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Nachricht vom 13.08.2015    

50 Westerwälder Landschweine suchen neues Zuhause

Gesetze kennen keine Ausnahme, Gnade oder Mitgefühl. Diese Erfahrung machen gerade Waltraud Fazio und Volker Luckenbach aus Pracht-Wickhausen. Es geht in diesem Fall nicht nur um ihre Existenz sondern auch um rund 50 Westerwälder Landschweine denen per Gesetz der Garaus gemacht werden soll. Es wird dringend ein neues Gelände mit Stall gesucht.

Die alte Schweinerasse "Bunte Bentheimer" genießen noch unbeschwert den Sommer, ihr Schicksal ist aber scheinbar besiegelt. Fotos: pr

Pracht-Wickhausen. Volker Luckenbach aus Wickhausen hat sich jetzt nach langem Zögern und einem schwelenden Streit im Dorf und mit den Behörden entschlossen an die Öffentlichkeit zu gehen. Es geht um den Fortbestand der Schweinezucht die Luckenbach mit Waltraud Fazio seit 2011 betreibt. Etwa 50 Bunte Bentheimer Schweine, eine alte Haustierrasse, brauchen jetzt dringend ein neues Gelände.

Wickhausen, der Ortsteil von Pracht mit rund 410 Einwohnern und etwa 160 Häusern ist Wohn-Mischgebiet, eine Nutztierhaltung in der Größenordnung ist untersagt. Dies treffe auch für den Außenbereich zu. Es gibt nach den Angaben von Luckenbach vier Kläger, die auf rechtliche Schritte nicht verzichten und jetzt kommt das Ende für die Weidehaltung der Westerwälder Landschweine.

Luckenbach schildert die Vorgänge in eigenen Worten. So sei es im Februar 2015 zu Beschwerden einiger Nachbarn bezüglich der Schweinehaltung gekommen. „Wir haben alle nahen Nachbarn eingeladen, ihnen unseren Standpunkt und Zukunftspläne der Schweinehaltung erläutert. Leider konnten wir die wenigen Kläger nicht dazu bewegen, auf weitere rechtliche Schritte zu verzichten, und dies trotz unseres Versprechens, dass wir im kommenden Jahr eine neue Anlage außerhalb von Wickhausen bauen möchten. In den letzten Monaten haben wir den Tierbestand mit herben finanziellen Verlusten bereits deutlich reduziert. Ein teures Emissionsgutachten, dass wir bei der Landwirtschaftskammer Trier in Auftrag gegeben hatten, bescheinigte eine absolute Bagatellbelästigung und für Anwohner zumutbar. Kein Grund also, eine Haltungsuntersagung auszusprechen. Auch andere Behörden, wie das Kreisveterinäramt, die Naturschutz- und untere Wasserschutzbehörde sprachen keine Mängel aus“ schreibt Luckenbach.

„Damit ist das Projekt "Westerwälder Landschwein Das Original ®", (Luckenbach ließ sich die Bezeichnung schützen) das im Übrigen von der Kreisentwicklungsgesellschaft AK-WW sehr befürwortet wird, faktisch am Ende. Eigentlich sind ja solche Projekte politisch in Rheinland-Pfalz und auch bundesweit gewollt, nur scheinbar hier nicht“ , kritisiert Luckenbach.

"Waltraud und ich finden, es ist dringend geboten, hier einmal das Thema öffentlich zu machen. Denn letztlich müssen sich die kommunalen Behörden mit einer endlosen Vielfalt von Klagen beschäftigen, die Gesetze machen jedoch andere. Das Nutzungsverbot musste verhängt werden, da die Kläger auch gegen die Verwaltung vorgehen wollten.

Vier Jahre mühevolle Aufbau- und Zuchtarbeit ist nun am Ende. "Wir finden so kurzfristig keine Lösung. Es ist unglaublich schwierig einen Hof zu finden, wo es weiter gehen könnte. Deshalb suchen wir dringend ein Stallgebäude mit entsprechend großem Außenbereich, wo die Tierhaltung erlaubt ist", sagte Luckenbach.



