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Nachricht vom 10.08.2015    

Basteln, Spielen und eine Schatzsuche

Ferienbetreuung für Kinder im Grundschulalter bot die Verbandsgemeinde Montabaur bislang nur in Montabaur an. In diesem Jahr gibt es das Angebot auch in Nentershausen an der Pfarrer-Toni-Sode-Schule und an der Augst-Schule in Neuhäusel - allerdings nicht über die gesamte Ferienzeit.

Der Erste Beigeordnete Andree Stein (l.) und Guido Göbel, Fachbereichsleiter Schulverwaltung, besuchten die Ferienkinder an der Grundschule in Nentershausen. Fotos: privat

Nentershausen/Neuhäusel. So eine große Geburtstagsgesellschaft hatte Eva-Maria noch nie. Mehr als ein Dutzend Kinder und vier Erwachsene haben dem Mädchen, das an diesem Tag acht Jahre alt wird, ein Geburtstagsständchen gesungen und sie hochleben lassen. Die Kleine strahlt. Am Nachmittag wird es noch Geburtstagskuchen geben, und vielleicht wünscht sie sich dann noch ein Lied. Zuerst aber wird sie sich mit den anderen Kindern auf Schatzsuche begeben. Denn das ist für den dritten Tag der von der Verbandsgemeinde angebotenen Ferienbetreuung an der Pfarrer-Toni-Sode-Schule in Nentershausen geplant.

Während es dieses Ferienbetreuungsangebot für Kinder im Grundschulalter in Montabaur bereits seit mehreren Jahren und für die gesamte Feriendauer gibt, habe man es für Nentershausen und Neuhäusel erstmals konzipiert, berichtet Andree Stein, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde. Von 7.30 Uhr bis 17 Uhr werden die Kinder betreut. Sie bekommen ein warmes Mittagessen, das sie zusammen einnehmen, berichtet Regina Stahlhofen von der Schulverwaltung der Verbandsgemeinde. Die Betreuungs- und Verpflegungskosten für eine Woche belaufen sich auf 45 Euro; Geschwisterkinder zahlen 35 Euro. Das zusätzliche Taschengeld für kleine Ausflüge liegt zwischen fünf und zehn Euro.

Die Resonanz auf die Ferienbetreuung der VG sei gut, und Eltern und Kinder sind zufrieden, stellt Stein fest und fragt die Feriengäste des einwöchigen Programms in Nentershausen: „Gefällt es Euch hier?“ Nach langem und zustimmendem Rufen wird er mit einer Gegenfrage konfrontiert: Was denn ein Erster Beigeordneter überhaupt mache, wollen die Ferienkinder wissen. Geduldig beginnt Andre Stein, seine Arbeit zu erklären, und ergänzt damit das Spielprogramm des Tages um ein paar pädagogisch aufbereitete kommunalpolitische Details. Die Kinder staunen – und wenden sich wieder ihren Bastelarbeiten zu. Einige Mädchen gestalten Bilder, deren Farbkompositionen mit einer Salatschleuder, mit Strohhalmen oder mit durcheinander kullernden Murmeln erzeugt werden. Eine Neunjährige hantiert mit einem Plastikschälchen, buntem Klebepapier und kleinen Stäbchen. Ein besonders hübscher Futternapf für ihre Katze soll entstehen, verrät sie.

Auf dem Hof sausen unterdessen ein paar Kinder mit Kettcars herum. In den Ferien gelten natürlich andere Regeln als während der Schulzeit, erklärt Betreuerin Rosemarie Bermel. Da dürften die Kinder ein bisschen Gas geben, solange sie Rücksicht auf die anderen nehmen. Die meisten Kinder, die an dieser einwöchigen Ferienbetreuung teilnehmen, kennt Rosemarie Bermel, weil sie die Ganztagsbetreuung der Grundschule besuchen. Auch dass sie und die Kinder mit den Räumlichkeiten und der Umgebung der Pfarrer-Toni-Sode-Schule vertraut seien, erweise sich als großer Vorteil. Die geplanten Wanderwege etwa zur Grillhütte oder zum Tennisplatz seien bekannt. Auch wo der Pfad entlang führt, dem die Schatzsucher folgen müssen, um ein paar Süßigkeiten und andere Leckereien zu entdecken, weiß das Betreuer-Team um Rosemarie Bermel.

Ähnlich vergnügt geht es auf dem großzügig angelegten Areal der Augst-Schule in Neuhäusel zu. Auch hier sind für die insgesamt 25 Kinder, die zwei Wochen lang versorgt werden, mehrere Betreuer eingesetzt, sagen Silvia Humpert und Bärbel Häbel vom Team. Es müssten schließlich nicht immer der Quendelberg oder das Freibad in Montabaur die Ausflugsziele der Ferienkinder sein, meint eine Betreuerin. Die Augst biete ebenfalls zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, und, gibt sie zu Bedenken, nicht jeder könne sein Kind in den Ferien morgens nach Montabaur bringen. Die Nachfrage nach Betreuungsmaßnahmen in der Ferienzeit bestehe auch in anderen Ortsgemeinden. Dieser Nachfrage hat die Verbandsgemeinde jetzt Rechnung getragen.


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