Werbung

Nachricht vom 01.08.2015    

Mit dem Fahrrad von Obererbach nach Istanbul

Fahrrad fahren gehört zu den ganz großen Leidenschaften von Bruno Schneider. Fast täglich ist er mit seinem Rad unterwegs, denn der 61-Jährige legt jeden Tag die Strecke von Obererbach zu seiner Arbeitsstelle nach Offheim zurück. Seit Samstag, 1. August ist er jedoch in Richtung Istanbul unterwegs.

Start in Obererbach: Bruno Schneider und Reinhard Selbach. Fotos: Klaus-Dieter Häring.

Obererbach. „Knapp 11 Kilometer sind es von Obererbach nach Offheim“, erzählt Bruno Schneider, was im Laufe seiner beruflichen Laufbahn eine Strecke von 125000 Kilometer ergibt. „Jeden Tag, im Sommer wie im Winter“ erzählt der Mann weiter. Vier Räder hat er in dieser Zeit „verbraucht“, von denen sogar eins extra für den Winter „mit Spikes“ ausgerüstet ist.

Das Rad, mit dem er seit Samstag unterwegs ist, braucht keine Spikes und auch die Kilometerzahl ist eine andere. Denn Bruno Schneider ist in Richtung Istanbul – Luftlinie 1918 Kilometer – unterwegs. Hat sich der Obererbacher mit Istanbul zum Ziel festgelegt, sieht es auf der Strecke da schon ganz anders aus. Ohne irgendeine vorgelegte Streckenführung, ohne tägliche Zielpunkte, und ohne vorher geplante Raststätten hat er sich auf den Weg gemacht und dafür seinen Sommerurlaub genommen.

Hintergrund, diese Fahrt zu unternehmen, ist für den Obererbacher eine Pilgerfahrt nach Jerusalem, die aber auf Grund der Zustände in Syrien jetzt in abgespeckter Form mit Istanbul eine kürzere Strecke und ein anderes Ziel hat. Trotzdem hat diese Reise für ihn den Titel einer „Pilgerfahrt“ und Bruno Schneider hofft in Pfarrhäusern oftmals Unterschlupf zu finden. Ansonsten hat er ein Zelt auf seinem Rad, dazu noch – als einziges Zugeständnis an das Computerzeitalter – ein Handy und ein Navigationsgerät. Das Navi möchte er aber so gut wie nie benutzen und sich ansonsten auf seine Karten verlassen.



Geplant ist pro Tag eine Strecke von 150 Kilometern zurück zu legen. Trainiert hat er nicht, sieht man mal von seinen täglichen Fahrten zu seiner Arbeitsstelle „und zwei drei Fahrten nach Wiesbaden oder Geisenheim“ ab. Ansonsten ist er ziemlich sportlich und hat sich, neben dem Rad fahren, noch dem Bergsteigen verschrieben. Hier gehören die beiden Besteigungen der Watzmann-Ostwand „im Alter von 30 und 60 Jahren“ dazu.

Nun gehört die Strecke von über 2000 Kilometern zu seiner derzeitigen Aufgabe. Dies bedeutet sieben Länder zu durchqueren. So geht es von Obererbach aus nach Österreich, Italien, Serbien-Montenegro, Rumänien, Bulgarien in die Türkei nach Istanbul. „Ich möchte zum Pell-Mell-Rock-Festival in Obererbach zurück sein“ so Bruno Schneider. Dies bedeutet, dass er am 4. September wieder auf dem Sportplatz in Obererbach sein möchte. Daher wird er die Rückreise nicht mit dem Fahrrad „sondern mit dem Flieger oder der Bahn antreten“.

Damit er den Start in Obererbach nicht ohne Begleitung antreten musste, hat sich für die ersten 50 Kilometer sein Bergsteigerfreund Reinhard Selbach angeschlossen, der den Obererbacher in Richtung Istanbul auf dieser ersten Etappe unterstützte. kdh


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Wallmerod auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   


Kommentare zu: Mit dem Fahrrad von Obererbach nach Istanbul

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Zeugen gesucht: Unfallfluchten in Dernbach und Selters

Parkende Auto angerempelt und weitergefahren: Mit Unfallfluchten dieser Art musste sich die Polizei an diesem Wochenende schon mehrmals im Kreis Westerwald beschäftigen. Für Vorfälle in Dernbach und Selters werden nun Zeugen gesucht.