Im Rückblick wurde nicht nur viel Geld in den Sand gesetzt, auch die vielen Arbeitsstunden sind umsonst gewesen. Doch es gibt ja noch einen Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte. Es geht um Tiere, die artgerecht und gesund aufwachsen können. Es geht um gesunde Ernährung und Genuss für die Menschen. Nachhaltige ökologisch sinnvolle Nutztierzucht im bäuerlich geprägten Westerwald soll nicht möglich sein?

Was jetzt die nächsten Tage passiert weiß Luckenbach noch nicht. Er hofft auf Hilfe und schnell auf ein neues Gelände. Die Tiere in irgendeinen Massenstall unterbringen oder alle abschlachten, die kleinen Ferkel einschläfern lassen – da kommen heftige Emotionen hoch. „Das sind doch keine Gegenstände, die man per Verordnung mal eben von A nach B transportiert. Man lässt uns noch nicht einmal mehr die Zeit, das Projekt in Würde für die Tiere und uns ausklingen zu lassen. Das kann doch ganz einfach nicht wahr sein. Wo leben wir mittlerweile in Deutschland? Ist das noch unser Land?“ fragt sich Luckenbach bitter enttäuscht.

Wer im Großraum des Westerwaldes helfen will und kann sollte sich schnell bei Waltraud Fazio und Volker Luckenbach unter der Telefonnummer: 02682 967180 melden. (hws)

Kommentar
In den kleinen Dörfern mit Tierhaltung stinkt es manchmal, vor allem dann wenn die Bauern ihre Gülle ausbringen. Wenn Gülletransporte aus den anderen Bundesländern oder gar aus Holland das Luftholen erschweren, für Nitratanreicherungen in den Bächen sorgen - Wer klagt da? Die Freiluft-Schweinehaltung in Wickhausen sorgt nicht für unzumutbare Geruchsbelästigung, das haben Biergartenbesucher bestätigt ebenso die Messungen. Der Biergarten liegt in unmittelbarer Nähe des Geländes.
Was ist mit einer Gesellschaft los, die sich täglich mit Ekelfleischskandalen beschäftigt, sie meist verurteilt aber Alternativprojekte auch nicht will? Da werden Zuchtanlagen für mehr als 50.000 Schweine genehmigt, damit die Deutschen ihr Schnitzel für 99 Cent/KG kaufen können? Eigentlich müsste ein lauter Aufschrei der Entrüstung durch den Westerwald gehen, angesichts des Skandals, das ein solches Projekt per Gesetz kaputt gemacht wird.
Ich wünsche mir jedenfalls, dass es mutige Mitbürger gibt, die sich dagegen auflehnen und helfen, dass es eine schnelle Lösung für die Westerwälder Landschweine gibt und möglichst viele Nachahmer für solche Projekte in den aussterbenden Dörfern. Helga Wienand-Schmidt


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Kommentare zu: 50 Westerwälder Landschweine suchen neues Zuhause

36 Kommentare

Die Frage ist doch die, wie man so uninformiert sein kann und eine Schweinezucht im großen Stil eröffnet, ohne die gesetzlichen Bestimmungen vorher abzuklopfen um sich abzusichern? Jetzt nachträglich jammern ist der falsche Weg. Hat der Betreiber der Schweinezucht das Einverständnis der jetzt klagenden Nachbarn eingeholt, BEVOR er mit der Zucht begonnen hat? Wenn ja, dann hat er doch sicher eine schriftliche Einverständniserklärung vorliegen. Ach, hat er nicht? Dann muss er sich jetzt auch nicht aufregen.
#36 von Klaus Bering, am 22.08.2015 um 17:19 Uhr
Hier geht es doch in 1. Linie um die Zukunft einer vom Aussterben bedrohten Rasse und um artgerechte Haltung. Es muss eine Lösung gefunden werden, die allen Beteiligten gerecht werden kann. Der Gemeinderat könnte ein Treffen mit allen Betroffenen organisieren und gemeinsam wird sich doch sicher eine Lösung finden. # Nadja und Achim Schumacher,Raubach


