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Nachricht vom 03.06.2015    

Badesaison: „Wasserqualität fast überall ausgezeichnet“

Zum Start der Badesaison gibt Umweltministerin Ulrike Höfken grünes Licht für unbeschwertes Badevergnügen in Rheinland-Pfalz: „Die Wasserqualität ist in allen bislang untersuchten und von der Europäischen Union anerkannten Badeseen im Land ausgezeichnet“, sagt Höfken

Foto: Veranstalter

Region. Höfken wünscht den Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern im Hinblick auf die sommerlichen Temperaturen zum Wochenende ein unbeschwertes Badevergnügen. Offiziell hat die Badesaison im Land am 1. Juni begonnen und dauert bis zum 31. August. Bei den im Mai von den Gesundheitsämtern der Kreisverwaltungen und dem Landesuntersuchungsamt (LUA) durchgeführten Voruntersuchungen sei wie im vergangenen Jahr durchweg eine gute hygienische Wasserqualität festgestellt worden, so Höfken. Insgesamt seien in diesem Jahr 67 Seen im Land als Badegewässer gelistet.

Die gute Badewasserqualität in Rheinland-Pfalz hatte die EU-Kommission bereits in ihrem am 20. Mai vorgelegten Bericht für die Badesaison 2014 bestätigt. Zu den offiziellen Badeseen zählt der kleine Postweiher im Westerwald, aber auch der 331 Hektar große Laacher See. Weiträumige Naherholungsgebiete mit mehreren Baggerseen befinden sich entlang des Rheins, etwa im Binsfeld in Speyer. Damit das Badevergnügen ungetrübt genossen werden kann, untersuchen die Gesundheitsämter in Zusammenarbeit mit dem LUA die Wasserqualität an den offiziellen Badestellen regelmäßig auf Keimbelastungen. Zusätzlich untersucht das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht die Badegewässer auf Massenentwicklungen von Cyanobakterien (Blaualgen), da diese zum Beispiel Hautreizungen oder Durchfall auslösen können. Betroffene Gewässer bleiben so lange unter Beobachtung, bis keine Gesundheitsrisiken mehr bestehen.

Zwei offizielle Badegewässer sind aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes während der diesjährigen Badesaison mit einem permanenten Badeverbot belegt. Dabei handelt es sich zum einen um den Steinhäuserwühlsee bei Speyer, der von chemisch verunreinigtem Grundwasser angeströmt wird. Zum anderen bleibt der Neuhofener Altrhein im Rhein-Pfalz-Kreis aufgrund von Cyanobakterien (Blaualgen) gesperrt. Zur Verbesserung der Wasserqualität ist dort für dieses Jahr eine Tiefenwasserentnahme geplant, die vom Umweltministerium gefördert wird.




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Ministerin Höfken wies darauf hin, dass die gute Bewertung der rheinland-pfälzischen Badegewässer die Badegäste zu umweltbewusstem Verhalten an den natürlichen Gewässern verpflichte: „Die Badeseen sind auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere, die es im Sinne einer nachhaltigen Nutzung zu respektieren und zu schützen gilt. Ein sorgsamer Umgang mit den Gewässern, die Schonung der Uferrandzonen und Vermeidung von Abfall sind aktive Beiträge für die ökologische Qualität der Gewässer.“ Das Umweltministerium bittet in diesem Zusammenhang auch, auf das Füttern und Anlocken von Wasservögeln und Fischen zu verzichten, um Verunreinigungen an Badestellen einzudämmen.

„Schwimmen ist nur an den ausgewiesenen Badestellen zugelassen“, stellte Höfken klar. Flusswasser sei aus hygienischen Gründen grundsätzlich als gesundheitlich bedenklich anzusehen. In Rheinland-Pfalz sei daher kein Fluss oder größerer Bach als Badegewässer ausgewiesen. Wegen der nicht auszuschließenden Infektionsgefahr und den Gefahren durch Schiffsverkehr und der zum Teil starken Strömung auf den großen Flüssen rät das Umweltministerium generell vom Baden in Fließgewässern ab.


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