitschaftsdienstzentrale hätte die ländliche Region einen großen Standortnachteil gegenüber den Ballungszentren. Der Region würde ein baldiges Praxissterben drohen“, betonten die leitenden Ärzte Classen und Freis. Dies sah auch Gabi Wieland, die Stadtbürgermeisterin und Landtagsabgeordnete als großen Vorteil an.

Oliver Zimmer, Kaufmännischer Direktor des Katholischen Klinikums erläuterte: „Wir können für die Patienten eine vollumfängliche Notfallversorgung anzubieten. In einer Zeit, in der in vielen anderen Kliniken die ambulante Notfallversorgung zunehmend schwieriger wird und eher als Mangelzustand beschrieben wird, bieten wir abgestimmte Strukturen und für jeden Patienten die richtige Versorgungsform. Dies gelingt durch ein Arbeiten „Tür-an-Tür“ und durch nachvollziehbare einfache Wege für den Patienten. Wir sehen die Entscheidung der KV für unser Haus auch als wichtigen Baustein, den Klinikstandort Montabaur weiter als regionalen Notfallstandort zu stärken.

Dazu gehört neben der Bereitschaftsdienstzentrale auch das Notarzteinsatzfahrzeug, das ebenfalls in Montabaur stationiert ist. In einem weiteren Schritt wird der ab 2016 errichtete Linksherzkatheter dann auch die stationäre Notfallversorgung am Standort noch weiter stärken und die Klinik ihren festen Platz in der Notfallversorgung des Westerwaldes weiter ausbauen. Wir sind sehr froh darüber, in der Klinik damit ein für die Region einmaliges und überdurchschnittlich großes Spektrum der Notfallversorgung anbieten zu können und nehmen unsere Aufgaben und Pflichten in der Region für dieses wichtige Thema sehr gerne und ernsthaft wahr!“

Patienten können sich mit allen gesundheitlichen Beschwerden, die sie normalerweise zu einem Hausarzt führen würden, zu den Öffnungszeiten der Bereitschaftsdienstzentrale an die dortigen Mediziner wenden. Für akute Notfälle ist zudem die Notfallaufnahme am Brüderkrankenhaus zuständig. (woti)

Öffnungszeiten der Bereitschaftsdienstzentrale Montabaur
Montag von 19 Uhr bis Dienstag 7 Uhr
Dienstag von 19 Uhr bis Mittwoch 7 Uhr
Mittwoch von 14 Uhr bis Donnerstag 7 Uhr
Donnerstag von 19 Uhr bis Freitag 7 Uhr
Freitag von 16 Uhr bis Montag 7 Uhr
Am Vorabend von Feiertagen von 18 Uhr bis zum Tag nach dem Feiertag 7 Uhr.
Wochenende und Feiertage rund um die Uhr.

Das Versorgungsgebiet der Bereitschaftsdienstzentrale Montabaur:
Alsbach, Arnshöfen, Bannberscheid, Berod bei Wallmerod, Berzhahn, Bilkheim, Boden, Breitenau, Caan, Daubach, Deesen, Dernbach (WW), Dreikirchen, Ebernhahn, Elbingen, Ellenhausen, Ettinghausen, Ewighausen, Gackenbach, Girkenroth, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Guckheim, Hahn am See, Härtlingen, Heilberscheid, Heiligenroth, Helferskirchen, Herschbach (OWW), Hilgert, Höhr-Grenzhausen, Holler, Horbach, Hübingen, Hundsangen, Hundsdorf, Kaden, Kammerforst, Krümmel, Kuhnhöfen, Leuterod, Mähren, Marienrachdorf, Meudt, Mogendorf, Molsberg, Montabaur, Moschheim, Nauort, Nentershausen, Niederahr, Niederelbert, Niedererbach, Niedersayn, Nomborn, Nordhofen, Oberahr, Oberelbert, Obererbach, Oberhaid, Ötzingen, Quirnbach, Ransbach-Baumbach, Ruppach-Goldhausen, Salz, Selters (WW), Sessenbach, Sessenhausen, Siershahn, Stahlhofen, Staudt, Steinefrenz, Untershausen, Vielbach, Wallmerod, Welschneudorf, Weltersburg, Weroth, Willmenrod, Wirges, Wirscheid, Wittgert, Zehnhausen (Wallmerod).


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