#35 von Nadja und Achim Schumacher, am 21.08.2015 um 06:37 Uhr
ich kann nicht verstehen, dass Herr Luckenbach jetzt auf die Tränendrüse drückt, denn er will die Schweine doch auch schlachten, um das Fleisch in seinem Restaurant zu verwerten oder auch zu verkaufen.
#34 von Brigitte, am 20.08.2015 um 17:29 Uhr
Die gesetzlichen Bestimmungen sind für alle da - auch für die Öko-Fraktion.
#33 von Reinhold Mund, am 20.08.2015 um 06:51 Uhr
Dass in unmittelbarer Nähe der Schweine Rindviecher und Schafe (vierbeinig) auf Weiden/Wiesen stehen, scheint kein Schwein (...) zu stören. Da denkt man sich seinen Teil.
#32 von Christa, am 20.08.2015 um 06:51 Uhr
Wir waren im Juni mit vielen Kindern auf dem Gelände und haben uns die Schweine und kleine Ferkeln angeschaut und waren begeistert.Keiner von den Kindern, obwohl Kinder eigentlich sehr ehrlich sind, hat sich beschwert, dass es stinkt... Und ich hatte auch ein gutes Gefühl, dass es den Schweinen gut geht und die Wurst war auch richtig lecker! Ich finde, es sehr traurig, dass man in unserer Zeit versucht, so die Leute zu unterdrücken, ich habe gedacht, die Zeiten sind längst vorbei.... Schade!!!!
#31 von Angelina, am 18.08.2015 um 11:33 Uhr
Ich finde es toll, das es noch Landwirte gibt die sich solch ein Mühe machen gesunde und natürlich aufgewachsene Schweine züchten. Sie stellen sich somit gegen die Massentierhaltung.

Die Menschen die jetzt sich durch diese Schweinehaltung belästigt fühlen, denken nicht wirklich weiter. Sie fördern nur die EU-Bürokratie, Amtsschimmel und die Massentierhaltung.
Sie sollten dankbar sein für das Geschenk, das in ihrer Nachbarschaft Tiere Artgerecht aufgezogen werden.
Leider zerstört genau dieser Egoismus, solcher Leute die sich von ein paar Schweinen belästigt fühlen, unserer Gesellschaft.
#30 von Reimund Seifen, am 18.08.2015 um 11:32 Uhr
tentare di proibire l'attivita dei signori Luckenbach e Fazio che hanno dimostrato una loro eccellenza e professionalita di cui hanno beneficiato molte famiglie e turisti significa soddisfare la prepotenza di pochi individui che con motivi futili vogliono distruggere una realta' imprenditoriale e bioetica importante per il territorio
Professoressa Geat e Giuseppe Jacobini
Hier wird der Versuch unternommen, das Geschäft von Herrn Luckenbach und Frau Fazio zu verbieten, mit dem sie iherausragende Qualität und hohe Professionalität zum Nutzen vieler Familien und Touristen gezeigt haben. Das würde bedeuten, der Anmaßung einiger weniger nachzugeben, die mit vorgeschobenen Gründen ein Unternehmen zerstören wollen, das mit seiner bioethischen Ausrichtung für die ganze Region wichtig ist.
#29 von Prof. Marina Geat e Giuseppe Jacobini, am 17.08.2015 um 16:08 Uhr
Wow, endlich mal lebhafte Diskussionen auf dem Land :-).
Was mich interessieren würde:
Wieviel Schweine möchten die Hobby-Landwirte auf dem Land denn in der Zukunft wirklich halten: Eher 30 Schweine oder 300 Schweine?
Am besten wäre es, wenn alle Befürworter der Schweine selbst einen kleinen Bestand von 2-3 Schweinen eröffnen würden. Das ist in meinem Sinne ökologisch :-).
#28 von Markus M., am 17.08.2015 um 13:06 Uhr
Es ist schwer nachvollziehbar, daß in unserer ländlichen Region bäuerliche Kleinbetriebe in den Dörfern nicht mehr geduldet werden. Es ist noch nicht so lange her, da hatte eine Gemeinde wie Pracht im und ums Dorf 15 - 20 mittelständige, landwirtschaftliche Familienbetriebe. Wie schnell wir doch vergessen.
Nun muß ein weiterer Betrieb schließen - noch dazu ein Biobetrieb mit artgerechter Tierhaltung während gleichzeitig die tierquälerichen Massenhaltungen aus dem Boden schießen und außerdem noch gefördert werden. Was für ein moralischer Skandal!
Offenbar bekommen wir auf unsere Teller genau das Qualfleisch, was gesellschaftlich und politisch gewollt ist.
Ein Signal in die richtige Richtung könnte mal ein Vollzugsmoratorium bis zur Verfügbarkeit eines neuen Standorts sein.
Peter Merzhäuser
#27 von Peter Merzhäuser, am 17.08.2015 um 13:06 Uhr
Sehr geehrter Herr Schäfer,