Jahreshauptversammlung der Schiedsrichtervereinigung Fußballkreis Westerwald-Sieg

Rund 90 Schiedsrichter konnte Schiedsrichterobmann (KSO) Detlef Schütz zur Jahreshauptversammlung der Schiedsrichtervereinigung Fußballkreis Westerwald-Sieg in der Grillhütte in Norken begrüßen. Auch der Vorstand des Fußballkreises war mit einer Abordnung zugegen.


Evangelische Kirchengemeinden schicken Helfer, Geld und Gebete

Nach den verheerenden Unwettern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, bei denen mindestens 160 Menschen gestorben sind und Hunderte noch vermisst werden, ist die Betroffenheit auch im Westerwald groß. Auch die Kirchengemeinden des Evangelisches Dekanat Westerwald wollen sich mit Helfern, Spenden und Gebeten engagieren.


"Impulse Digital"-Gespräch: "Flutwelle an der Ahr – Lehren für den Westerwald?"

In ihrer digitalen Veranstaltungsreihe "Impulse" greift die CDU-Kreistagsfraktion eine aktuelle Thematik auf: "Hochwasserkatastrophe - was lernen wir daraus für den Westerwald?" Mit Vertretern von Katastrophenschutz, Behörden und Rettungsdienst soll am Mittwoch, 28. Juli, ab 19 Uhr in einer Videokonferenz erörtert werden, ob man aus den Ereignissen Konsequenzen für unsere Region ziehen kann.


Helfer sollen am Samstag (24. Juli) nicht ins Katastrophengebiet Ahrweiler anreisen

Völlig überlastet sind die Zufahrtsstraßen zum Ahrtal und die Straßen im Katastrophengebiet selbst. Grund sind die vielen Helfer, die sich am Samstag, den 24. Juli, aufgemacht haben. Der Krisenstab und die Polizei appellieren deshalb dringend, die Anreise zu verschieben. Hilfe werde noch über einen langen Zeitraum benötigt.




Aktuelle Artikel aus der Region


Metzgerei Fries in Eitelborn: Traditionelles Handwerk seit über 100 Jahren

Eitelborn. Qualität spricht sich auch herum, so ist erklärbar, dass die Metzgerei Fries auch Kunden aus der weiteren Umgebung ...

Westerwaldverein Bad Marienberg säubert die Wacholderheide und geht wandern

Bad Marienberg. Vorerst hatten die Helfer viel zu tun: So wurde das Gras um die Wacholderstöcke entfernt und die innerhalb ...

Nicole nörgelt… über die Extrawurst zur Spritze

In Berlin zum Beispiel gibt’s Walk-In-Impfungen bei Ikea, wenn man schon samstags da ist, um Teelichte zu kaufen und Hotdogs ...

"Impulse Digital"-Gespräch: "Flutwelle an der Ahr – Lehren für den Westerwald?"

Westerwaldkreis. Dabei soll im Mittelpunkt stehen, ob es aus den Hilfsmaßnahmen bereits Erkenntnisse gibt, wie man eine Region ...

Evangelische Kirchengemeinden schicken Helfer, Geld und Gebete

Westerwald. Nun zeigt sich langsam auch das ganze Ausmaß der Zerstörung. Spontan haben sich viele Einzelpersonen aus dem ...

Bad Marienberg lädt zur "87. Wäller Vollmondnacht"

Bad Marienberg. In der Kulisse des Kurparks werden die Geschichten und Märchen von Rolf Henrici und Jupp Fuhs vorgetragen ...

Weitere Artikel


Hochwertige Ausstellung im Hof

Herschbach / Oberwesterwald, Seit 22 Jahren gibt es das Ausstellungswochenende bereits, weiß Manfred Calmano zu berichten. ...

Montabaur feiert Kirmes

Montabaur. Erstmals hat Montabaur das Kirmes-Festwochenende am Freitag, den 31. Juli mit einem Fass-Anstich und Freigetränken ...

Stimmungsvoller Festauftakt in Gebhardshain

Gebhardshain. Einen gelungenen Auftakt zu Kirmes und Schützenfest konnten die Einwohner Gebhardshain bereits am Vorabend ...

Infobesuch bei "pro familia"

Hachenburg. Die meisten Menschen kennen "pro familia", die „Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik ...

CDU informiert sich über Infrastruktur

Selters. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Roland Strassburger begrüßte besonders die Abgeordneten Dr. Andreas Nick MdB ...

Fashion Outlet Montabaur offiziell eröffnet

Montabaur. Das Interesse am neuen Fashion Outlet ist riesig. Am zweiten Tag und dem Tag der offiziellen Eröffnung kamen wieder ...

Werbung