Werbung

Nachricht vom 23.04.2015    

Fahrradsaison beginnt: Sicher mit dem Rad zur Schule

DAK-Gesundheit Montabaur gibt Tipps für den Schulweg. Auf die Ampel achten, den Verkehr im Blick behalten und den Spurwechsel anzeigen – radelnde Kids müssen auf ihrem Schulweg vieles gleichzeitig beachten.

Foto: Wolfgang Tischler

Montabaur. Nach den im Januar von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung veröffentlichten Zahlen verunglückten im Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz 4.703 Kinder auf dem Schulweg – gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang von 7,4 Prozent. Fast jeder zweite Unfall im Straßenverkehr (49,3 Prozent) passierte mit dem Fahrrad. Die DAK-Gesundheit Montabaur rät Eltern zum Start der Rad-Saison, den Kindern ein Vorbild zu sein und genügend Zeit für den Schulweg einzuplanen.

„Kinder sind heute viel Lärm und Hektik auf dem Schulweg ausgesetzt“, sagt Alexander Greco von der DAK-Gesundheit. Sie seien von ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung aber noch nicht in der Lage, den Straßenverkehr vollständig zu überblicken und vorauszuschauen. Zudem ließen sie sich noch leicht ablenken. „Gerade der Stress am Morgen birgt Unfallgefahr“, erklärt Greco. „Wer es eilig hat, macht schneller Fehler.“ Daher sei es ratsam, früher als notwendig loszufahren, um einen Zeitpuffer für den Weg zu haben. Oft sei das mit dem Auto – dem sogenannten Elterntaxi – zwar bequemer, auf Dauer aber eher hinderlich. „Denn die Kinder lernen nicht, wie man sich sicher im Straßenverkehr bewegt“, ergänzt Greco.



Die Kinder sollten während der Fahrt auf Musik über Kopfhörer verzichten. Handytelefonate auf dem Rad sind ohnehin tabu. Greco: „Gerade jüngere Kinder überfordert das Multitasking des Radfahrens noch. Daher sollte sie unnötige Ablenkung vermeiden.“ Erst ab der vierten Klasse, nach abgeschlossener Fahrradprüfung, sollten Kinder mit dem Rad zur Schule fahren.

Doch auch Kickboards und Cityroller mit den kleinen Reifen sind auf dem Schulweg gefährlich. „Wenn das Vorderrad plötzlich bei voller Fahrt in einer Rille stecken bleibt, bremst der Roller und das Hinterrad hebt vom Boden ab“, so Greco. Der Fahrer stürzt über den Lenker oder zur Seite. Die Folge: Schwere Verletzungen an Kopf, Schultern und Becken. Eltern sollten darauf achten, dass der Nachwuchs nach Möglichkeit Radwege nutzt, defensiv fährt und immer einen Helm trägt.

Kinder lernen am leichtesten durch Vorbilder. Eltern sind gute Verkehrslehrer, wenn sie sich selbst an die Regeln halten. Falls es doch mal scheppert, sind Schüler über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Das gilt für Unfälle in der Pausen- und Unterrichtszeit, für Schulausflüge und den Schulweg.


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Fernlehrgang Wirtschaftsfachwirt startet im Februar an der IHK-Akademie Koblenz

Die IHK-Akademie Koblenz bietet erneut einen Fernlehrgang zum anerkannten Abschluss "Geprüfte/-r Wirtschaftsfachwirt/-in" ...

Höhn setzt Zeichen für Demokratie und Vielfalt

In Höhn fand ein Neujahrsempfang der AfD statt. Parallel dazu versammelten sich zahlreiche Bürger für ...

Bunter Vorlesetag begeistert Kinder in der Caritas-Kita Sankt Franziskus in Wirges

In der Integrativen Caritas-Kita Sankt Franziskus in Wirges stand ein farbenfroher Elefant im Mittelpunkt. ...

Walter Eberth: Ein Leben für den guten Zweck

Seit 2008 engagiert sich Walter Eberth aus Montabaur unermüdlich für wohltätige Projekte. Mit kreativen ...

70 Millionen Euro für Hachenburg: Ein Zukunftsprojekt sichert Gesundheitsversorgung und Jobs

Der Klinikstandort Hachenburg wird mit erheblichen Investitionen in den kommenden Jahren modernisiert ...

Philipp Schiefenhövel weckt Interesse und Begeisterung für das Entdecken der heimischen Natur

Am 20. Januar 2026 hielt Diplom-Biologe Philipp Schiefenhövel in der Westerwaldhalle von Rennerod einen ...

Weitere Artikel


Frühjahrstagung des Evangelischen Dekanats Bad Marienberg

Mit einer Andacht von Pfarrvikar Benjamin Schiwietz begann die Frühjahrstagung des Ev. Dekanats Bad Marienberg ...

„Walpurgis–Exkursion“

Am Donnerstag den 30. April veranstaltet der NABU Kroppacher Schweiz in der wunderschönen Feld- und Waldregion ...

Tagesfahrt: Impressionisten und Apfelwein

Die Kulturvereinigung Hadamar lädt zu einer Tagesfahrt nach Frankfurt ein. Am Samstag, 20. Juni, ist ...

Mitglieder des VdK-Herschbach besuchten Mainzer Landtag

“Blauer Himmel, Sonnenschein“, ein ideales Wetter für den Tagesausflug des VdK Herschbach in die Landeshauptstadt ...

Mit der Evangelischen Kirche ins geheimnisvolle Land

Armenien – eine Nation, die zurzeit in aller Munde ist. Das Evangelische Dekanat Selters spricht nicht ...

Ein neuer Altar für die Stiftskirche

Für einen neuen Altar in der St.-Severus-Kirche will die Evangelische Kirchengemeinde Gemünden einen ...

Werbung