leider sind Sie uns persönlich nicht bekannt, aber das so hoffen wir, kann sich ja noch ändern.
Es freut uns, dass Sie sich rege an der Diskussion beteiligen, vielen Dank dafür.
Gestatten Sie mir, dass ich Ihren Beitrag beantworte: Viele Menschen haben unseren Tieren und uns in den letzten Tagen und Wochen versucht zu helfen. Es gab auch Angebote für die Unterbringung der Tiere. Nun sind 50 Schweine und tragende Zuchtsauen keine Hamster oder Meerschweinchen, heisst: die Voraussetzungen müssen sowohl behördlicherseits erfüllt sein (auf Genehmigungen legen sie laut ihrem Kommentar ja auch großen Wert), dem Tierwohl muss gedient sein, Größe und Raumangebot von Stall, Fläche und Standort müssen stimmen, die Entfernung zu Pracht, denn schließlich wollen Tiere 2 x tägl. versorgt werden, die Zukunftsperspektiven nicht zu vergessen, usw. usw. Von der Bio-Zertifizierung ganz zu schweigen, denn den würden wir bei einem Umzug gegebenenf. auch noch verlieren. Sie sehen, das ist alles nicht so einfach. Aber wie heisst es so schön i Volksmund? Zuletzt stirbt die Hoffnung.
#26 von volker luckenbach, am 17.08.2015 um 09:57 Uhr
Lieber Sven Bromba,

jetzt wird´s wirklich einfach nur noch dumm. Als ehrbares Mitglied des Gemeinderates Pracht sollten Sie doch bitte, bevor man öffentlich kommentiert, mit dem aktuellen Stand der Sachlage im Vorfeld vertraut sein. Dies sollte seitens unseres Bürgermeisters Udo Seidler, der schon vor vielen Wochen von mir darum gebeten wurde, Sie (den Gemeinderat) über den Stand der Dinge zu informieren, geschehen sein. Gerne tun wir dies auch persönlich. Was halten Sie von einem Informationsabend kommende Woche Dienstag, den 25.08.2015 18.00 Uhr bei uns im Hause? ALLE INTERESSIERTE sind herzlich eingeladen. Zu vermuten ist allerdings, dass wie beim letzten mal, die "SCHWEINE NEIN DANKE FRAKTION" wieder nicht anwesend sein wird.
Übrigens: Schauen Sie mal in ihrem Keller und der Garage nach, da haben wir heute Nacht hunderte Schweine versteckt, der Kindergarten Pracht wurde von uns in einem Handstreich vereinnahmt und 400 Schweine dort untergebracht. Unser Sportplatz eignete sich bedingt durch die hohe Umzäunung besten für die weitere Unterbringung unserer Schweine. 600 an der Zahl sind es nun dort! Allerdings schmeckt ihnen der Kunstrasen nicht, was sie dazu veranlasste, tief darunter nach Futter zu suchen. Ist ein Spaß :) Nicht böse sein. Schauen Sie kommende Woche vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch. Schön wäre es, der ganze Gemeinderat nebst Bürgermeister käme gleich mit.
#25 von volker luckenbach, am 17.08.2015 um 09:57 Uhr
... nicht nur hier auch bei Facebook ist die Sache sehr publik gemacht worden. Und es gab Menschen die Herrn Luckenbach helfen wollten. Ihm sogar Adresse und Telefonnummer von einem Ersatzquartier vermittelt haben. Leider hat Herr Luckenbach dies aber in keinster Weise genutzt.

Grundsätzlich bin ich auch der Meinung das Tiere - besonders vom aussterben bedrohte - in ländlicher Umgebung aufwachsen und gezüchtet werden. Aber auch im Einklang mit Gesetzen und nicht ohne Genehmigung ...
#24 von W. Schäfer, am 17.08.2015 um 06:50 Uhr
Ich denke Menschen die uns kennen,wissen wie viele Tiere hier sind und waren....... ...........Land kaufen ist doch nichts Schlimmes!?

#23 von Waltraud, am 17.08.2015 um 06:50 Uhr
... nicht nur hier auch bei Facebook ist die Sache sehr publik gemacht worden. Und es gab Menschen die Herrn Luckenbach helfen wollten. Ihm sogar Adresse und Telefonnummer von einem Ersatzquartier vermittelt haben. Leider hat Herr Luckenbach dies aber in keinster Weise genutzt.

Grundsätzlich bin ich auch der Meinung das Tiere - besonders vom aussterben bedrohte - in ländlicher Umgebung aufwachsen und gezüchtet werden. Aber auch im Einklang mit Gesetzen und nicht ohne Genehmigung ...
#22 von W. Schäfer, am 16.08.2015 um 19:05 Uhr
Ich bin etwas verunsichert über die unterschiedlichen (auch widersprüchlichen) Aussagen.
Trotzdem bin ich der Ansicht, dass es möglich sein sollte, in einem Dorf bis zu 50 Freilandschweine mit entsprechend Fläche halten zu können. Wenn es mehr werden (im Ort), hätte ich evtl. auch ein Problem.
Wir wohnen neben einem Klein-Landwirt, der jetzt leider aufhört, und da hat es hin und wieder auch nach Mist oder Gülle gerochen.
Meine Frau und ich werden wahrscheinlich mal nach Wickhausen fahren, um uns selbst ein Bild zu machen.
Und hoffe doch noch auf einen Kompromiss in dieser Sache !
#21 von A.Zurawski, am 16.08.2015 um 19:05 Uhr
Liebe Frau Fazio,

dann stammt die mir bekannte Präsentation mit der genannten Zahl von Tieren nicht aus Ihrem Hause? Auch der Ankauf von landwirtschaftlichen Flächen unterhalb der Waldstraße ein Gerücht?

Sie sollten hier nic Halbwahrheiten verbreiten.
#20 von Sven Bromba, am 16.08.2015 um 19:04 Uhr
... nicht nur hier auch bei Facebook ist die Sache sehr publik gemacht worden. Und es gab Menschen die Herrn Luckenbach helfen wollten. Ihm sogar Adresse und Telefonnummer von einem Ersatzquartier vermittelt haben. Leider hat Herr Luckenbach dies aber in keinster Weise genutzt.

Grundsätzlich bin ich auch der Meinung das Tiere - besonders vom aussterben bedrohte - in ländlicher Umgebung aufwachsen und gezüchtet werden. Aber auch im Einklang mit Gesetzen und nicht ohne Genehmigung ...
#19 von W. Schäfer, am 16.08.2015 um 17:28 Uhr
Lieber Herr Bromba.........
sicher ist dies nicht der Ort um darüber zu diskutieren, aber Gefühle und Enttäuschen bewegen nunmal dazu Dinge zu tun.

Und deswegen MUSS ich hier eben KLAR stellen, das zu KEINER Zeit 200 Zuchtsauen gehalten wurden.
Noch nicht einmal im Gesamtbestand (Ferkel , Eber, Masttiere) war dies auch nur zu irgend einem
Zeitpunkt der Fall.
Es waren im Höchstfall.......und dies auch nur kurz einmal knapp über 50 Tiere.
800 - 1000 Tieren???.......sorry ich muss schmunzeln wo bitte sollten diese gewesen sein? Und dies entspricht auch nicht dem was wir uns vorstellen.

Also bitte erst einmal genau informieren, bevor man so manch einem Gerede Glauben schenkt.
Schade!!!

Liebe Grüße
Waltraud Fazio
#18 von Waltraud Fazio, am 16.08.2015 um 17:28 Uhr
Wir kochen und essen gerne und gut, kommen jedesmal gerne zum Essen ins Bon Goût und waren ebenso wie unsere Freunde begeistert von der Qualität des Bio-Landschweins. Wir haben das Fleisch eines ganzen Schweines gekauft, weil wir wissen, dass so gute Fleischqualität nur durch Unterstützung der Züchter erhalten werden kann. Die biozertifizierte Landwirtschaft im Westerwald wie das Projekt von Volker Luckenbach und Waltraud Fazio sind ebenso wie die "Kräuterwind"-Initiativen wertvolle Beiträge zu Landschaft und Kulinarik und verdienen breite Unterstützung, insbesondere auch durch regionale und lokale Verwaltungen.
#17 von Dr. Christian Lockemann und Dr. Susanne Heiler, am 16.08.2015 um 17:27 Uhr
Sven Bromba sind sie sich da im klaren was sie da geschrieben haben ? 800 - 1000 schweine gibt es hier nicht. Ich arbeite bei Frau Fazio und Herrn Luckenbach schon seit November letztem Jahr und in der zeit waren wir nicht mal annähernd an den 800 - 1000 schweinen. Ich weiß nicht wieso sie sowas hier schreiben. Einfach nur traurig das man hier schon rumlaufen muss !!!
#16 von Ian Neumann, am 16.08.2015 um 17:26 Uhr
Hallo,
würde mich doch sehr interessieren, ob es richtig ist, dass es 800-1000 Tiere sind, oder 50??? Welche Angabe ist hier korrekt?? Kann jemand das bitte bestätigen??
Im übrigen bin ich auch sehr bestürzt darüber, dass den Haltern nicht ausreichend Zeit eingeräumt wird. Es geht doch um lebende, sensible Tiere.
#15 von Sabine Zurawski, am 16.08.2015 um 09:58 Uhr
Hallo,
Der Kommentar von Frau Fazio hat mich im Ergebnis dazu bewegt, an dieser Stelle ein Statement abzugeben, obwohl ich der Meinung bin, dass dieses weder der Ort noch die Zeit ist, dieses Thema zu diskutieren.
Zunächst habe ich leider den Eindruck, dass das Thema sehr schlecht ausgearbeitet wurde bzw. bewusst mit Halbwahrheiten gespielt wird. Hier geht es keinesfalls "nur" um 50 Schweine, sondern um ein SCHWEINEMAST mit ständig 200 Zuchtsauen, im Ergebnis incl. Ferkel also um 800 bis 1000 Tiere. Diese sollen in einem Stall in unmittelbarer Umgebung (ca 10 bis 20 Metern) zu einem Wongebiet gehalten werden. Wirklich BIO?
Weiterhin war und ist das Projekt von ANFANG an nicht genehmigungsfähig, ohne das es die Züchter gekümmert hätte. Die Konsequenzen nun auf die Böse Nachbarschaft zu schieben, halte ich für unangemessen.
Auch hat weder Herr Luckenbach noch Frau Fazio das Gespräch mit dem Gemeinderat gesucht. Sich jetzt über mangelnde Gesprächsbereitschaft zu beschweren verstehe wer will.
Und an alle, die hier auf die "bösen Nachbarn" schimpfen und einen Umzug empfehlen: Wer die Schweinezucht mit 1000 Tieren auf dem Nachbargrundstück haben will, darf sich gerne zuerst bei Herrn Luckenbach und dann bei seinen anderen Nachbarn melden. Die zuletzt genannten werden sich freuen.
#14 von Sven Bromba, am 16.08.2015 um 07:39 Uhr
Ich glaube, das in Wickhausen 90 % der Einwohner nichts gegen eine kleine Schweinezucht haben. Genauso wie in allen anderen Dörfern in Deutschland. Aber mehr als 100 Schweine direkt neben dem eigenen Wohnhaus??? Wer eine gute Vorstellungskraft und Nase hat, wird sich gegen eine Nachbarschaft von 100 und mehr Schweinen entscheiden.
#13 von Markus M., am 15.08.2015 um 19:27 Uhr
Ich bin mit Volker diesen Weg gegangen und Ich habe es NIE bereut. Es kann nicht sein, dass dies
nun zu Ende sein soll. Es ist doch so gut!!
......um auf das Thema " Gemeinde" zu kommen, finde Ich es sehr schade, dass bis heute
von den "Vertretern" NIEMAND nur einmal nachgefragt hat.Eine GEMEINSAME Lösung finden!
Den Versuch hätte Ich sehr schön gefunden.
Dies kann Ich überhaupt nicht verstehen.
Nicht ein Gespräch hat darüber statt gefunden. So traurig eigentlich.

Waltraud Fazio

#12 von Waltraud Fazio, am 15.08.2015 um 19:27 Uhr
Es ist einfach nur traurig was Frau Fazio und Herrn Luckenbach momentan durch machen. Wie kann man den nur so gegen diese Tierhaltung sein? Wollt ihr den wirklich lieber diese massentierhaltung mit 50.000 Schweinen wo das Fleisch eigentlich reine chemi ist ? Wer im Restaurant bongout essen geht sieht wie die Schweine gehalten werde. Diese schweine haben in der zeit wo sie leben ein gutes Leben sie können jeden tag auf der weide rumlaufen und grünes fressen. Das kann ich bestätige. Diese Tiere haben einfach das tollste leben was ein Tier haben kann. Es ist einfach traurig was so ein paar Nachbarn schaffen können !!! 😔😔😔😔
#11 von Ian Neumann, am 15.08.2015 um 19:26 Uhr
Warum soll auf einem Dorf etwas verschwinden, was doch nun einmal zum Leben im Dorf dazu gehört. Lasst doch die Westerwälder Landschweine weiterhin gesund und artgerecht aufwachsen. Sollen doch die Meckerer und selbsternannten "Experten für Tierschutz", die die Gerüche und Geräusche des Landlebens nicht wollen, das Dorf verlassen - niemand wird sie vermissen!

#10 von Ute Hoffmann, am 15.08.2015 um 10:19 Uhr
In Langenbach bei Kirburg gab es einen Schweinezüchter mitten im Wohngebiet und das hat niemanden gestört.
Es ist schon sehr armselig, wenn Personen in ihren absolut künstlichen Spießerparadiesen durch die Natur gestört werden.
Das Untergraben des npk-eintrages ist für jeden logisch Denkenden absolut nachvollziehbar. Nitrate werden durch Auswaschung und Abfluss in Oberflächengewässer zu einem riesigen Problem. Jeglichem Grundbesitzer, der diesen durch viehnutzung bewirtschaftet, wird ja schließlich auch kein Verbot erteilt, da die Tiere alles schön untergraben.
Ich würde ja gerne zwei Schweine nehmen und auch gerne behalten.
#9 von Rainer, am 15.08.2015 um 10:19 Uhr
Es gibt zur Rettung der Schweine auch eine Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/rettung-des-westerwaelder-landschweins
#8 von Katharina, am 15.08.2015 um 06:40 Uhr
Ja, so läuft es. Aufs Land ziehen und klagen, wenn der Hahn zu laut kräht. Das Problem scheint ja planungsrechtlicher Natur zu sein. In erster Linie Sache der Gemeinde. Sie legt mittels Bebauungsplan fest, was zulässig ist. Allerdings können auch Ausnahmen zugelassen werden. Den Begriff Wohn-Mischgebiet gibt es nicht. In einem Dorfgebiet (Mischgebiet) sind landwirtschaftliche ja praktisch erwünscht. Und im Außenbereich, ach Herrje. Wo denn sonst!?
Ich denke, daß es hier um Interessen einzelner geht....

Wer keine Schweine im Vorgarten mag, möge bitte in die Großstadt oder ins EFH-Ghetto siehen. Im geachwsenen Dorf ist man da am falschen Ort.

Schöne Grüße aus Frankfurt
Thomas
#7 von Thomas, am 15.08.2015 um 06:40 Uhr
Lieber Martin P.
wenn du kommentierst, worüber ich dir sehr danke, solltest du dennoch zumindest so viel Schneit haben, deinen Namen nennen.
Ist nicht allzu schwer zu erraten, schließlich ist dein Kommentar, Wort für Wort identisch mit der Klageschrift des Hauptklägers. Ins besonderem sollte man sich in Zurückhaltung üben, wenn man Jahrzehntelang selbst Sauen, Ferkel und Mastschweine in engsten Buchten qualvoll turbomäßig gehalten, aufgezogen und gemästet hat. Dein Hinweis auf den Nitrateintrag im Boden bedingt durch angebl. zu hohen Tierbestand auf die Fläche hin gesehen ist super! Du führst die Flächenerosionen an: Jemand, der die Tiere wie oben beschrieben gehalten hat, kann natürlich nicht wissen, dass Schweine die Angewohnheit haben, den Acker umzugraben. Solltet ihr im übrigen auch einmal versuchen, spart euch eine Menge Insektizide und Pestizide. Wo Schweine geweidet haben, könnt ihr anschließend getrost Kartoffeln oder Getreide pflanzen. Der Boden ist gut gedüngt und von jeglichem Schädlingen und Unkraut befreit. Das wusste man übrigens schon vor 500 Jahren. Solche Anbaumethoden solltet ihr auf den modernen Bauernschulen mal wieder lernen. Bringt allerdings unseren großen Chemiefabriken weniger Profit. That´s it! Unsere Flächen werden nach der Wachstumsperiode im Herbst hergerichtet und neu eingesät. Übrigens: MEIN Schlafzimmerfenster liegt vies á vies zum Stall. Und glaub mir, als Gourmetkoch habe ich eine richtig gut Nase!
#6 von Volker Luckenbach, am 15.08.2015 um 06:39 Uhr
Wer gesehen hat wie die Schweine gehalten werden und Ahnung von Landwirtschaft hat, weiß dass es so nicht in Ordnung war wie die Schweine gehalten wurden.
Für Freilandhaltung war der Tierbesatz auf der Fläche viel zu hoch.
Auch zu erkennen an dem nickt vorhanden Bewuchs auf der Fläche.
Auch bei "tierartgerechter" Haltung muss auf die Umweltbelastung (NPK Eintrag ins Erdreich) geachtet werden.

Und alle die jetzt aufschreien, möchten auch keine Schweineherde neben ihrem Schlafzimmer haben.
Solch ein Projekt im Wohnhebiet war von Anfang an zum scheitern verurteilt.
#5 von Martin, am 14.08.2015 um 15:42 Uhr
Diese vier Kläger sollen sich schämen! Ich kann persönlich bestätigen, dass keine " Geruchsbelästigung " existiert. Ich kann die Menschen einfach nicht verstehen.
#4 von Lea Schmidt, am 14.08.2015 um 09:40 Uhr
Falls noch nicht geschehen: an die GEH (Gesellschaft zur Eerhaltung alter Haustierrassen, http://www.g-e-h.de) wenden, vielleicht können die die Schweine irgendwo unterbringen.
#3 von Hendrik, am 14.08.2015 um 09:40 Uhr
Tolle Sache.Warum suchen sich die Kläger nicht eine Großstadtwochnung? Dann könnte alles so bleiben wie es ist und vor allem blieben die Schweine Glücklich.
#2 von Ursula Bölke 51570 Windeck, am 13.08.2015 um 23:41 Uhr
Wir haben es für sehr gut befunden, endlich mal wieder Schweinefleisch kaufen zu können, das aus artgerechter Haltung kommt. Schade, dass das vorbei sein soll!
#1 von Rita Hartmann, am 13.08.2015 um 21:23 Uhr

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